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Welche Reiseimpfungen brauche ich für den Urlaub?

Impfpass

Die Koffer sind gepackt, die Dokumente liegen bereit und die Vorfreude ist groß, denn die nächste aufregende Fernreise steht an – aber habt ihr nicht etwas vergessen? Denn zu einer guten Reisevorbereitung zählt auch das Informieren über empfohlene oder erforderliche Reiseimpfungen. Welche Impfungen für eure nächste Reise von Relevanz sein könnten und was ihr rund um das Thema Reiseimpfungen beachten solltet, haben wir euch in diesem Artikel zusammengefasst.


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Checkliste für Reiseimpfungen

Unsere Checkliste bereitet euch bestens auf eure nächste Reise vor: Sie liefert euch kurz und knackig die wichtigsten Informationen zu Reiseimpfungen und zeigt euch übersichtlich auf, wie lange vor eurer geplanten Abreise ihr mit welcher Impfung beginnen solltet.

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Disclaimer
Bitte beachtet, dass die in diesem Artikel aufgeführten Informationen ohne Gewähr sind und keinesfalls die Konsultation mit medizinischem Fachpersonal ersetzen. Vor allem bei Fernreisen und für besonders gefährdete Personengruppen wie Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Vorerkrankungen ist eine ärztliche Beratung zu empfehlen. Zudem beziehen sich die Angaben lediglich auf deutsche Staatsangehörige.

Informationen zur Reiseimpfung

Insbesondere bei anstehenden Fernreisen in tropische und subtropische Länder solltet ihr euch intensiv mit dem Thema der Reiseimpfungen auseinandersetzen, da in diesen Ländern ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Krankheitserregern besteht. Reiseimpfungen bieten einen effektiven Schutz vor vielen Infektionskrankheiten und liegen damit auch im öffentlichen Interesse. Durch wirksamen Impfschutz verhindert ihr, dass Krankheitserreger nach Deutschland eingeführt werden oder dass ihr diese in euer Reiseland exportiert.

Für Auslandreisen muss dabei zwischen sogenannten Pflichtimpfungen und Impfempfehlungen unterschieden werden. Bei einer Impfpflicht ist eine Schutzimpfung gegen bestimmte Krankheiten für die Einreise in das jeweilige Land gesetzlich vorgeschrieben. Eine Impfempfehlung im Reisebereich wird dagegen auf Grundlage der Empfehlungen des Ständigen Ausschuss Reisemedizin (StAR) der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit (DTG) erarbeitet und ergänzt die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Deutschland empfohlenen Standardimpfungen. Diese Impfungen vor einer Reise sind freiwillig und häufig in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt auf die individuellen Gesundheitsrisiken abgestimmt.

Individuelle Einflussfaktoren:

  • Reiseziel und Reiseroute
  • Reisezeit und Zeit bis zur Abreise
  • Dauer der Reise
  • Reisegrund, Reisestil und geplante Aktivitäten
  • Alter und Vorerkrankungen

Die beste Art zu evaluieren, welche Impfungen sich für eure nächste Reise empfehlen, ist eine reisemedizinische Beratung. Diese könnt ihr bei eurer Hausärztin oder eurem Hausarzt sowie in Gesundheitsämtern oder Tropeninstituten erhalten. Dabei wird zunächst euer bestehender Impfstatus überprüft und auf Grundlage der Indikation für bestimmte Impfungen sowie der bis zur Abreise vorhandenen Zeit ein individueller Impfplan erstellt.


Tropeninstitute
Tropeninstitute sind medizinische Einrichtungen, deren Fachgebiet insbesondere im Bereich der Tropenmedizin, also der Bekämpfung und Vorbeugung von vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vorkommenden Krankheiten, liegt. Sie bieten Beratungsangebote an, informieren über Reiseländer und leisten reisemedizinische Aufklärungsarbeit.

Welche Impfungen und Krankheiten gibt es?

