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Ein Wochenende in Rom: So erobert ihr das größte Freilichtmuseum der Welt in 2 Tagen

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Kolosseum, Pantheon, Engelsburg, Trevi-Brunnen, Sixtinische Kapelle und als Krönung noch ein souveräner Staat innerhalb der antiken Stadtmauern: Als größtes Freilichtmuseum der Welt hat sich die Ewige Stadt längst einen Namen gemacht. Mit uns behalten Geschichtsfreunde trotz der reichen Kulturschätze auch in der italienischen Landeshauptstadt den Überblick. Ob ihr euch im verwinkelten Gassengewirr verliert oder die architektonische Silhouette lieber von einem der sieben Hügel Roms bewundert: Am Ufer des Tibers zeigt sich die kulturhistorische Metropole, zwischen aromatischem Espresso und antikem Erbe, von ihrer schönsten Seite.

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Wie komme ich nach Rom?

Da jährlich mehr als acht Millionen Besucher nach Rom strömen, bilden gleich drei verschiedene Flughäfen die Eingangstore in die Ewige Stadt. Während zwei von ihnen in unmittelbarer Nähe zum antiken Stadtkern liegen, befindet sich Roms größter internationaler Flughafen Fiumicino „Leonardo da Vinci“ (FCO) in etwa 30 Kilometern Entfernung an der Küste des Tyrrhenischen Meers. Sparfüchse landen dank der preiswerten Fluggesellschaft Ryanair, die Verbindungen von Karlsruhe, Nürnberg, Frankfurt-Hahn, Berlin und Köln anbietet, lieber auf dem kleineren Flughafen Rom-Ciampino (CIA), etwa 15 Kilometer vom Zentrum entfernt.

Wo übernachte ich in Rom?

Im antiken Herzen Roms nächtigen Reisende im historischen Zentrum rund um die Einkaufsstraße Via del Corso in einem zentralen Hotel. Wer sich nicht an den unzähligen Mittouristen stört, der erreicht von der Hauptader Roms sämtliche antiken Sehenswürdigkeiten in weniger als einer halben Stunde.

In den Vierteln jenseits des Tibers erwartet Individualreisende ein Blick hinter die römischen Urlaubskulissen. Während der Stadtteil Prati nordwestlich des Vatikanstaates durch seine mondäne Ruhe und die Präsenz zahlreicher italienischer Designerboutiquen besticht, begeistert Trastevere im Süden als kreativer Schauplatz eines jungen und geradezu hippen Roms.

Auch bei Pauschalreisen nach Rom lassen sich für den Städtetrip in die italienische Hauptstadt günstige Kombiangebote finden.


Wie komme ich in Rom von A nach B?

Flughafentransfer

Wer am internationalen Flughafen Leonardo da Vinci landet, hat gleich zwei Möglichkeiten, von der Küste die Landeshauptstadt zu erreichen. Zwischen dem Termini Hauptbahnhof im östlichen Zentrum Roms und dem Flughafen in der Hafenstadt Fiumicino verkehren mehrmals täglich Busse für weniger als 10 Euro. Noch schneller, jedoch ein bisschen teurer, überqueren Besucher Roms antike Stadtmauern mit dem Leonardo Express für etwa 14 Euro. Gerade einmal eine halbe Stunde benötigt der Schnellzug für die 30 Kilometer lange Strecke landeinwärts. Besonders günstig wird die Fahrt für alle Passagiere, die sich für eine Landung am 15 Kilometer entfernten Flughafen Ciampino entschieden haben. Nach knapp 45 Minuten Busfahrt erreicht ihr den Termini Hauptbahnhof und zahlt dafür gerade einmal vier Euro. Zahlreiche Bus-Anbieter versuchen, sich in der Eingangshalle des Flughafens mit ihren günstigen Preisen gegenseitig zu unterbieten.

