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Mallorca: Bis zu 750 Euro Strafe für Kauf bei fliegenden Händlern

Mallorca feilt weiter am Masterplan für ein ziviles Miteinander auf der Baleareninsel. Wie die Mallorca Zeitung (MZ) am Mittwoch berichtet, soll ab September der Kauf bei fliegenden Händlern an der Playa de Palma mit einem Bußgeld von 100 bis 750 Euro belegt werden. Damit packt die Stadtverwaltung das Problem von der anderen Seite an, nachdem sich das Vorgehen der Polizei gegen die Händler als wenig erfolgreiches Katz-und-Maus-Spiel erwiesen hat.
Die Händler, die ihre Waren an der beliebten Touristenmeile feilbieten, besitzen keine Lizenzen und haben oft gefälschte Markenprodukte im Angebot. Einen kleinen Erfolg präsentierte die Stadtverwaltung Palma dem Bericht der MZ zufolge am Mittwoch. Bei einer gemeinsamen Razzia von Orts- und Nationalpolizei konnte ein Lieferant der Straßenhändler dingfest und rund 8.300 gefälschte Markenartikel beschlagnahmt werden. Insgesamt seien 2018 bereits 35.000 Artikel aus dem Verkehr gezogen worden. Da das Geschäft aber weiterhin blüht, sollen mit den hohen Bußgeldern nun auch die Käufer in die Pflicht genommen werden.

Doch die Inselregierung hat noch weitere Pläne, wie das Zusammenleben auf der beliebten Urlaubsinsel künftig zivilisierter vonstattengehen soll. So sollen All-inclusive-Angebote für Alkohol verboten werden. Zudem ist geplant, Einwegartikel aus Plastik von der Insel zu verbannen, um so den Müllbergen entgegenzuwirken, welche die Touristen täglich an den Stränden Mallorcas hinterlassen. Zudem soll auch das sogenannte Balconing, also waghalsigen Kletterpartien oder Sprüngen vom Hotelbalkon in den Pool, offiziell verboten werden.