Informationen zur Corona-Impfung
In diesem Artikel werden lediglich von der STIKO empfohlene und für die Einreise in bestimmte Länder erforderliche Reiseimpfungen behandelt. Auch wenn Corona Auswirkungen auf den Reiseverkehr ausübt, zählt die Corona-Schutzimpfung aktuell nicht als Reiseimpfung. Inwiefern sich dies in der Zukunft ändern wird, ist noch nicht absehbar. Welche Länder aktuell den Nachweis einer Corona-Schutzimpfung zur Einreise erfordern, könnt ihr auf unserer Info-Seite zu Reisen in Corona-Zeiten nachlesen.

Standardimpfungen

Standardimpfungen sind durch die STIKO angeratene Impfungen. Sie umfassen auch die empfohlene Grundimmunisierung bei Kindern sowie Auffrischungs- und Nachholimpfungen bei Jugendlichen sowie Erwachsenen. Die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO können im Impfkalender des Robert Koch-Instituts eingesehen werden. Für erwachsene Reisende sind besonders Impfungen gegen folgende Krankheiten relevant:

Diphtherie


Die Diphtherie ist eine bakteriell verursachte Infektionskrankheit, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Die Impfung wird von der STIKO für alle Reisenden empfohlen. Häufig erfolgt eine Grundimmunisierung bereits im Kindesalter durch vier Impfungen, eine Auffrischung sollte nach zehn Jahren stattfinden. Es wird empfohlen, Reisen in endemische Gebiete frühestens nach der zweiten Impfdosis anzutreten.

Hepatitis B


Hepatitis B zählt zu den weltweit am häufigsten auftretenden Infektionskrankheiten. Die Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus kann über Blut und andere Körperflüssigkeiten erfolgen. Die Gefährdung ist für nicht grundimmunisierte Reisende insbesondere bei einer Reisedauer von über vier Wochen, Aktivitäten mit hohem Verletzungsrisiko sowie Sexualkontakt und geplanten Piercings und Tätowierungen im Reiseland hoch. Seit 1997 wird die Schutzimpfung gegen Hepatitis B – welche in Form von zwei Impfungen im Abstand von vier bis sechs Wochen und einer Auffrischung nach sechs bis acht Monaten erfolgt – von der STIKO für alle Kinder und Jugendliche empfohlen. Bei reisemedizinischer Indikation kann die Hepatitis B-Impfung auch in Kombination mit der Impfung gegen Hepatitis A und abweichendem Impfschema erfolgen.

Influenza


Eine Grippeschutzimpfung wird von der STIKO für alle Reisenden über 60 Jahren empfohlen, denn das Gesundheitsrisiko einer Grippe auf Fernreisen wird häufig verharmlost. Dabei kann eine Fiebererkrankung während eines Urlaubs viel Reisezeit und Geld kosten, da oftmals eine Abklärung zum Ausschluss einer Tropenkrankheit erfolgen muss. In Coronazeiten können grippale Symptome zudem dazu führen, dass ihr euch im Reiseland einer medizinischen Diagnostik unterziehen oder euch in Isolation begeben müsst. Die Einzelimpfung gegen die Influenza vor einer Reise kann dem entgegenwirken.  

Masern


Die Masern zählen zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Weltweit sind immer noch viele Länder betroffen, drunter auch Reiseziele wie Thailand, Neuseeland und einige Südseeinseln. Für alle Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, nur eine Impfung in der Kindheit erfahren haben oder noch gar nicht gegen Masern geimpft sind, empfiehlt die STIKO die einmalige Impfung gegen Masern. Diese erfolgt in der Regel als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Im Kindesalter werden im Zuge der Grundimmunisierung zwei Impfdosen verabreicht. Gerade wenn die Reise in ein Land mit erhöhtem Masernaufkommen geht, sollte zuvor unbedingt der Impfschutz überprüft werden.

