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Ein Wochenende in Dublin: Irlands Metropole in 2 Tagen kennen lernen

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In dieser bunten, trendigen Stadt findet ihr einfach alles. Obwohl Dublin mit einer halben Million Einwohnern vergleichsweise klein ausfällt, ist das kulturelle Angebot einfach riesig. Wir zeigen euch, welche großartigen Highlights es in 48 Stunden in dieser facettenreichen Hauptstadt zu entdecken gibt – von mystischen Kirchen bis hin zu gemütlichen Pubs mit ausgelassener Live-Musik ist in Dublin einfach für jeden etwas dabei.

Irland: Dublin

Wie komme ich nach Dublin?

Die schnellste und bequemste Art nach Dublin zu gelangen, ist definitiv per Flugzeug. Bei den irischen Anbietern Ryanair und Aer Lingus findet ihr immer ein günstiges Angebot. Bereits ab 50 Euro pro Person werden Hin- und Rückflug von allen großen deutschen Flughäfen in die irische Hauptstadt angeboten.

Wo übernachte ich in Dublin?

In Dublin gibt es unglaublich viel zu entdecken, sodass die Lage der Unterkunft strategisch ausgewählt werden sollte. Am schönsten wohnt ihr im belebten Viertel Temple Bar, wo der nächste Pub garantiert nur einen Katzensprung entfernt ist und sich die irische Hauptstadt von ihrer charmantesten Seite zeigt. Aber auch auf der anderen Seite des Flusses Liffey, in der Nähe des O´Connell Monuments, befindet ihr euch noch nah genug an allen Sehenswürdigkeiten, genießt dabei jedoch mehr Ruhe abseits vom nächtlichen Trubel in Temple Bar. In jedem Viertel Dublins gibt es jedoch eine Vielzahl gemütlicher oder schicker Hotels für jedes Budget.

Tipp

Im Rahmen einer Pauschalreise nach Dublin lassen sich tolle Kombi-Schnäppchen aus Flug und Unterkunft finden.

Wie komme ich in Dublin von A nach B?

Ein Auto braucht man während eines Wochenendtrips in Dublin auf keinen Fall – es sei denn natürlich, ihr hängt an eure Städtereise noch einen oder viele Ausflüge quer über die Smaragdinsel! Dann können wir euch einen Mietwagen wärmstens empfehlen. In der Stadt hingegen wäre es nicht nur überflüssig, sondern vor allem stressig. Außerdem sind die Parkgebühren in Dublin unglaublich hoch. Zum Glück ist die irische Hauptstadt mit einer halben Million Einwohner vergleichsweise klein, sodass die meisten Sehenswürdigkeiten auch bequem zu Fuß zu erreichen sind.

Flughafentransfer

Vom Flughafen aus bringen euch die Linien 747 und 757 des Airlink Express direkt ins Zentrum von Dublin. Von Montag bis Samstag startet der erste Bus um 5:45 Uhr, und fährt dann alle zehn bis 15 Minuten. Der letzte Bus verkehrt um 0:30 Uhr. An Sonntagen fahren die Busse von 7 bis 0:30 Uhr. 

  • Ihr zahlt für die einfache Fahrt 7 Euro.
  • Der Airlink Express kann auch mit einem Hop-On/Hop-Off-Ticket des gleichen Anbieters kombiniert werden, dann wird es insgesamt billiger.

Straßenbahn

Zwei Straßenbahnlinien verkehren in Dublin. Die rote Linie der sogenannten Luas fährt einmal von Ost nach West und die grüne Linie zwischen Nord- und Süddublin. Dabei werden auch die Vororte bestens angebunden. 

  • Ein Tagesticket kostet 7,30 Euro.

Dart

Der Dublin Area Rapid Transit, kurz Dart, ist das Zugsystem rund um die Hauptstadt. Die Metropolversion der irischen Bahn bindet auch die traumhaften Vorortziele der Umgebung an, sodass ihr verwunschene Schlösser wie das in Malahide oder schicke Küstenstädtchen wie Howth oder Dalkey bequem und mit grandiosen Aussichten erreichen könnt. 

  • Ein 3-Tages-Ticket für die Dart kostet euch 28,50 Euro.

Öffentliche Busse

Natürlich gibt es in Dublin auch ganz normale öffentliche Busse. Ganz so übersichtlich wie ihr es aus Deutschland gewohnt seid, sind die Fahrpläne jedoch leider nicht gestaltet. Der normale Stadtbus wird von der Verkehrsgesellschaft Dublin Bus betrieben. Generell hält der Bus nur auf Zuruf. Nähert sich der Bus, solltet ihr also energisch mit mindestens einer Hand wedeln, sonst kann es schon mal passieren, dass ihr buchstäblich im Regen stehen gelassen werdet.