Öffentlicher Nahverkehr

Das Nahverkehrssystem der Trendmetropole Rom ist nicht nur sehr gut auf die Bedürfnisse von Touristen ausgerichtet, sondern auch ausgesprochen günstig im Vergleich zu anderen Kulturmetropolen. Egal wohin und wie lange, jede Fahrt im Zentrum kostet 1,50 Euro und gilt vom Einsteigen bis zum ersten Aussteigen. Die günstigen Tickets erhaltet ihr an Zeitungskiosken, Tabakläden und Fahrkartenautomaten. Um das ultimative Rom-Gefühl einzufangen, empfehlen wir euch jedoch, die Großstadt – trotz ihrer sieben Hügel – zu Fuß zu erkunden. Denn nur bei einem Spaziergang durch das verwinkelte Straßengewirr entdecken Fußgänger die verschiedenen Facetten der museumsgleichen Stadt.


Tipp
Wer am zweiten Tag in Rom bereits müde Füße hat, besorgt sich eine Tageskarte für sieben Euro und erkundet die Ewige Stadt für 24 Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Karte rentiert sich bereits ab der fünften Fahrt!

Tagestouren: In 2 Tagen durch Rom

Begebt euch mit uns auf einen zweitägigen Besuch in das größte historische Freilichtmuseum der Welt. Neben einer Besichtigung von Kolosseum und Vatikan versüßen wir euch eure Zeitreise durch 3.000 Jahre antike römische Geschichte mit hippen Szenebars, knusprigen Focaccias und natürlich möglichst wenig Warteschlangen.


Tag 1

Startpunkt
Kolosseum
Reine Wegzeit
2 Stunden
Stationen
5 Stationen
Distanz
8 Kilometer
01

Kolosseum

„Solange das Kolosseum steht, wird Rom bestehen“
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Das römische Lebensgefühl zwischen schnellem „Espresso prego“ und La Dolce Vita packt euch gleich am Morgen. Ein mediterranes Frühstück aus knusprigem Focaccia und starkem Kaffee wird selbstverständlich stehend an der Theke eingenommen, denn wer sich setzt, zahlt in Rom drauf. Eine Auswahl an authentischen Cafés findet ihr entlang der schmalen kopfsteingepflasterten Gassen im quirligen Trastevere, dem Viertel „jenseits des Tibers“. Auf der Ponte Sisto überqueren Frühaufsteher die Lebensader Roms und erreichen nach einer halben Stunde Fußmarsch das größte römische Amphitheater der Welt.

Wer die Warteschlangen vor dem Kolosseum meistert, dem stockt spätestens beim ehrfürchtigen Blick hinab in die ellipsenförmige Arena der Atem. Schrifttafeln leiten durch die 80 Arkaden und versetzen in längst vergangene Zeiten, in denen 60.000 Römer die grausamen Gladiatorenkämpfe zelebrierten. Umringt von Olivenbäumen und Zypressen durchqueren Historieninteressierte nach dem Verlassen des Amphitheaters den mächtigen Konstantinsbogen und blicken auf das nächste bildgewaltige Stück Geschichte der Ewigen Stadt. Vom Hügel Palatin bietet sich euch ein faszinierender Panoramablick über die Ausgrabungsstätte des Forum Romanum, der euch direkt auf eine Zeitreise in das antike Rom befördert.


Tipp
Wer ein Ticket für 12 Euro an dem kleinen Kassenhäuschen an der Via dei Fori Imperiali am Eingang des Forum Romanum erwirbt, spart sich die langen Wartezeiten am Kolosseum, wo der Großteil der Touristen die historische Zeitreise startet.
02

Trevi-Brunnen

Filmreifer Brunnen

Laufzeit zu dieser Station des Kurzurlaubs in Rom: 19 Minuten für 1,5 Kilometer

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Nach der antiken Zeitreise folgen Spaziergänger der noblen Einkaufsstraße Via del Corso, über die eindrucksvolle Piazza Venezia, in den Norden Roms. Nach nur 800 Metern erreicht ihr die Via delle Muratte, die geradewegs auf die quirlige Piazza di Trevi mündet. Spätestens seit Anita Ekberg in „Das süße Leben“ ein Mitternachtsbad im Fontana di Trevi nahm, strömen Besucher aus aller Welt herbei, um einen Blick auf das wohl meistfotografierte Bassin Europas zu werfen.