Tetanus


Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine bakterielle Infektion, die heute vor allem in Teilen Asiens und Afrikas verbreitet ist. Risikofaktor für eine Tetanusinfektion sind Verletzungen, da der Erreger über Wunden in den Körper eindringt. Die Grundimmunisierung wird von der STIKO empfohlen und erfolgt im Kindesalter mittels dreier Impfdosen. Eine Auffrischung bei Erwachsenen sollte alle zehn Jahre durchgeführt werden.


Im internationalen Reiseverkehr vorgeschriebene Impfungen

Wie bereits zuvor beschrieben, ermöglichen einige Länder die Einreise nur mit bestimmten Impfnachweisen, wie häufig bei der Impfung gegen Meningokokken oder Poliomyelitis. Die Impfungen können aber auch im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften gefordert sein, wie es bei der Gelbfieberimpfung der Fall ist.

Gelbfieber


Das Gelbfiebervirus wird vor allem im tropischen Afrika, in Südamerika und einzelnen Karibikinseln durch tagaktive Mücken, teilweise auch von Mensch zu Mensch übertragen und kann zu einer lebensbedrohlichen Infektionskrankheit führen. Einige Reiseländer fordern daher den Nachweis über eine Gelbfieberimpfung bei der Einreise. Die Impfung kann nur bei autorisierten Ärztinnen und Ärzten erfolgen, es ist nur eine Dosis notwendig. Das internationale Zertifikat für eine Gelbfieberimpfung – häufig die erste Seite im gelben Impfpass – ist lebenslang gültig.

Meningokokken


Eine Meningokokken-Infektion ist eine weltweit verbreitete, durch Bakterien verursachte Tröpfcheninfektion, die vor allem bei engem Körperkontakt übertragen wird. Die Krankheit tritt speziell während der Trockenzeit in Afrika, besonders im sogenannten afrikanischen Meningitisgürtel, auf. Eine Impfung empfiehlt sich für Reisen in Länder mit epidemischem Vorkommen und bei geplanten Besuchen von Massenveranstaltungen sowie Übernachtungen in Gemeinschaftsunterkünften – sie ist also besonders relevant für Pilgerreisende, für Helferinnen und Helfer bei Hilfseinsätzen und Sozialprojekten sowie Rucksacktouristinnen und -touristen. Eine Impfdosis ist ausreichend.

Poliomyelitis


Die Impfung gegen die durch Viren übertragene Infektionskrankheit Poliomyelitis – im Volksmund als Kinderlähmung bezeichnet – wird von der STIKO für alle Reisenden empfohlen und in einigen Ländern als Pflichtimpfung zur Einreise verlangt. Als vollständig geimpft gilt, wer die Grundimmunisierung mit drei Impfdosen in der Regel im Kindesalter sowie einer Auffrischungsimpfung erhalten hat. Die meisten Länder der Welt gelten heute dank der Impfung als poliofrei, aktuell wird lediglich ein Vorkommen in Afghanistan und Pakistan gemeldet (Stand: April 2022).


Weitere Impfungen

Die folgenden Impfungen sind keine von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen, können aber dennoch aufgrund individueller Indikation bei einer Reise empfehlenswert sein. In einem reisemedizinischen Beratungsgespräch kann geklärt werden, ob eine der folgenden Impfungen für euch infrage kommt.

Cholera


Cholera ist eine durch Bakterien übertragbare Krankheit, welche durch verunreinigtes Trinkwasser oder schlechte hygienische Verhältnisse verbreitet wird. Indikationen für eine Impfung sind vor allem Reisen und längere berufliche Tätigkeit in Cholera-Epidemiegebieten sowie der Einsatz als Katastrophenhelferin oder -helfer. Die Impfung gegen Cholera erfolgt durch zwei Dosen oral verabreichte Schluckimpfungen im Abstand von einer bis sechs Wochen.