  • Eine einzelne Fahrt kostet 2,15 Euro und muss passend beim Fahrer bezahlt werden.
  • Tagestickets gibt es für 7 Euro, jedoch nicht im Bus selbst, sondern im Büro in der O’Connell Street.
Tipps

Hop-On/Hop-Off-Bus

Die roten und grünen Doppeldeckerbusse findet ihr mittlerweile in vielen Städten. In Dublin lohnen sie sich vor allem dann, wenn ihr keine Lust habt, die Stadt (besonders bei schlechtem Wetter) zu Fuß zu erkunden. Es gibt 24-, 48- und 72-Stunden-Tickets von verschiedenen Anbietern. Die Busse fahren zwischen 9 und 17 Uhr zu allen bekannten Sehenswürdigkeiten und können im gebuchten Zeitraum beliebig oft genutzt werden. 

Leap Card

Wie fast alle europäischen Metropolen erhaltet ihr auch in Dublin eine wiederaufladbare Smartcard. Die Leap Card ist auf euch registriert, ihr könnt sie mit beliebigen Beträgen aufladen und im Zug, Bus sowie in der Luas nutzen: einfach an die zugehörigen Stationen halten und der Betrag wird abgebucht.

Tagestouren: Dublin in 2 Tagen erkunden

Jetzt habt ihr die notwendigen Basics für euren Urlaub in Dublin und könnt nach Herzenslust die fröhliche irische Metropole erkunden. Um das Beste aus euren 48 Stunden zu machen, haben wir euch zwei optimierte Tagestouren zusammengestellt.

Tag 1

Startpunkt
The Spire
Reine Wegzeit
1 Stunde
Stationen
6 Stationen
Distanz
4 Kilometer
01

The Spire

Die längste Nadel der Welt
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Sie ist mit 121 Metern die höchste Statue der Welt und damit wohl kaum zu übersehen. Das „Monument of Light“, oder einfach nur The Spire (die Spitze), eignet sich wunderbar als Treff- und Orientierungspunkt, um einen Stadtbummel durch Dublin zu beginnen. Nachts ist das Denkmal, das an den IRA-Anschlag von 1966 erinnern soll, beleuchtet, sodass ihr stets den Weg zurück ins Zentrum findet. Praktischerweise fahren außerdem die meisten Buslinien an der Nadel vorbei, sodass ihr bei schlechtem Wetter auch spontan in den nächsten Bus steigen könnt, um zum nächsten Stop, dem Trinity College, zu gelangen.

02

Book of Kells

Tausendjährige Literatur
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Nachdem ihr also die Liffey überquert habt, wartet am anderen Ufer des Flusses das sagenumwobene Book of Kells in der Bibliothek des Trinity College auf euch. Im Book of Kells stehen die vier Evangelien geschrieben. Was es jedoch so besonders macht, sind seine einzigartigen Buchmalereien. Da das Werk bereits über eintausend Jahre alt ist, wird jeden Tag mit äußerster Vorsicht nur eine Seite umgeblättert, die von den Besuchern dann bestaunt werden darf. Wenn ihr euch schließlich vom Anblick dieses einmaligen Kunstwerks losreißen könnt, solltet ihr unbedingt noch einen Abstecher in die alte Bibliothek unternehmen. Im „Long Room“ werden etwa 200.000 der ältesten Bücher des Colleges ausgestellt, die in dem 60 Meter langem Zimmer bis unter die Decke gestapelt sind: ein echtes Muss für jeden Bücherwurm – und ein Schauplatz, der einem „Harry Potter“-Film entsprungen sein könnte.