Während die einen noch über die marmornen Meeresgestalten vor der barocken Palastfassade aus dem 18. Jahrhundert staunen, werfen die anderen auf der Suche nach der großen Liebe Münzen in den Trevi-Brunnen. Ob der alte Volksglaube wahr ist, nach dem der Werfer einer Münze zurück in die Ewige Stadt kehrt, sich bei zwei Münzen in einen Römer verliebt und diesen bei drei sogar heiratet, sei mal dahingestellt. Doch allein bis zum Jahr 2013 sammelte die Stadt auf diesem Weg rund 1,2 Millionen Euro Spendengelder aus dem plätschernden Goldtiegel.

  • Täglich landen etwa 3.000 Euro an baren Münzen im Trevi-Brunnen und die Zahl wächst aufgrund der steigenden Besucherzahlen jährlich.
  • Wer nicht ständig Münzen durch die Luft fliegen sehen will, besucht den Brunnen idealerweise am frühen Morgen zum Sonnenaufgang, wenn die meisten Touristen noch nicht aus ihren Hotelzimmern gekrochen sind.
03

Villa Borghese

Durchatmen in Roms Kunsttempel

Laufzeit zu dieser Station des Wochenendes in Rom: 17 Minuten für 1,4 Kilometer

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Wer genug Münzen versenkt hat, der folgt erneut dem historischen Straßenzug Via del Corso über einen Kilometer gen Norden und steht nach einer knappen Viertelstunde Fußmarsch mitten auf der zentralen Piazza del Popolo am Hang des grünen Pincio-Hügels. Bereits in der Antike diente der pulsierende „Platz des Volkes“ Händlern und Reisenden aus dem Norden als Tor zur italienischen Hauptstadt.

Spätestens wenn der klassizistische Platz in den Abendstunden erleuchtet wird, lohnt sich ein Abstecher auf den östlich gelegenen Pincio, von dessen Aussichtsplattform Fotografen einen faszinierenden Panoramablick über die magische Kuppellandschaft der Ewigen Stadt genießen. Inmitten des gepflegten Parkgeländes des ehemaligen Landguts Galleria Borghese entdecken Kunstliebhaber eine überaus wertvolle Sammlung großer italienischer Barockmeister namens da Vinci, Raffael und Caravaggio.


Tipps
  • Generell empfiehlt es sich in Rom, Tickets im Vorfeld zu kaufen. Wer die Villa Borghese besuchen möchte, der ist sogar zu einer Reservierung verpflichtet, da Eintrittskarten nicht kurzfristig vor Ort erworben werden können.
  • Montags bleiben die Türen der meisten städtischen Museen geschlossen, so auch die der Villa Borghese. An diesem Tag empfiehlt sich stattdessen ein Besuch der Kapitolinischen Museen, die eine bedeutende historische Sammlung besitzen.
04

Spanische Treppe

Steiler Treffpunkt Roms

Laufzeit zu dieser Station des Rom-Wochenendes: 11 Minuten für 900 Meter

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Nach einer kulturellen Auszeit in der Welt der Schönen Künste stürzen sich Entdecker erneut in das quirlige Altstadt-Treiben Roms. Mit einem Panoramablick über die Sieben-Hügel-Stadt zur Rechten wandert ihr über die Viale Gabriele D‘ Annunzio den Pincio-Hügel hinab. Dabei trifft euer Blick immer wieder auf efeubewachsene Dachterrassen, die bereits die Vorfreude auf einen traditionellen Aperitivo am Abend wecken.