FSME


Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch Zeckenstiche übertragbare Viruserkrankung, welche vor allem in Zentral-, Nord- und Osteuropa sowie in Zentral- und Nordasien verbreitet ist – aber auch Teile Süddeutschlands und Sachsens gelten als Risikogebiete. Die Krankheit kann mit Begleiterscheinungen einhergehen. Entgegen dem Namen ist das Risiko einer Übertragung von April bis November am höchsten. Eine Impfung wird vor allem für Reisende in FSME-Risikogebiete für eine Zeckenexposition empfohlen. Es sind zwei Impfstoffe mit unterschiedlichen Impfschemata zugelassen. Beide machen drei Teilimpfungen erforderlich, wobei die dritte Teilimpfung fünf beziehungsweise zwölf Monate nach der ersten Impfdosis injiziert wird. Ein Schnellimpfschema mit drei Impfungen innerhalb von drei Wochen ist zugelassen.

Hepatitis A


Wie auch Hepatitis B wird das Hepatitis-A-Virus durch Schmierinfektionen übertragen. Das epidemische Vorkommen hängt stark von hygienischen und sanitären Bedingungen ab. Die Übertragung erfolgt häufig durch kontaminiertes Trinkwasser, Lebensmittel oder dreckige Toiletten, kann aber auch durch Blut- und Sexualkontakt erfolgen. Da Hepatitis A weltweit verbreitet ist, wird zu einer Impfung für Reisen außerhalb Westeuropas, der USA und Kanadas sowie Australiens geraten. Im Abstand von sechs Monaten werden dazu zwei Impfungen verabreicht, einige Hersteller machen eine Auffrischungsimpfung erforderlich.

Japanische Enzephalitis


Die Japanische Enzephalitis wird durch Mücken übertragen, dennoch ist eine Ansteckung auch außerhalb der Mückensaison und bei Kurzreisen möglich. Als Endemiegebiete gelten vor allem Südostasien, Indien, Korea, Japan, China, Länder im Westpazifik sowie Nordaustralien. Die Impfung gegen die Japanische Enzephalitis erfolgt mittels zweier Impfdosen im Abstand von 28 Tagen, ein Schnellimpfschema innerhalb einer Woche ist möglich. Der Impfschutz besteht für zwei Jahre, danach sollte vor einer möglichen Exposition eine Auffrischung erfolgen. Neben Reisen in Ausbruchsgebiete sowie Langzeitaufenthalten in der Nähe von Reisfeldern und Schweinezuchten ist auch ein Alter über 65 Jahren als Risikofaktor zu betrachten.

Tollwut


Eine Tollwutimpfung empfiehlt sich für Reisende in Regionen mit Tollwutgefahr oder der erhöhten Wahrscheinlichkeit des Kontaktes zu streunenden Tieren. Das Tollwutvirus wird vor allem durch Tierspeichel und -bisse von Hunden, Affen, Waschbären oder Fledermäusen übertragen. Daher sind Reisende nach Nordamerika, Asien und Afrika am gefährdetsten. Ob eine Tollwutimpfung angebracht ist, hängt stark vom individuellen Reiseverhalten ab. Oftmals ist es ausreichend, die allgemeinen Tipps gegen eine Tollwutansteckung zu befolgen und insbesondere mitreisende Kinder aufzuklären. Eine Immunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen innerhalb von 28 Tagen. Bei Last-Minute-Reisen ist ein Kurzschema innerhalb einer Woche möglich.

Typhus


Typhus ist eine durch bakterielle Infektion verursachte Fiebererkrankung, die vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser oder Salmonellen in Lebensmitteln übertragen wird. Empfohlen wird eine Impfung gegen Typhus vor allem bei längeren Aufenthalten in endemischen Gebieten, also zum Beispiel als Backpacker oder Backpackerin in Süd- und Zentralasien, Latein- und Südamerika oder Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen, beispielsweise nach Afrika. Die Immunisierung erfolgt durch eine unkomplizierte Schluckimpfung mittels dreier Dosen innerhalb von fünf Tagen oder der Injektion einer Dosis Totimpfstoff.


