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10 Dinge, die ihr über die Dominikanische Republik noch nicht wisst

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Was unterscheidet den wahren Kenner vom Urlaubslandanfänger? Das Fach- und Faktenwissen natürlich. Und wessen Hintergrundinformationen die Oberfläche aller noch so wahren Klischeeklassiker durchdringen, kann nicht nur mitreden, sondern lernt sein Urlaubsland gleich auch viel besser kennen. Das gilt auch für den Inbegriff von Karibikträumen: die Dominikanische Republik. Diese zehn Fakten adeln euch vom regulären Dom-Rep-Urlauber zum Dom-Rep-Experten.

01

Das älteste Amerika

Dominikanische Republik als Pioniersinsel
Dominikanische Republik: Santo Domingo

Manche mögen wissen, dass Christopher Kolumbus auf seiner Suche nach Indien 1492 zunächst in der Karibik gelandet ist, aber wisst ihr auch wo? Ja? Nein? Ihr habt so einen Verdacht? Jawollja – die Dominikanische Republik war’s! Und nicht nur ist der Inselstaat der erste Landeplatz für die Kolonialherren und die erste Siedlung der Europäer in der neuen Welt, seine Hauptstadt Santo Domingo ist auch die erste Hauptstadt von Nord- und Südamerika, der Standort der ersten katholischen Kathedrale, der ersten Universität und des ersten Krankenhauses beider Kontinente. Einige der historischen Gebäude wurden inzwischen nachgebaut und stehen Urlaubern zur Besichtigung frei.

02

Der Pate, Jurassic Park und Rambo

Auch Hollywood mag die Dominikanische Republik
Dominikanische Republik: Karibik - Palmen

Wo’s toll ist, sind auch die Reichen und Schönen nicht weit, in diesem Fall: die Filmstars aus Hollywood. Kultregisseur Francis Ford Coppola hat Szenen des zweiten Teils der legendären Der-Pate-Trilogie in der Altstadt von Santo Domingo gedreht, weil sie der von Havanna im vorrevolutionären Kuba stark ähnelte. Im Film zu sehen sind die Alleen Duarte und Mella, im Nationalpalast stellte Copola nach, wie Fidel Castro samt Rebellenarmee zu Silvester 1958 in das kubanische Pendant einzog. Rambo kämpfte in First Blood 2 zwar in Vietnam, Sylvester Stallone schlug sich allerdings durch die karibischen Wälder der Dominikanischen Republik, auch die legendäre Hubschrauberszene zu Richard Wagners Walkürenritt in Apocalypse Now kam hier in den Kasten. Vin Diesel und Co. brausten für Fast and the Furios: Los Bandoleros über die Straßen der Insel und Jurassic Park machte ein historisches Museumsstück weltberühmt: Die prähistorische, in Bernstein gefangene Stechmücke können Urlauber bei ihrer Reise in die Dominikanische Republik auch live bewundern – und zwar im Bernsteinmuseum in Puerto Plata.

03

Karibische Fashionistas

Mode für First Ladies
Dominikanische Republik: Las Galeras

Der Name des 2014 verstorbenen Modedesigners Oscar de la Renta ist vielen sicherlich ein Begriff. Den Großteil seines Lebens wohnte  und arbeitete er in den USA, geboren wurde er aber 1932 in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo. Er ist nicht nur einer der bekanntesten Modedesigner des 21. Jahrhunderts, er kleidete auch die Frauen von gleich drei US-Präsidenten ein: dem mythischen John F. Kennedy, Bill Clinton und George W. Bush, sprich Jackie Onassis, Hilary Clinton und Laura Bush. Auch Model Arlenis Sosa kommt von der Insel und lief schon für Victoria’s Secret, Hermes, Carolina Herrera, Ralph Lauren und natürlich Oscar de la Renta über den Laufsteg.

04

Wortspaltereien

Santo Domingo überall
Dominikanische Republik: Santo Domingo I

Die Dominikanische Republik war für einen Großteil ihrer Existenz unter einem anderen Namen bekannt: Santo Domingo. Im englischsprachigen Raum stand der Name der Hauptstadt für eben diese, die Kolonie, die im 15. Jahrhundert gegründete wurde und ihren Schutzpatron, den heiligen Dominikus. Erst im 20. Jahrhundert sprach man auch auf Englisch von der Dominikanischen Republik. Interessanterweise kommt keine der beiden Landesbezeichnungen in der Nationalhymne vor. Diese verwendet einen poetischen Begriff aus der Sprache der eingeborenen Taíno – Quisqueyanos – zu Deutsch: Mutter aller Länder.

05

Eine Hochzeit und ein Todesfall

Michael, Lisa Marie und Falco
Dominikanische Republik: Puerto Plata

Er war der einzige Musiker, der es mit einem deutschsprachigen Lied, wenn auch mit englischem Titel Rock Me Amadeus an die Spitze der US-Billboard-Charts schaffte: die österreichische Elektro-Pop-Ikone Falco. 1998 starb der Künstler im Alter von 40 Jahren während eines Urlaubs in Puerto Plata bei einem Autounfall. Zu einem weit freudigeren Anlass reisten der King of Pop Michael Jackson und Lisa Marie Presley, die Tochter des King of Rock Elvis Presley, auf die Insel: Sie ließen sich am 18. Mai 1994 im Luxusressort Casa de Campo in La Romana trauen. Die Ehe hielt allerdings nur 20 Monate.