  • Eintritt: Für Erwachsene kostet der Eintritt 13 Euro, Studenten und Senioren zahlen 11 Euro. Kinder unter 12 Jahren kommen kostenlos in die Ausstellung.
  • Besonders in den Sommermonaten lohnt es sich, die Tickets im Vorfeld im Internet zu buchen, da die Warteschlange an der Kasse sehr lang werden kann.
  • Öffnungszeiten: Von Mai bis September ist die Ausstellung Montag bis Samstag von 8:30 bis 17 Uhr geöffnet, am Sonntag von 9:30 Uhr bis 17 Uhr. In den Wintermonaten zwischen Oktober und April kann das Book of Kells Montag bis Samstag zwischen 9:30 und 17 Uhr bestaunt werden, am Sonntag zwischen 12 und 16:30 Uhr.
03

Molly Malone und Grafton Street

Herzmuscheln und Miesmuscheln
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Nur wenige Meter vom Trinity College entfernt an der Ecke Suffolk Street/Grafton Street befindet sich ein echtes Wahrzeichen von Dublin, dass ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Die Statue von Molly Malone erinnert an eine wunderschöne Dubliner Fischhändlerin, die im 17. Jahrhundert in großer Armut lebte und deshalb nicht nur Fisch, sondern auch ihren Körper verkaufen musste. Durch das alte irische Volkslied "Cockles and Mussels" (Herzmuscheln und Miesmuscheln) wurde Molly auch über die Grenzen von Dublin hinaus berühmt.

  • Das Berühren von Mollys Dekolleté soll Glück bringen, weshalb die Statue für viele ein lohnenswerter Fotostopp geworden ist.
  • Außerdem befindet sich das Dubliner Touristenbüro direkt neben Molly, sie bietet also einen guten Orientierungspunkt, falls ihr euch in der Stadt doch einmal verlaufen solltet.

Nach dem kurzen Besuch bei Molly Malone biegt ihr nun in die Grafton Street ein. Hier befindet sich das Einkaufsparadies von Dublin. Neben alten Traditions-Kaufhäusern und wunderschönen historischen Bauwerken tummeln sich hier auch zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants. Als perfekter Ort für eine kleine Mittagspause könnt ihr einen Abstecher in das berühmte Bewleys Oriental Café machen. Neben außergewöhnlichen Kaffee- und Teekreationen werden hier auch leckeres Gebäck und herzhafte Snacks serviert.

04

St Stephen's Green

Grüne Oase
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Schlendert ihr die Grafton Street bis zum Ende entlang, lauft ihr automatisch auf Dublins hübschesten Park, das St Stephen's Green zu. Zwischen kleinen Teichen und schattenspendenden Alleen bietet sich der Stadtpark wunderbar für eine kleine Verschnaufpause an. Einheimische und Touristen genießen die entspannte Atmosphäre gleichermaßen und in den Sommermonaten kann man häufig Musikkapellen lauschen, die in den Pavillons zur Unterhaltung der Besucher spielen.

05

St. Patrick's Cathedral

Größte Kathedrale Dublins
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Nach diesem erholsamen Spaziergang geht es nun weiter zu einer der Top-Attraktionen der Stadt. Der irische Heilige Patrick höchstpersönlich soll im 5. Jahrhundert in dieser Kirche mit nahegelegenen Quellwasser die Menschen in Dublin getauft und so das Christum in Irland etabliert haben. Die St. Patrick's Kathedrale, wie wir sie heute kennen, stammt allerdings aus dem 13. Jahrhundert und ist die größte Kirche Irlands. Im Inneren des ehrwürdigen Gemäuers können zahlreiche Monumente und Statuen sowie zum Teil kuriose Exponate bestaunt werden. Außerdem befindet sich hier das Grab des Schriftstellers Jonathan Swift ("Gullivers Reisen"), der von 1713 bis 1745 Dekan von St. Patrick's war.

  • Eintritt: Der Eintritt für Erwachsene beträgt 7 Euro. Für Senioren und Studenten gilt der ermäßigte Eintrittspreis von 6 Euro.
  • Öffnungszeiten: Das ganze Jahr über ist die Kathedrale von Montag bis Samstag von bis 9:30 Uhr bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Am Sonntag gelten folgende Zeiten: 9 Uhr bis 10:30 Uhr sowie 12:30 Uhr bis 14:30 Uhr. Von März bis Oktober hat die Kathedrale außerdem jeden Samstag eine Stunde länger geöffnet, also bis 18 Uhr und am Sonntag von 16:30 Uhr bis 18 Uhr.
  • Tägliche Führungen sind im Eintrittspreis enthalten und finden jeweils um 10:30 Uhr, 11:30 Uhr, 14:30 Uhr, 15 Uhr und 15:30 Uhr statt.
Tipp
Wir empfehlen die Teilnahme an einer Führung, die im Eintrittspreis enthalten ist, um mehr über die Geschichte der verschiedenen Ausstellungsstücke zu erfahren.
06

Guinness Storehouse

Absacker mit Aussicht
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Es gehört zu Irland wie Kobolde und grüne Wiesen – Guinness. Im Guinness Storehouse erfahren Liebhaber des schwarzen Bieres eindrucksvoll, wo es herkommt und wie es hergestellt wird. Auf mehreren Etagen ist die Erfolgsgeschichte von Arthur Guinness und seiner Familie ausgestellt und zum Abschluss der Führung solltet ihr selbstverständlich noch ein selbst(!)-gezapftes Guinness in der Panoramabar auf dem Dach mit Blick auf eine der schönsten Brauereistädte Europas genießen.