Krankheiten ohne Impfmöglichkeit

Gegen einige Krankheiten gibt es noch immer keinen Impfstoff oder keine Impfmöglichkeit in Deutschland. Dazu gehören vor allem durch Stechmücken übertragene, fieberverursachende Tropenkrankheiten wie das Denguefieber oder Malaria. Bei einer Reise in Expositionsgebiete sollte daher Vorsicht geboten und auf ausreichenden Schutz gegen Mückenstiche geachtet werden.

Denguefieber


Gegen das Denguefieber, eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, gibt es bisher in Deutschland keine Impfmöglichkeit. Risikogebiete sind insbesondere Mexiko, Teile der USA, die Dominikanische Republik, Indien und Südostasien.

Malaria


Auch gegen die durch Stiche der nachtaktiven Anopheles-Mücke übertragene Infektionskrankheit Malaria gibt es bisher keine Impfung. In Absprache mit einer medizinischen Fachperson wird bei Reisen in Malariagebiete – vor allem tropische und subtropische Reiseländer – entschieden, ob eine medikamentöse Malariaprophylaxe gegen die Tropenkrankheit sinnvoll ist.


Schutzmöglichkeiten gegen Mückenstiche
  • Insektenschutz verwenden
  • Die aktive Zeit der Mücken meiden
  • Möglichst bedeckende, stichfeste und helle Kleidung tragen
  • Unter imprägniertem Moskitonetz schlafen
  • Unterkünfte mit Klimaanlagen und Mückenschutzgittern wählen

Welche Impfung braucht man bei Auslandsreisen in der EU?

Für die Einreise als deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger sind innerhalb der EU keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass die Standardimpfungen – vor allem bei Kindern – vorgenommen wurden. Gegebenenfalls sollten diese vor der Reise aufgefrischt werden.

In Absprache mit einer ärztlichen Fachperson kann zudem die individuelle Indikation für Hepatitis A, das FSME-Virus und Tollwut überprüft werden, insbesondere bei Reisen im Sommer nach Süd- und Osteuropa. Zu den Ländern mit hohem FSME-Risiko in Europa zählen neben Teilen Deutschlands beispielsweise Griechenland, Italien, Kroatien, aber auch Norwegen und Schweden. Bei einem längeren Aufenthalt von über vier Wochen in einem Reiseland kann auch eine Impfung gegen Hepatitis B sinnvoll sein.

Reisen mit Haustier
Bei Reisen mit einem oder mehreren Haustieren innerhalb der EU ist eine für das Tier gültige Tollwutimpfung nachzuweisen. Diese muss bei der Einreise mindestens 21 Tage zurückliegen, damit der Impfschutz als wirksam gilt.

Für welche Länder muss man sich impfen lassen?

Einige Länder verlangen bei der Einreise bestimmte Impfungen, teilweise auch bei einer indirekten Einreise, also beispielsweise dem Aufenthalt in einem Transitbereich. Diese Pflichtimpfungen müssen in einer internationalen Impfbescheinigung, wie dem gelben Impfpass, eingetragen sein. Informiert euch vor einer Reise immer über die Vorschriften eures Reisezieles, da diese sich auch kurzfristig ändern können. Dabei können euch zum Beispiel die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu eurem Reiseland unter dem Punkt Gesundheit behilflich sein.


Wie weise ich eine Impfung nach?
In Deutschland erfolgt die Dokumentation einer Impfung gemäß § 22 des Infektionsschutzgesetzes. Dabei wird jede Schutzimpfung in den gelben Impfausweis eingetragen, der zugleich als internationale Bescheinigung fungiert. In der Regel verfügt der deutsche Impfausweis darüber hinaus über eine Doppelseite für die Internationale Bescheinigungen über die Impfung gegen Gelbfieber und weitere Seiten für Indikations- und Reiseimpfungen.