06

Golf, Golf, Golf

Für Profis und Amateure
Dominikanische Republik: Golfplatz

Golfer können sich in der Dominkanischen Republik auf mehr als 20 atemberaubend schönen Golfanlangen austoben. Der Inselstaat wurde 2013 von der internationalen Vereinigung für Golfreisen (IAGTO) zum Ziel des Jahres für die Karibik und Lateinamerika gewählt. Die Golfanlage Punta Espada in Cap Cana wurde wiederum vom Magazin GolfWeek mehrfach als schönste Anlage in der Karibik und in Mexiko ausgezeichnet. Kein Wunder also, das auch die PGA Tour jedes Jahr das Cap Cana Championship dort austrägt. Der Platz verfügt über acht Löcher und liegt direkt am Meer.

07

Kultur

Musik, Museen und mehr
Dominikanische Republik: Tänzer

Nicht Havanna, Buenos Aires oder New York, auch mal Santo Domingo. Denn die karibische Metropole war 2010 Kulturhauptstadt Amerikas und kann einen Strandurlaub dementsprechend mit einer Portion Kultur aufpeppen. Wer gerne tanzt, sollte sich bei einer Reise in die Dominikanische Republik einen Merengue-Abend nicht entgehen lassen – Musik und Tanz wurden hier erfunden. Ein besonderes Schmankerl ist das bereits oben erwähnte Bernsteinmuseum in Puerto Plata, wo unter anderem die in Bernstein geschlossene, prähistorische Stechmücke zu sehen ist, die durch den Film Jurassic Park zu Weltruhm kam.

08

69 Prozent der Dominikaner sind katholisch

Religion und ihre Nebeneffekte
Dominikanische Republik: Basilika la Altagracia

Karibisches Lebensgefühl ja, moralbefreite Freizügigkeit bedingt. Die Dominikaner sind bis heute zum Großteil bekennende Katholiken. Die Zahlen variieren je nach Quelle, aber laut dem Zensus aus dem Jahr 2010 waren 69 Prozent der Staatsbürger katholisch, 18 Prozent Protestanten, elf Prozent konfessionslos und zwei Prozent gehören anderen Religionen an. In den ersten Jahrhunderten unter Kolonialherrschaft hatte die katholische Kirche den Inselstaat fest im Griff. Im 19. Jahrhundert sorgten vor allem ein Mangel an Investitionen und Priestern dazu, dass protestantisch-evangelikale Bewegungen überhaupt an Einfluss gewinnen konnten. Der Glaube mag so auch hinter den extrem strikten Abtreibungsgesetzen des Landes stecken: Schwangerschaftsabbrüche sind in der Dominikanischen Republik auch bei Vergewaltigungen, Inzest und ernsten gesundheitlichen Problemen der Schwangeren verboten.

09

Flaggenkunde

Für Blut, Gott und Unabhängigkeit
Dominikanische Republik: Flagge

Passend dazu: Die Dominikanische Republik hat die einzige Nationalflagge, auf der eine Bibel abgebildet ist. Sie ist Teil des Landeswappens, das sich wiederum in der Mitte der Flagge befindet und steht für Wahrheit und das Licht Gottes, aber der Reihe nach. Die dominikanische Flagge besteht aus einem weißen Kreuz, das sie in vier gleichgroße, rote und blaue Rechtecke teilt. Das Rot der Flagge symbolisiert das Blut derjenigen, die für die Unabhängigkeit des Landes gestorben sind, das Blau den Schutz Gottes. Die Bedeutung des weißen Kreuzes ist strittiger: Manche sagen es stehe für das Anliegen der Unabhängigkeitskämpfer, künftigen Generationen Freiheit zu garantieren. Nach einer anderen Interpretation steht das Kreuz für Frieden und Einheit unter den Dominikanern. Das ebenfalls blau-rot-weiße Wappen mit der Bibel befindet sich im Zentrum des Kreuzes, zusammen mit einem goldenen Kreuz, das die Erlösung von der Sklaverei repräsentiert, und Pfeilen, einem Symbol für die stolzen und edlen Soldaten des Landes.

10

Reisen mit der Natur

Besonderer Schutz für Flora und Fauna
Dominikanische Republik: Punta Cana III

In der Dominikanischen Republik gibt es nicht nur eine spektakuläre Flora zu bewundern, auch die Fauna hat viel zu bieten: Von Januar bis März bevölkern Buckelwale die Bucht von Samaná. Denn was moderne, wetterflüchtige Touristen können, können die riesigen Meeressäuger schon lange – seit Jahrhunderten überwintern sie in der Dom Rep. Der Inselstaat würdigt diese Tatsache und hat die Bucht zum Schutzgebiet erklärt, um die Wale zu schützen. Überhaupt, etwa 25 Prozent des Landes und der Küsten bieten Tieren und Pflanzen als Nationalparks und Schutzgebiete einen natürlichen Lebensraum und somit ausreichend Ruhe und Zuflucht, damit auch künftige Generationen die Schönheit der Natur in der Dominikanischen Republik genießen können.

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Über den Autor

Julia Wöhrle

„Mich brennt's in meinem Reiseschuh“ habe ich schon als Kind bei den mir unliebsamen Wanderurlauben in den Alpen geträllert. Inzwischen entscheide ich selbst, wo die Reise hingeht: Mal nach Island, mal nach Belize, aber dann war es doch immer wieder Spanien und ganz besonders oft und gerne Sevilla. Meine Begeisterung für fremde Länder, Menschen, Sitten und Gerichte fließt immer auch in meine Blogartikel ein.