Wer auf Höhe der eindrucksvollen Villa Medici der Via di S. Sebastianello folgt, landet direkt am Kopf der Spanischen Treppe. Nach einer kurzen Stippvisite in der Renaissance-Kirche Trinita dei Monti könnt ihr euch dort aus 23 Metern Höhe einen Überblick über das frohe Treiben auf den 136 Treppenstufen unter euch verschaffen. Mit einem frisch gebrühten Espresso aus dem Café Canova Tadolini, in dem es vor Marmorstatuen nur so wimmelt, lasst ihr euch auf der antiken Freitreppe nieder und genießt für einen Augenblick das römische Lebensgefühl.

05

Piazza Navona

Schlemmen in antikem Ambiente

Laufzeit zu dieser Station der Städtereise nach Rom: 20 Minuten für 1,5 Kilometer

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Auf dem Weg zur Piazza Navona lasst ihr euch durch das Altstadtgassengewirr des prunkvollen Viertels Parione treiben und stoßt unterwegs auf ein weiteres mächtiges Zeugnis antiker Baukünste. Das im Jahr 27 vor Christus von den Römern als antiker Tempel erbaute Pantheon dient den Christen rund 2.000 Jahre später als Kirche. Durch eine kreisrunde Öffnung – das Opaion – fällt das Tageslicht ins Innere der Kathedrale und taucht den Raum auch heute noch in ein nahezu magisches Licht.

Von dort trennen euch nur wenige Schritte über die Via Giustiniani vom Schauplatz des einstigen Circus Agonalis. Zwar sind die altrömischen Sportwettkämpfe längst Geschichte, doch beeindruckt die barocke Architektur der Piazza Navona Besucher auch heute noch mit ihren drei prunkvollen Brunnen. Gleich um die Ecke, auf dem Campo de Fiori, schenkt die römische Besitzerin des Eckbistros Il Baccanale nicht nur aromatischen italienischen Vino aus, sondern backt garantiert auch die knusprigsten Focaccia in ganz Rom.


Tipp
Besonders empfehlenswert sind im Il Baccanale die Fladenbrote mit Parmaschinken. Gemeinsam mit einem Becher Rotwein zum Mitnehmen stimmt euch schon der Rückweg zur Unterkunft auf einen heiteren Abend ein.

Wo kann ich in Rom am besten ausgehen?

In der stets pulsierenden Ewigen Stadt Rom gestalten sich natürlich auch die Nächte alles andere als kurz. Ob in einer der unzähligen Freiluftbars entlang des Tibers, etwa der Freni E Frizoni, oder in den mit Kopfstein gepflasterten Gassen des Stadtteils Trastevere, in dem sich hippe Bars dicht an dicht drängen, verbringen die Römer ihre Nächte am liebsten unter freiem Himmel. Zwischen 18 und 19 Uhr ruft traditionell der italienische Aperitivo.

Mit etwas Glück erwischt ihr in der La Prosciutteria - Cantina dei Papi auf der Via della Scala einen der begehrten Sitzplätze, doch selbst wenn nicht, lohnt sich hier das Warten. Bei einem Glas Rotwein zur Einstimmung auf den Abend läuft Feinschmeckern beim Anblick der liebevoll belegten Antipasti-Holzbrettchen das Wasser im Mund zusammen. Alternativ bieten sich auch die Weinstuben im Universitätsviertel von San Lorenzo, die Szenebars im hippen Monti oder die Nachtclubs in Testaccio als perfekter Ausgangspunkt für durchtanzte römische Nächte an.