Hier ist eine Impfung Pflicht:

Al Qarah Mountain - Saudi-Arabien
Saudi-Arabien

Für die Einreise nach Saudi-Arabien ist die Impfung gegen Meningokokken verpflichtend, allerdings nur für bestimmte Staaten – deutsche Staatsangehörige sind davon ausgenommen. Während der Pilgerzeit gelten gesonderte Impfpflichten für Pilgerreisende.

Samoa
Pazifikstaaten

Seit 2019 wird aufgrund von Masernausbrüchen in mehreren Ländern der Pazifikinseln bei der Einreise auf die Salomonen-Inseln, die Marschall-Inseln, Amerikanisch-Samoa und Tokelau ein Masern-Impfnachweis oder ein ärztliches Attest, welches eine bestehende Immunität gegen Masern bescheinigt, verlangt.

Tansania: Sansibar Küste
Tansania und Sansibar

Einige Länder schreiben eine Gelbfieberimpfung vor. Für deutsche Staatsangehörige greift diese Impfpflicht häufig nur bei vorherigem Aufenthalt oder Transit durch Länder mit aktivem Gelbfieberaufkommen. Dies gilt zum Beispiel für Reisen vom tansanischen Festland nach Sansibar.


Achtung!
Auch Zwischenaufenthalte und Transite können eine Impfung erforderlich machen. Daher solltet ihr bei eurer Reise- und Impfplanung immer die gesamte Reiseroute beachten.

Wer zahlt die Impfung?

Die Kostenübernahme für Reiseimpfungen hängt von der jeweiligen Krankenkasse und ihrem Leistungskatalog ab. Generell haben Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen einen Anspruch auf die Leistung, wenn die Impfung von der STIKO empfohlen wird oder der Auslandsaufenthalt aufgrund beruflicher Verpflichtungen oder Ausbildung erfolgt. Individuelle Reiseimpfungen müssen daher nicht zwingend übernommen werden. 

Da ein besonderes Interesse daran besteht, die Einschleppung bestimmter übertragbarer Krankheiten nach Deutschland zum Schutz der öffentlichen Gesundheit vorzubeugen, haben inzwischen viele Krankenkassen prophylaktische Impfungen für Reisen und Auslandsaufenthalte mit in die freiwilligen Satzungsleistungen aufgenommen. Die für die Impfung anfallenden Kosten werden dann entweder anteilig oder komplett erstattet. Informiert euch daher am besten direkt bei eurer Krankenkasse darüber, welche Impfungen übernommen werden.


Wo kann man sich impfen lassen?

Die meisten Impfungen könnt ihr einfach bei eurer Hausärztin oder eurem Hausarzt vornehmen lassen. Auch im Gesundheitsamt sind Beratungen und anschließende Impfungen vor Reisen möglich. Bei längeren Aufenthalten oder Reisen in ungewöhnliche Urlaubsorte empfiehlt sich die Konsultation einer reise- oder tropenmedizinisch weitergebildeten medizinischen Fachperson. Beachtet, dass die Gelbfieberimpfungen nur bei speziellen Impfzentren und dafür zugelassenen Impfärztinnen und -ärzten durchgeführt werden können.


Wer impft?
  • Die Hausärztin oder der Hausarzt
  • Die Gesundheitsämter
  • Reise- und tropenmedizinisches Fachpersonal
  • Spezielle Impfstandorte für Gelbfieberimpfung

Wie lange muss man sich vor der Reise impfen lassen?

Da sich ein Impfschutz nicht von einem auf den anderen Tag aufbauen lässt, solltet ihr euch rechtzeitig vor eurer Reise informieren, welche Impfungen ihr benötigt. Teilweise sind nämlich sogar mehrere Teilimpfungen notwendig, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Das Impfprogramm sollte, so empfiehlt es die STIKO, mindestens zwei Wochen vor eurer Abreise abgeschlossen sein, da eine Impfwirkung in der Regel etwa zehn bis 14 Tage nach Verabreichung aller notwendigen Dosen einsetzt.

