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Mallorca: Touristensteuer soll mindestens verdoppelt werden

München, 28.06.2017 | 09:37 | hze

Müssen Reisende auf die Balearen künftig noch tiefer in die Tasche greifen? Wie die Mallorca Zeitung (MZ) am Mittwoch online berichtet, fordert die Linkspartei Podemos mindestens eine Verdopplung der seit Juli 2016 eingeführten Touristensteuer. Andernfalls wollen die Abgeordneten den Haushalt der Balearen für 2018 blockieren.


Mallorca Busse auf der Straße
​Da die Besucherströme auf Mallorca trotz Touristensteuer zugenommen haben, erwägt die Regierung eine Verdopplung der Abgabe.
Laut MZ hat der Podemos-Abgeordnete Carlos Saura am Montag (26. Juni) im Regionalparlament in Palma de Mallorca moniert, dass die Abgabe nicht das gewünschte Ziel erreicht habe, die Zahl der Urlauber zu verringern. Ganz im Gegenteil ist der Besucheransturm in diesem Sommer besonders groß. Daher hält Saura eine Verdopplung der Abgabe pro Hotelübernachtung von aktuell 0,5 bis zwei Euro für unumgänglich. Von dieser Entscheidung macht er sogar die Zustimmung seiner Partei für den Haushalt der Balearen für 2018 abhängig. Podemos ist zwar kein Teil der Landesregierung, die Koalition aus Sozialisten und dem Linksbündnis Més ist bei Abstimmungen jedoch auch deren Stimmen angewiesen.

Ein entsprechender Vorschlag liegt Tourismusministerium von Biel Barceló (Més) laut eigenen Angaben vor. Man wolle jedoch zunächst die Notwendigkeit einer Erhöhung prüfen. Denn bereits die aktuelle Kurtaxe soll 50 bis 70 Millionen Euro in die Kassen der Balearen spülen. Pikant an der Aussage von Saura: Im Streit um die Einführung der Bettensteuer hatte die Regierung der Balearen stets betont, die Abgabe diene nicht der Regulierung der Touristenzahlen. Vielmehr sei sie als Beitrag der Besucher zum Schutz der Natur und der Förderung eines nachhaltigen Tourismus gedacht. Zudem erhebt die Regierung auf die Tourismusabgabe bereits jetzt zusätzlich noch Mehrwertsteuer in Höhe von zehn Prozent. Bei zwei Übernachtung für 50 Cent pro Person müssen Besucher also tatsächlich 55 Cent zahlen, bei Luxushotels werden statt zwei insgesamt 2,20 Euro fällig.

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