  • Eintritt: Ein Besuch im Guinness Storehouse kostet 18,50 Euro und beinhaltet ein kostenloses Guinness für Besucher ab 18 Jahren.
  • Öffnungszeiten: Das Guinness Storehouse ist täglich von 9:30 bis 19 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr) geöffnet, im Juli und August sogar bis 20 Uhr.

Wo kann ich in Dublin am besten abends ausgehen?

Auf keinen Fall entgehen lassen solltet ihr euch einen Besuch in einem echten irischen Pub. Im Stadtteil Temple Bar ist die Auswahl riesengroß, sodass sich ein Pub Crawl (also eine Kneipentour) besonders anbietet. In fast jedem Pub spielt abends eine Live-Band, die für ordentlich Stimmung sorgt und wobei es schon mal vorkommen kann, dass buchstäblich auf den Tischen getanzt wird. Abends im Pub beim einem Glas Guinness oder Cider kommt ihr besonders schnell mit den gastfreundlichen Iren ins Gespräch und könnt mit etwas Glück großartige Bekanntschaften machen.


Tipps
Früh sein lohnt sich! Ab 21 Uhr sind viele Pubs schon rappelvoll, da es in Irland noch immer eine Sperrstunde gibt. Unter der Woche ab 23 Uhr und am Wochenende meistens ab 1 Uhr schließen die Bars und es darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden.

Unsere Empfehlungen für die besten Pubs in Dublin:

  • The Brazen Head: herrlich urig und einer der ältesten Pubs überhaupt
  • O’Reilly’s: eindrucksvolles Gewölbe unter dem Bahnhof Tara Street Station
  • The Globe: neben dem Klassiker Guinness punktet der Pub mit seinen Cocktails
  • Sweeney’s Bar serviert neben kühlen Drinks auch grandiose Live-Musik
  • The Stag’s Head wurde nicht umsonst schon häufig als Filmkulisse genutzt und punktet auch mit seinen Getränken und Unterhaltung

Wer sich von der Partylaune der feierfreudigen Iren anstecken lässt, kann es mit einem Nachtclub versuchen. Coole Clubs, beispielsweise Dicey’s und D Two findet ihr in der Harcourt Street. Auch die schmale Gasse Dame Lane ist einen nächtlichen Besuch wert. Im irischen Nachtleben gilt die Altersbeschränkung "ab 21", also den Ausweis nicht vergessen!

Tag 2

Startpunkt
Kilmainham Gaol
Reine Wegzeit
1 Stunde und 1 Stunde Fahrzeit
Stationen
4 Stationen
Distanz
20 Kilometer
01

Kilmainham Gaol

Eindrucksvolle Kulisse
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Absolut sehenswert und ein wichtiger Teil der irischen Geschichte ist auch das ehemalige Gefängnis Kilmainham Gaol. Eröffnet im Jahr 1796, gewährt das Gebäude noch heute imposante Einblicke in den Strafvollzug von vor 200 Jahren. Bis zu fünf Gefangene mussten sich eine finstere, kalte Zelle teilen und sogar Kinder wurden hier für kleine Diebstähle eingesperrt. Die Ausstellung zeigt außerdem, wie eng das Gebäude mit den irischen Unabhängigkeitskämpfen in Verbindung steht: Zahlreiche Männer, die einst hinter diesen Mauern inhaftiert waren, gelten heute als bedeutende Nationalhelden, die die Unabhängigkeit Irlands möglich machten.

  • Eintritt: Der Besuch des alten Gefängnisses kostet 8 Euro für Erwachsene. Kinder und Studenten zahlen nur die Hälfte.
  • Öffnungszeiten: Im April, Mai und September hat das Museum regulär von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In den Sommermonaten von Juni bis August verlängert sich die Öffnungszeit um eine Stunde von 9 bis 19 Uhr. Von Oktober bis März kann das ehemalige Gefängnis zwischen 9:30 Uhr und 17:30 Uhr besucht werden.
02

Old Jameson Distillery

Ein Whiskey am Morgen?
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Nachdem ihr am Abend zuvor vielleicht schon das ein oder andere irischen Nationalgetränk gekostet habt, darf ein Abstecher in die Old Jameson Distillery in der Bow Street nicht fehlen. Während einer Führung durch die alte Destillerie erfahrt ihr jede Menge zur Geschichte des Gebäudes und natürlich über die Herstellung von Whiskey. Am Ende könnt ihr schließlich auch einen edlen Tropfen verkosten.