Wenn bis zum Reiseantritt nur wenig Zeit zur Verfügung steht, sind teilweise auch Schnellimpfschemata für einige reisemedizinischen Impfungen möglich. Zugelassen sind diese beispielsweise für Impfungen gegen Hepatitis B, Japanische Enzephalitis und FSME. Sie werden in Absprache mit einer medizinischen Fachperson nicht für alle Reisenden empfohlen. Bei der Impfung gegen Hepatitis A kann eine mögliche Ansteckung im Reiseland zudem durch die Gabe einer ersten Impfdosis kurz vor der Abreise verhindert werden, da Hepatitis A üblicherweise eine mehrwöchige Inkubationszeit hat.


Länderübersicht Reiseimpfungen

Hinweis
Generell ist es sinnvoll, vor einer Reise zu überprüfen, ob die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen vorgenommen wurden, um gegebenenfalls die Grundimmunisierung aufzufrischen. Es sollte beachtet werden, dass sich die empfohlenen Impfungen nach eurem individuellen Reiseverhalten richten.

Afrika

Tansania

Ägypten


In Ägypten besteht die Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen – oder einem Transitaufenthalt von über zwölf Stunden in einem endemischen Land. Neben den Standardimpfungen werden die Impfung gegen Hepatitis A und bei bestimmten Risiken auch gegen Tollwut und Typhus empfohlen.

Tunesien


In Tunesien besteht keine Nachweispflicht. Neben den Standardimpfungen wird die Impfung gegen Hepatitis A empfohlen sowie bei bestimmten Risiken gegen Tollwut und Typhus.

Marokko


In Marokko besteht die Nachweispflicht für eine Poliomyelitis-Impfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgenommen. Neben den Standardimpfungen wird das Vakzin gegen Hepatitis A empfohlen sowie bei bestimmten Risiken gegen Tollwut und Typhus.

Kenia


In Kenia besteht die Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen. Die Gelbfieberimpfung wird dennoch von der STIKO empfohlen. Neben den Standardimpfungen wird zudem die Impfung gegen Hepatitis A sowie bei bestimmten Risiken gegen Meningokokken, Tollwut und Typhus empfohlen.

Tansania und Sansibar


In Tansania und Sansibar besteht die Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen – oder einem Transitaufenthalt von über zwölf Stunden in einem endemischen Land. Neben den Standardimpfungen wird eine Impfung gegen Hepatitis A und bei bestimmten Risiken auch gegen Meningokokken und Typhus empfohlen.

Asien

Thailand

Thailand


In Thailand besteht die Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen – oder einem Transitaufenthalt von über zwölf Stunden in einem endemischen Land. Neben den Standardimpfungen wird eine Impfung gegen Hepatitis A und bei bestimmten Risiken auch gegen Typhus und die Japanische Enzephalitis – besonders bei einer Reise zwischen Mai und Oktober, in den Norden des Landes oder bei längerem Aufenthalt in ländlichen Gebieten – empfohlen.

Indien


In Indien besteht die Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen – oder einem Transitaufenthalt in einem endemischen Land. Des Weiteren ist der Nachweis einer Poliomyelitis-Impfung bei Einreise aus einigen Ländern – Deutschland ausgeschlossen – erforderlich. Neben den Standardimpfungen wird eine Impfung gegen Hepatitis A, Tollwut und Typhus sowie bei bestimmten Risiken auch gegen die Japanische Enzephalitis empfohlen – besonders bei einer Reise zwischen Mai und November, nach Nordindien oder bei längerem Aufenthalt in ländlichen Gebieten.

Indonesien


In Indonesien besteht die Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen. Neben den Standardimpfungen wird eine Impfung gegen Hepatitis A, Tollwut und Typhus sowie bei bestimmten Risiken auch gegen die Japanische Enzephalitis empfohlen – die Risikofaktoren sind abhängig vom genauen Reiseziel. Das Vakzin wird beispielsweise bei einer Reise nach Bali empfohlen.

