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10 Tipps gegen Urlaubsfallen – so macht ihr alles richtig

Sonstiges: Freunde am Strand - Emotion

Sich den Urlaub selbst zu vermiesen, zu vermasseln, zu verderben ist gar nicht so schwer. Von zu spät zum Flughafen, über sich nicht ausreichend informieren, bis hin zum Klassiker Abzocke gibt es unendliche Möglichkeiten, Dinge falsch zu machen. Aber eben auch ein paar einfache Tricks, um genau das zu vermeiden. Grundsätzlich helfen ein bisschen gesunder Menschenverstand, ein wenig Planung und natürlich unsere Tipps.

01

Ausweis/Reisepass und Geldbeutel nicht vergessen

Was unbedingt mit muss. Immer.
Sonstiges: Geldbörse - Euro

Wer allein reist, hat hier einen gewissen Vorteil, weil: So ist von vornherein klar, dass niemand anderes auf die Idee kommen könnte, wichtige Dokumente für einen einzupacken. Oder dann dafür verantwortlich gemacht werden kann, wenn man am Check-in-Schalter steht, den Ausweis zeigen soll und dann… möööp!!! Keiner da, Flug verpasst, Krach vorprogrammiert, Urlaub versaut. Deshalb: Bevor ihr aus dem Haus geht, im Zweifel lieber zwei-, dreimal nachschauen, ob alle wichtigen Dokumente dabei sind: Ausweis oder Reisepass, gegebenenfalls auch schon der Boarding Pass – ob ausgedruckt oder auf dem Handy, Portemonnaie mit allen Karten, die man verwenden möchte. Das sind die Basics. Da können dann noch individuelle Extras wie Versicherungsschein für die Auslandskrankenversicherung, Tauchschein, Dokumente für mitreisende Haustiere und natürlich Voucher für das Feriendomizil – ob in Spanien oder Griechenland.

02

Genügend Zeit einplanen

Flugzeuge und Fähren
Sonstiges: Paar Flughafen

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Deshalb: Wer nicht sonderlich stressresistent und zudem auch gepäckbeladen passable Zeiten im Sprint und auf der Mittelstrecke hinlegen kann, sollte für die Anreise zum Flughafen mit Zeitpuffer arbeiten. Die Pauschalregel mindestens zwei Stunden vor Abflug für Flugreisen ist dabei nicht mehr und nicht weniger als das: eine Pauschalregel. Entscheidend sind vielmehr: Größe des Flughafens, Verkehrsaufkommen zur jeweiligen Jahreszeit, Reise mit Aufgabe- oder nur mit Handgepäck, Check-in schon erfolgt oder nicht, Ortskenntnis. Wer seinen Heimatflughafen mittlerer Größe gut kennt und im November nur mit Handgepäck reist, kann womöglich sogar erst eine Stunde vor Abflug eintrudeln. Wer dagegen mit zwei Koffern eine Stunde vor Abflug mit dem Taxi zum ersten Mal in seinem Leben am New Yorker Flughafen JFK ankommt … good luck! Auch für Fahrten mit der Fähre gilt: Lieber einen Stau mehr einkalkulieren, als einen zu wenig.

03

Keine Alkoholexzesse vor der Abreise

Pöbelstimmung und Kater vermeiden
Sonstiges: Rauchverbot Schild

Ein Bierchen oder ein Glas Sekt vor dem Abflug – ok. Wer aber mit Fahne, wankend und womöglich gar pöbelnd im Flugzeug erscheint, wird im Zweifelsfall auf direktem Wege wieder heraus bugsiert. Denn nein, das Bordpersonal muss nicht alles mitmachen und kann Passagieren den Mitflug verweigern. Die anderen Fluggäste an Bord übrigens auch nicht. So viel zum frischen Rausch. Ähnlich heikel kann aber auch ein Kater sein, vor allem bei Abreise am frühen Morgen. Denn wahlweise läuft man Gefahr, dass man seinen Flug schlichtweg verpennt, oder man sitzt mit pulsierendem Kopfschmerz und akuter Übelkeit im Flieger.

04

Blindes Vertrauen und fehlende Infos

Achtung Geldfallen und Reisemängel
Sonstiges: Handy - Karte

In Zeiten von Kundenbewertungen lässt sich der große Klassiker der Urlaubsflops vermeiden: Das Hotel hält nicht, was der Anbieter auf seiner Website verspricht. Wer sich vorab bei anderen Infos einholt – ob nun andere Reisende oder ein kompetenter Kundenberater, kann viel Ärger vermeiden. Falls dann doch Mängel auftreten: sofort dokumentieren und reklamieren. Aber die Unterkunft ist nicht alles, Vorsicht ist auch hier geboten: fehlende Vignette für Autos in Österreich, eine nicht vorhandene Umweltplakette in Frankreich und die PIN für die Kreditkarte nicht dabei haben, die aufgrund vermehrter Betrugsfälle zunehmend verlangt wird.

05

Wetterfrösche

Klimadiagramme gut lesen
Sonstiges: Regen Strand Paar

In der Karibik ist es immer warm? Pustekuchen! Also warm vielleicht schon, aber so richtig gemütlich ist so ein Sonnenbad am Sandstrand bei akuter Hurrikanwarnung nicht. Feuchtwarmes Klima vertragt ihr auch ganz schlecht, aber die Reise nach Thailand war im April so schön günstig? Warum wohl…? Und ja, auch beim Sommerurlaub in Island muss man mit Schneestürmen rechnen. Also lieber das Klimadiagramm zweimal studieren, bevor ihr beim ersten verlockenden Angebot gleich zuschlagt und vor der Abreise nochmal auf den Wetterbericht schauen und entsprechend packen.