  • Eintritt: Für eine geführte Tour mit anschließender Verkostung zahlen Erwachsene 20 Euro.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm: Bei einer Morning Tour könnt ihr 3 Euro sparen, sie kostet nur 17 Euro.
  • Öffnungszeiten: Die Destillerie ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, am Freitag und Samstag sogar bis 20 Uhr.
  • Am Sonntag darf per Gesetz aber erst nach 12:30 Uhr Alkohol ausgeschenkt werden.
03

Dublin Castle

Bunt trifft Prunk an einem Bollwerk
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Ein weiteres Must-See für Fans irischer Geschichte ist das alte Dublin Castle. Wer jedoch ein echtes Märchenschloss mit zierlichen Türmen und kunstvollen Fenstern erwartet, der wird eventuell enttäuscht sein. Von außen erinnert es eher an ein militärisches Bollwerk, das im Mittelalter tatsächlich zwischenzeitlich als Gefängnis genutzt wurde. Werft ihr allerdings einen Blick ins Schloss hinein, ist davon heute nichts mehr zu sehen. Prunkvolle Säle mit wunderschönen Möbeln und die herrliche Schlosskapelle erwarten euch und versprühen doch noch etwas märchenhaftes Flair. Es ist also nicht verwunderlich, dass die irische Regierung das Dublin Castle auch heute noch gern für Staatsempfänge und die Vereidigung ihres Präsidenten nutzt. 

  • Eintritt: 4,50 Euro zahlen Erwachsene, um sich das alte Gemäuer ansehen zu können. Studenten und Senioren sparen einen Euro und zahlen nur 3,50 Euro. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei und für Kinder bis 12 Jahre gilt ein ermäßigter Preis von 2 Euro.
  • Öffnungszeiten: Das Schloss kann täglich zwischen 10 Uhr und 16:45 Uhr besichtigt werden, an Sonn- und Feiertagen öffnet es seine Tore erst ab 12 Uhr.
Tipps
  • Das volle Kontrastprogramm zum monumentalen Dublin Castle ist die Reihe kunterbunter Häuser in der Ship Street.
  • Im Inneren des Dublin Castle befindet sich ein wahrer Geheimtipp: Die Chester Beatty Library ist Bibliothek und Museum in einem. Nicht ohne Grund gilt die Sammlung antiker und mittelalterlicher Schriften als eines der besten Museen Europas.
  • Da das Dublin Castle ab und an auch für Staatsempfänge, Konferenzen und sonstige Veranstaltungen genutzt wird, sollten sich Besucher vorher informieren, ob das Schloss tatsächlich planmäßig geöffnet hat.
04

Howth

Auf ins Grüne!
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Wer nur ein Wochenende in Dublin verbringt, der sollte sich und der Seele eine Auszeit im Grünen gönnen. Perfekt dafür eignet sich der nördlich der Stadt gelegene Küstenort Howth. Mit der Dart seid ihr in weniger als einer Stunde auf der saftig-grünen Halbinsel und landet mitten im Bilderbuch-Irland: Malerische Häuschen mit bunt bepflanzten Fenstern säumen die Straßen, im Hafen reihen sich Fischimbisse an hübsche Pubs, während im Wasser Kutter und Jachten ankern.

Wenn ihr Lust auf etwas Bewegung inklusive einer frischen Seebrise und Ausblicken wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Film habt, gibt es nur einen richtigen Weg für euch: den Howth Cliff Walk. Der sechs Kilometer lange Pfad führt vorbei an atemberaubenden Villen mit Seeblick und immer an der Steilküste entlang bis zum wunderschönen Leuchtturm.