Malediven


Auf den Malediven besteht eine Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus einem endemischen Land. Des Weiteren muss bei der Einreise aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen – der Nachweis einer Poliomyelitis-Impfung erfolgen. Neben den Standardvakzinen wird die Impfung gegen Hepatitis A sowie bei bestimmten Risiken gegen Typhus empfohlen.

Amerika

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USA


In den USA besteht keine Nachweispflicht. Neben den Standardimpfungen werden bei besonderen Risiken die Impfung gegen Hepatitis A – bei besonderer Gefährdung und Hygienemängeln – und Tollwut – hier besteht vor allem durch Füchse, Stinktiere und Waschbären ein hohes Risiko – empfohlen.

Mexiko


In Mexiko besteht keine Nachweispflicht. Neben den Standardimpfungen wird die Impfung gegen Hepatitis A sowie bei bestimmten Risiken die Impfung gegen Tollwut und Typhus empfohlen.

Karibik


Für die meisten Karibikinseln besteht eine Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen – sowie bei einem Transitaufenthalt von über zwölf Stunden in einem endemischen Land. In der Regel wird neben den Standardimpfungen die Impfung gegen Hepatitis A sowie bei bestimmten Risiken gegen Typhus empfohlen. Es herrscht zudem ein erhöhtes Diphtherie- und Masern-Risiko für Kinder.

Dominikanische Republik


In der Dominikanischen Republik besteht eine Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Bundesstaaten Brasiliens oder bei Transitaufenthalten von über zwölf Stunden in Flughäfen. Neben den Standardimpfungen wird die Impfung gegen Hepatitis A sowie bei bestimmten Risiken gegen Tollwut und Typhus empfohlen.

Ozeanien

Australien: Sydney - Emotion I

Australien


In Australien besteht eine Nachweispflicht für eine Gelbfieberimpfung für Einreisende aus bestimmten Ländern – Deutschland ausgeschlossen. Neben den Standardimpfungen wird die Impfung gegen Hepatitis A sowie bei bestimmten Risiken gegen die Japanische Enzephalitis empfohlen.

Neuseeland


In Neuseeland besteht keine Nachweispflicht. Es werden lediglich die Standardimpfungen empfohlen.


Hinweis
Solltet ihr euch nach eurer Reise unwohl fühlen oder Krankheitssymptome aufweisen, sucht unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt auf und informiert diese über eure Reise und die jeweiligen Aktivitäten.
Fazit
Impfungen spielen durchaus eine große Rolle bei der Reisevorbereitung. Welche Impfungen ihr vor eurem nächsten Urlaub benötigt, ist abhängig von vielen verschiedenen individuellen Faktoren wie den Einreisevorschriften eures Reiselands, der Reisedauer, dem Grund eurer Reise, aber auch vorliegenden Erkrankungen. Egal ob ihr noch unsicher seid oder genau wisst, welche Impfungen ihr benötig – eine reisemedizinische Beratung ist immer eine gute Idee. Weitere Informationen zum Thema Reiseimpfungen liefern euch Tropeninstitute, die Gesundheitsämter sowie die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu eurem jeweiligen Reiseland.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig recherchiert und verfasst. Sie dienen als Inspiration, Information und stellen Empfehlungen der Redaktion dar. Dabei achten wir darauf, mit unseren Texten niemanden zu diskriminieren und beziehen in allen Formulierungen stets alle Menschen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität ein.

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Wer schreibt hier?

Nele Hanke_Quadrat
Nele Hanke

Kaum bin ich von einem Urlaub zurück, packt mich sofort die Reiselust und ich plane schon den nächsten Trip. Ob Auslandssemester in Schottland oder Hummus-Essen in Israel – ich entdecke für mein Leben gerne neue Kulturen. In der CHECK24 Online-Redaktion kann ich meine Liebe fürs Reisen in Blogartikeln, Destinationstexten und Reisetipps zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, dass ich mit meinen Texten zum Reisen inspirieren und bei dem Einen oder Anderen ebenfalls ein kleines Reisefieber entfachen kann.