06

Andere Länder, andere Sitten

Bräuche und Traditionen achten
Sonstiges: Multikulturelle Gruppe Menschen

Vom harmlosen Fauxpas, in Italien zur richtigen Tageszeit, den falschen Kaffee zu bestellen, bis hin zu saftigen Bußgeldern und Gefängnis: Wer fremde Länder und Kulturen besucht, sollte und muss sich an die Spielregeln und Gesetze vor Ort halten. Das heißt: Selbst an der Playa de Palma und bei der Spring Break in Florida drehen Partyurlauber am besten in den Hotels und Diskotheken frei, die genau dafür gemacht sind. In den USA gibt es jede Menge komische Gesetze und selbst in Spanien zahlen Pärchen, die sich beim Liebesakt im Freien erwischen lassen, bis zu 75.000 Euro Strafe. Und die muss man erstmal haben. Im Zweifel informiert man sich vorab, zum Beispiel beim ChECK24-Reiseknigge.

07

Keine Scherze mit dem Flughafenpersonal

Keine Fotos von Polizisten
Sonstiges: Zip-Beutel Flughafen

Wir packen seit Jahren alle Flüssigkeiten im Handgepäck in 100ml-Behältnisse und stecken sie in einen durchsichtigen Plastikbeutel. Auch Laptops werden zunehmend gescannt. Wir selbst sowieso. Also nein, das Sicherheitspersonal am Flughafen ist längst nicht mehr zu Scherzen aufgelegt und für falschen Alarm droht im schlimmsten Fall sogar Gefängnis. Aber auch außerhalb des Flughafens gelten für offizielle Vertreter der Staatsmacht vielerorts Sonderregeln. Aus Sicherheitsgründen dürfen Polizisten, Soldaten und teils sogar Regierungsgebäude und Herrscherpaläste sowie militärisch relevante Orte wie Brücken, Staudämme, Tunnel – und so schließt sich der Kreis – Flughäfen nicht fotografiert werden.

08

Finger weg von Drogen und heiklen Souvenirs

Vorsicht auch bei Medikamenten
Sonstiges: Polizeihund Koffer

Drogen haben noch jeden belogen. Es muss nicht direkt ein Kokainschmuggel in Thailand sein, für den man dort und diversen anderen asiatischen und muslimischen Staaten übrigens mit dem Tode bestraft werden kann. Auch wer kleine Mengen weicher Drogen mit sich führt, wird beispielsweise in Norwegen, den USA oder der Türkei hart verurteilt. Auch wer Medikamente mitnimmt, muss aufpassen – was hierzulande ein legales Schmerzmittel ist, kann andernorts illegal sein. Ebenfalls bei der Aus- und Einfuhr von Souvenirs, die als archäologische Fundstücke gelten, ist Vorsicht geboten. Das gilt sowohl für den unscheinbaren Stein aus der Türkei, als auch für die prächtige, aber artgeschützte Muschel aus Indonesien.

09

Die richtige Versicherung abschließen

Kofferverlust, Krankheit
Sonstiges: Antragsformular - Taschenrechner

Sich gegen den Verlust der Koffer zu versichern, oder keine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, ist eine Sache. Denn selbst ohne Versicherung, kann man die Verlustsumme im Ernstfall zumindest im Vorhinein abschätzen. Was bei einer fehlenden Auslandskrankenversicherung wiederum ganz anders aussieht. Weil: Wer erstmal auch nur eine Woche im Krankenhaus oder den Rücktransport in die Heimat selbst zahlen muss, wird sich ganz schnell wünschen, sich vorher adäquat versichert zu haben. Zumal Reisekrankenversicherungen sehr günstig sind und gesetzlich Krankenversicherte mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) europaweit medizinische Leistungen erhalten. Sie gilt in EU-Ländern und einigen weiteren Staaten.

10

Vorsicht beim Urlaubsflirt

Paradies: Liebe und Geschäfte
Sonstiges: Liebespaar Strand

Der Begriff Bezness, bei der sich Beziehung und Business mischen, ist meist für den nordafrikanischen Raum und die Türkei im Umlauf. Auch die Kubaner haben ihre eigene Bezeichnung für Einheimische, die Singles aus dem Ausland bezirzen und sich dann von ihnen aushalten lassen: jineteros – spanisch für Reiter, samt der weiblichen Version jineteras. Dahinter steckt oft weniger eiskaltes Kalkül und umso mehr Not: Das Ungleichgewicht der Welt, das, was passiert, wenn zumindest vergleichsweise wohlhabende Urlauber auf ein wesentlich weniger wohlhabendes Umfeld vor Ort stoßen. Der österreichische Regisseur Ulrich Seidel zeigt in seinem Film „Paradies: Liebe“ die vielen Grautöne dieser Art des Urlaubsflirts, bei dem ein vorschnelles Urteil meist genauso kurz greift wie der naive Blick durch die rosarote Brille.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Julia Wöhrle

„Mich brennt's in meinem Reiseschuh“ habe ich schon als Kind bei den mir unliebsamen Wanderurlauben in den Alpen geträllert. Inzwischen entscheide ich selbst, wo die Reise hingeht: Mal nach Island, mal nach Belize, aber dann war es doch immer wieder Spanien und ganz besonders oft und gerne Sevilla. Meine Begeisterung für fremde Länder, Menschen, Sitten und Gerichte fließt immer auch in meine Blogartikel ein.