Tag 2

Startpunkt
Hügel Aventin
Reine Wegzeit
2 Stunden
Stationen
5 Stationen
Distanz
6 Kilometer
01

Hügel Aventin

Rom im Miniaturformat
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Einen Vorgeschmack auf den zweiten Tag in der italienischen Kulturstadt erhalten Frühaufsteher bei einem morgendlichen Spaziergang auf den Aventin. Auf der Spitze des südlichsten der sieben Hügel Roms erwartet euch inmitten eines blühenden Orangengartens ein einzigartiger Geheimtipp. Wer an der Piazza dei Cavalieri di Malta im großen Portal auf der rechten Seite einen Blick durch das berühmteste Schlüsselloch der Welt riskiert, entdeckt in weiter Ferne die Umrisse der Petersdomkuppel, die sich exakt in das Schlüsselloch einfügen. Nachdem ihr das Kulturprogramm samt Bergaufstieg am frühen Morgen gemeistert habt, ist es an der Zeit für ein landestypisches Frühstück nach römischer Art. Über die Ponte Palatino überquert ihr den Tiber und verliert euch im Gassengewirr eines der ältesten römischen Stadtviertel.


Tipp
Das berühmte Schlüsselloch gehört zum Sitz des Malteserordens. Wer seinen Frühstückshunger noch zügeln kann, stattet der dahinter beheimateten Ordenskirche Santa Maria del Priorato ebenfalls einen Besuch ab.
02

Trastevere

Das Viertel jenseits des Tibers

Laufzeit zur zweiten Station des Trips nach Rom übers Wochenende: 28 Minuten für 2,3 Kilometer

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Jenseits des Tibers entdeckt ihr auf der Suche nach einem Frühstück a la Roma die Straßen des quirligen Trastevere auch bei Tageslicht. Das einstige Arbeiterviertel hat sich längst zu einer szenigen Alternative zum populären Stadtzentrum Roms entwickelt und ist damit ein wahrer Hotspot für junge Künstler und alternative Römer. Spätestens wenn euch der aromatische Kaffeeduft in die Nase zieht, der durch die kopfsteingepflasterten Gassen weht, werdet ihr in eines der zahlreichen Frühstücksbistros einkehren.

Seite an Seite mit Espresso trinkenden Römern genießt ihr im Caffe‘ Settimiano Di Mella Valter EC Sas – natürlich traditionell an der Theke stehend – herzhafte Parma-Focaccia und süßes Gebäck nach italienischer Lebensart. Gut gestärkt begeben sich Lauffreudige über die Via Garibaldi auf den einen Kilometer langen Spaziergang auf den Gianicolo-Hügel. Wer den 82 Meter hohen Aufstieg meistert, wird auf der Dachterrasse des Piazza Garibaldi mit einem magischen Blick über das erwachende Rom und seine antiken Sehenswürdigkeiten belohnt.


Tipp
Die mit Abstand charmantesten lokalen Restaurants erwarten euch im hippen Trastevere. Im Papa Re in der Via della Lungaretta werden preiswerte authentische Speisen und aromatischer Rotwein traditionell an eng besetzten Holztischen serviert.
03

Petersdom

„Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“

Laufzeit zur dritten Station des Kurztrips nach Rom: 22 Minuten für 1,6 Kilometer

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Auf dem Weg zu einer päpstlichen Audienz im Stadtstaat Vatikan wandert ihr über die Passeggiata del Gianicolo bergab bis zur Brücke Ponte Principe Amedeo Savoia Aoste. Auch wenn der Papst nur mittwochs seine Audienz abhält, sollte jeder Romtourist einmal in seinem Leben dem Petersdom einen Besuch abstatten. Nach rund 120 Jahren Bauzeit gilt die bedeutendste Kirche der Welt nicht nur als eine Meisterleistung architektonischer Künste des 17. Jahrhunderts – Michelangelo lässt grüßen – sondern auch als das religiöse Zentrum des römisch-katholischen Glaubens.

