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Indien: Malaria in Neu-Delhi

München, 25.08.2017 | 09:49 | mja

Wer Urlaub in Indien plant, sollte sich vorab reisemedizinisch beraten lassen und sich je nach Gebiet mit einer Chemoprophylaxe schützen. Das teilte das Centrum für Reisemedizin (CRM) am Mittwoch auf seiner Website mit. Seit Anfang des Jahres wurden in der Metropolenregion Delhi 162 Malariaerkrankungen und 82 Infektionen verzeichnet.


Vater und krankes Kind mit Fieberthermometer
Bei unklarem Fieber sollten Betroffene direkt zum Arzt gehen.
Urlauber sollten in jedem Fall Mückenschutz für die Haut sowie ein Moskitonetz verwenden und lange Kleidung tragen. Laut CRM ist auch in Neu-Delhi eine nicht-medikamentöse Vorbeugemaßnahme (Expositionsprophylaxe) besonders wichtig, da sich die Mücke an die städtischen Brutbedingungen in weniger sauberem Wasser angepasst hat. Bei wem Fieber während der Reise auftritt, sollte schnell möglichst zum Arzt gehen. Symptome treten laut dem Centrum für Reisemedizin erst ab dem sechsten Tag nach dem Mückenstich auf.

Die höchste Fallzahl wurde laut CRM im Bundesstaat Orissa registriert. Gerade in diesen im Nordosten gelegenen Gebieten sollen Reisende sich über eine Chemoprophylaxe informieren, erklärte Professor Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM. Je nach geplanter Urlaubsroute und den aktuellsten Meldungen entscheidet dann der Arzt, ob und in welchem Umfang diese dann eingenommen werden soll. Dem Centrum für Reisemedizin zufolge ist es auch entscheidend, ob Grundkrankheiten vorliegen und welche Art von Aufenthalt geplant ist. „Gefährdeter ist beispielsweise, wer als Rucksacktourist viel herumreist oder sich abends beziehungsweise nachts oft im Freien aufhält“, sagte Jelinek. Zudem stellen lange Aufenthalte, Berufsreisen und Urlaube in der Regenzeit ein erhöhtes Infektionsrisiko dar. Auch in Tansania und Südafrika wird zu einer Malariaprophylaxe geraten.

 

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