Weitere Tipps für ein verlängertes Wochenende in Dublin

  • Obwohl die irische Küche nicht unbedingt für kulinarische Glanzleistungen bekannt ist, solltet ihr trotzdem ein paar Nationalgerichte probieren. Irish Stew zum Beispiel, ein Eintopf mit Kartoffeln und Lammfleisch schmeckt nämlich tatsächlich unglaublich gut und wird auch häufig in preisgünstigeren Pubs serviert.
  • Wer etwas länger in Dublin bleibt, sollte einen Halbtagesausflug zum Hill of Tara unternehmen. Etwa 40 Minuten von der Hauptstadt entfernt, steht hier der einst legendäre Sitz der irischen Hochkönige. Übrig geblieben ist ein über 5000 Jahre altes Hügelgrab dem noch immer ein mystischer Zauber innewohnt und von Besuchern besichtigt werden kann.
  • Kulturfans können in Dublin noch weit mehr Museen besuchen: Das National Museum befindet sich an drei Standorten in der Stadt und bietet unterschiedliche Themenbereiche.
  • Naturliebhaber finden im Phoenix Park, einem der größten innerstädtischen Grünanlagen weltweit, einen Zoo, hübsche Cafés sowie eine halbwildlebende – aber sehr zutrauliche – Herde Damhirsche.
  • Ein absolutes Muss für alle, die mehr Zeit zur Verfügung haben, ist der Botanische Garten Dublins, der als einer der schönsten in Europa gilt.
  • Ausflügler sollten sich den idyllischen Nationalpark Wicklow Mountains nicht entgehen lassen. Besondere Highlights in dem 25 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegenden Gebiet sind, neben den unendlichen Weiten und sanften Hügeln, das Gutshaus Powerscourt und der gleichnamige Wasserfall. Wer es sportlich mag, kann im Küstenstädtchen Bray die kleine Wanderung zum mystisch überwucherten Hausberg Bray Head unternehmen.
  • George’s Street Arcade ist eine Markthalle im viktorianischen Stil, in der ihr einzigartige Souvenirs und Antiquitäten finden könnt.
  • Tipp für einen Spaziergang: Entdeckt Dublin auf dem Wasserweg, indem ihr an der Ha’Penny Bridge beginnend den Steg am linken Flussufer entlanglauft. An der futuristischen Sean O’Casey Bridge überquert ihr die Liffey und lauft weiter am Ufer durch den maritim-industriellen Hafenstadtteil Ringsend bis es nicht mehr weitergeht – und ihr landet mitten in der Dublin Bay am Poolbeg Leuchtturm. Mit etwas Glück gibt es hier Robben zu beobachten!

Kostenüberblick für ein Wochenende in Dublin

  • Schon ab 50 Euro bietet Ryanair Hin- und Rückflug von allen großen deutschen Flughäfen in die irische Hauptstadt an.
  • Eine Übernachtung im Doppelzimmer kostet im Durchschnitt zwischen 100 Euro und 150 Euro pro Nacht. Wer früh bucht, kann auch ein Zimmer für 80 Euro pro Nacht ergattern.
  • Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich in Dublin bequem zu Fuß erreichen. Sollte der Weg doch mal länger sein, kostet ein einfaches Busticket 2,15 Euro. Alternativ könnt ihr ein Hop-on/Hop-off-Ticket kaufen. Die roten und grünen Doppeldeckerbusse bringen euch ohne Umwege zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Ein 24-Stunden-Ticket gibt es ab 17 Euro.
  • Das Essen in Irland ist im Vergleich zu Deutschland eher teuer. Fish and Chips gibt es bei kleinen Imbissbuden aber schon für weniger als 10 Euro. Sparen könnt ihr in den meisten Restaurants außerdem, wenn ihr nach sogenannten Early-Bird-Angeboten Ausschau haltet. Zwischen 17 und 19 Uhr werden dann nämlich viele Gerichte zu günstigeren Preisen angeboten.
  • Für den Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dublin solltet ihr zusätzliche 50 bis 60 Euro einplanen.
Fazit
Ein Wochenende im quirligen Dublin lohnt sich zu jeder Jahreszeit und besonders in der Nebensaison ist die Stadt weniger touristenüberlaufen als in den Sommermonaten. Je nachdem, welche Ansprüche ihr an euren Städtetrip nach Dublin stellt, könnt ihr bereits ab 250 Euro in der irischen Hauptstadt zwei ereignisreiche Tage verbringen.

Stand aller Preisangaben: März 2019.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Adele Baltuttis

Von großen Städten voller Leben, bunten Kulturangeboten und gutem Essen fühlte ich mich schon immer magisch angezogen. Aber auch zu einem Wanderausflug durch die Rocky Mountains oder einen Tag am weißen Sandstrand würde ich nie Nein sagen. Als Mitarbeiterin in der Online-Redaktion von CHECK24 möchte ich den einen oder anderen mit meinem Reisefieber anstecken.