Wer die lange Warteschlange meistert, die manchmal rund um den marmorsäulengerahmten Petersplatz herumführt, der kommt im Inneren des prunkvollen Kirchenschiffs nicht mehr aus dem Staunen heraus. Auf den Spuren Michelangelos erklimmen Schwindelfreie die 550 Stufen zur Domkuppel, die der italienische Meister der Renaissance höchstpersönlich konstruierte. Wer sich dem Aufstieg stellt, den erwartet ein atemberaubendes 360-Grad-Panorama der antiken Drei-Millionenstadt Rom. Pssst… wer zwei Euro mehr investiert, kann per Aufzug immerhin 200 Stufen überspringen.


Tipp
Kaum zu glauben, aber wahr: Der Eintritt zum Petersdom ist kostenlos! Lediglich wer den lohnenden Ausblick von der Kuppel genießen möchte, zahlt sechs Euro. Zusätzliche zwei Euro werden für die Nutzung des Aufzugs fällig.
04

Vatikanische Museen

Kunst ohne Warteschlange

Laufzeit zur nächsten Station des Urlaubs in Rom: 11 Minuten für 1 Kilometer

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An nur einem Wochenende in Rom habt ihr die Möglichkeit, gleich zwei verschiedene Länder zu besuchen. Mit dem Vatikan liegt der kleinste anerkannte Staat der Welt – mitsamt eigenem Rechtssystem und eigener Währung – quasi vor der Haustür von Trastevere. Zwar habt ihr Vatikanstadt bereits über den Petersplatz betreten, doch wer die kostbarste Kunstsammlung der Welt aus nächster Nähe bewundern möchte, folgt der Citta del Vaticano zum nächsten Highlight.

Da etwa fünf Millionen Menschen jährlich der Heimat des Papstes einen Besuch abstatten wollen, besorgt ihr euch am besten vor der Reise ein Online-Ticket für die Vatikanischen Museen und lasst die Warteschlange links liegen. Einmal drin, erwartet Kunstkenner und all jene, die es werden wollen, ein künstlerisches Schlaraffenland. Immerhin gibt es nicht weniger als 1.400 Ausstellungssäle, verteilt auf elf Museen und fünf Galerien, zu entdecken. Dank eines Fotoverbotes in der Sixtinischen Kapelle genießt ihr den überwältigenden Anblick von Michelangelos wertvollen Deckenmalereien einmal ganz ohne Ablenkung. Wer vom Staunen einen steifen Nacken bekommt, der gönnt sich vor den Türen der Pinothek genüsslich eine Kaffeepause in der grünen Gartenoase des Vatikans.

  • Auch wenn niemand gern zugibt, ein Tourist zu sein, in Rom kann sich dies sogar lohnen. Wenn ihr zwischen 9 und 12 Uhr bei den Schweizer Gardisten am südlichen Tor des Petersplatzes nach dem „Friedhof der Deutschen“ fragt, dürft ihr von dort aus die Vatikanstadt ohne Wartezeit betreten.
  • Wer die Tickets für die Vatikanischen Museen online kauft, zahlt zwar vier Euro mehr, aber spart sich dafür viel Wartezeit.
  • Die Vatikanischen Museen sind von Montag bis Samstag geöffnet, am vierten Sonntag im Monat ist der Eintritt sogar frei. Kunstliebhaber sollten diesen Tag meiden, da es noch voller wird als üblich.
05

Engelsburg

Museum vs. Geheimdienstversteck

Laufzeit zur letzten Station des Wochenendes in Rom: 17 Minuten für 1,4 Kilometer

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Die letzten 1.000 Meter unserer Tour führen euch über die Via Stefano Porcari zur mächtigen Engelsburg, die sich seit nahezu 2.000 Jahren am Ufer des Tibers erhebt. Werft ihr vor dem Betreten einen Blick in Richtung Westen, seht ihr am Ende der Via della Conciliazione das majestätische Panorama des Petersdoms über der Piazza San Pietro. Ein wirklich zauberhaftes Fotomotiv für das persönliche Reisealbum.

