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Überschwemmung in Nepal: Hunderte Touristen gestrandet

Reisende in Nepal müssen aktuell mit starken Beeinträchtigungen rechnen. Laut übereinstimmenden Medienberichten sorgen extrem heftige Monsunregen für weiträumige Überschwemmungen. Allein im bei Touristen beliebten zentralnepalesischen District Chitwan sitzen demnach 600 Urlauber fest. Insgesamt sind bereits rund 50 Todesopfer zu beklagen, darunter eine Britin, die bei einem Erdrutsch von Felsbrocken erschlagen wurde.
Laut lokalen Medien überfluteten die drei Tage andauernden Regenfälle mehr als 35.000 Häuser, rund 1.000 wurden teils schwer beschädigt. Im Chitwan Tal trat der Fluss Rapti über die Ufer und setzte zwei Hotels unter Wasser. Die eingeschlossenen Touristen wurden laut Suman Ghimire, Vorsitzender der Regionalen Hotel Vereinigung, mit Hilfe von Elefanten in Sicherheit gebracht. Der East West Highway (auch Mahendra Highway genannt) – eine der längsten und wichtigsten Verkehrsachsen im Himalaja – wurde den Berichten zufolge gesperrt, nachdem der Stützpfeiler einer Brücke von den Fluten weggespült wurde.

Am Freitag lag die offizielle Zahl an Todesopfern bei 49, wobei 36 weiter Personen noch vermisst werden. Auch eine 22-jährige Touristin aus Großbritannien soll unter den Opfern sein. Sie war demnach auf der beliebten Annapurna-Trekkingroute unterwegs, als sie auf dem Heimweg bei einem Erdrutsch ums Leben kam. Während sinnflutartige Regenfälle in Nepal zur Monsunzeit nichts Ungewöhnliches sind, kämpfen auch andere Länder rund um den Globus mit Wetterextremen. Nachdem etwa Kanada im Mai wegen Überschwemmungen den Notstand ausrufen musste, bedrohen aktuell Waldbrände unter anderem den Glacier National Park. In Griechenland ist ein Waldbrand nördlich von Athen außer Kontrolle, weshalb Hunderte Touristen evakuiert werden mussten.