Bei einem Rundgang durch das einstige Mausoleum des römischen Kaisers Hadrian versetzt es Filmfans in die sagenumwobene Unterwelt der Illuminaten. Auch wenn Tom Hanks es dort einst eilig hatte, dem Geheimdienst zu entkommen, sollten Kunstinteressierte sich unbedingt ausreichend Zeit nehmen, um die 50 Ausstellungssäle in aller Ruhe zu erkunden. Mit der antiken Silhouette Roms als Kulisse könnt ihr das erlebnisreiche Wochenende auf der Dachterrasse der Engelsburg entspannt ausklingen lassen.


Noch mehr Tipps für ein verlängertes Wochenende in Rom

  • Ausflug in die nahe gelegenen Abruzzen. Nehmt euch einen Mietwagen in Rom und fahrt in nur einer halben Stunde zu der wunderschönen Küstenregion mit goldenen Stränden und malerischen Weinbergen.
  • Obwohl nicht direkt am Meer gelegen, ist Rom von den schönsten Stränden der Adriaküste doch nicht weit entfernt. Ein Abstecher gen Südwesten führt euch zum Beispiel an den Papaya Beach in Fiumicino.
  • Nur wenige Kilometer südöstlich der römischen Stadtgrenzen befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte von Ostia, Roms Pendant zu Pompeji.
  • Nördlich der Ewigen Stadt warten die mittelalterlichen Gassen des Städtchens Viterbo auf historisch interessierte Besucher.

Kostenüberblick für ein Wochenende in Rom

  • Bereits für 10 Euro hebt ihr mit Ryanair ab in die Ewige Stadt. Ob von Karlsruhe im Südwesten oder von Berlin im Nordosten, alle Wege führen nach Rom!
  • Sowohl Sparfuchs als auch Genießer, in Rom werden sie alle fündig. Je nachdem, ob ihr im historischen Stadtkern der Ewigen Stadt logieren wollt oder doch das junge Rom jenseits des Tibers bevorzugt, zahlt ihr zwischen 30 und 150 Euro für ein Doppelzimmer pro Nacht.
  • Zwar hat die Metropole Rom gerade einmal zwei U-Bahn-Linien zu bieten, doch dafür sind die Tickets mit 1,50 Euro pro Strecke besonders günstig. Mit der Tageskarte für sieben Euro spart ihr ab der fünften Fahrt binnen 24 Stunden.
  • Wer sich außerhalb des historischen Zentrums auf die Suche nach einem Restaurant begibt, der entdeckt in alternativen Stadtvierteln die gesuchte authentische italienische Küche für wenig Geld. Auch die unzähligen charmanten Straßenbistros und Pizzastände locken mit dem Duft nach Oregano, Parmesan und frischen Tomaten sowie Preisen unter 10 Euro.
Fazit
Ob altrömische Opulenz oder jung, hip und kostengünstig - in der italienischen Hauptstadt findet jeder Besucher viele Möglichkeiten, seinen Städtetrip genau nach individuellen Wünschen und Budget zu gestalten. Schon ab ca. 110 Euro können Sparfüchse in die Ewige Stadt reisen, dort übernachten und sich zwei Tage lang verpflegen. Dank der wunderschönen Architektur gibt es an jeder Straßenecke Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die außer ein paar Minuten Fußmarsch nichts kosten.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Lena-Marie Lübker

Um von möglichst jeder Ecke der Welt einen unvergesslichen Einblick zu erhalten, reise ich gerne an die verschiedensten Orte. Ob der hohe Norden Schwedens oder die Savanne Südafrikas, beim Reisen habe ich die Ferne lieben gelernt und das gebe ich beim Schreiben gerne weiter. Mit meinen Hotelbeschreibungen, Fernreisezielen oder Blogartikeln stecke ich hoffentlich alle Leser mit meiner Reiseleidenschaft an.