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Reisewarnung für Corona-Risikogebiete endet – was bedeutet das?

News: Auswärtiges Amt - Emotion
© photothek / Auswärtiges Amt

„Ist mein Urlaubsort sicher?“ Insbesondere bezüglich politischer, gesundheitlicher oder klimatischer Veränderungen im Ausland herrscht bei dieser Frage oft Unsicherheit. Offiziell wird unterschieden zwischen Reisehinweisen und Sicherheitshinweisen sowie Teilreisewarnung und Reisewarnung. Auf dieser Seite erfahren Reisende die Unterschiede sowie Informationen über verlässliche Aussagen zur Sicherheit im Urlaub.

Corona-Reisewarnungen
Das Auswärtige Amt weist Reisewarnungen aus, die sich auf die Einschätzung der Corona-Risikolage durch das Robert Koch-Institut stützen. Mit dem 1. Juli 2021 greifen dabei bestimmte Neuerungen, über die wir Sie weiter unten auf dieser Seite informieren.


Wer beurteilt die Sicherheitslage im Ausland?

In den Medien wird der Begriff „Reisewarnung“ viel zu häufig und oftmals falsch verwendet. Mit einer offiziellen Reisewarnung hat das meist nichts zu tun und in den Urlaubsregionen des betroffenen Landes besteht keine Gefahr. Verbindliche Informationen über die Sicherheitslage in einem bestimmten Land bietet nur das Auswärtige Amt. In den Reise- und Sicherheitshinweisen auf der Website des Auswärtigen Amts erfahren Touristen, welche Länder und Regionen gefahrlos bereist werden können. Die Behörde bewertet die Sicherheitslage aller Länder permanent. Kommt es zu Veränderungen in einem Staat oder in bestimmten Regionen, spricht das Auslandsamt Hinweise oder Warnungen aus.

Was sind Reisehinweise?

Die Reisehinweise des Auswärtigen Amts enthalten Informationen rund um das Land, die für Touristen relevant sind. Das schließt insbesondere Einreisebestimmungen, Zollvorschriften, strafrechtliche Vorschriften, medizinische Hinweise sowie weitere Besonderheiten eines Landes ein.

Was sind Sicherheitshinweise?

Die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts machen auf Risiken im betreffenden Land für Reisende und Deutsche im Ausland aufmerksam. Je nach aktueller Einschätzung kann in den Sicherheitshinweisen die Empfehlung enthalten sein, Reisen einzuschränken oder darauf zu verzichten.

Was ist eine Reisewarnung?

Eine Reisewarnung wird durch das Auswärtige Amt ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass für Reisende eine konkrete Gefahr für Leib und Leben im betreffenden Land droht. Gegebenenfalls wird nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt, dann wird von einer Teilreisewarnung gesprochen. Deutsche mit Wohnsitz im betroffenen Land oder Gebiet werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert. Übrigens: Die Reisewarnung ersetzt den Reisehinweis. Wird also eine Reisewarnung ausgesprochen, hat diese eine höhere Wertigkeit als bestehende Hinweise.


Folgen einer Reisewarnung

Darf man trotz bestehender Reisewarnung noch reisen?

Die Reisewarnung ist kein Reiseverbot. Niemand ist gezwungen, nach Deutschland zurückzukehren oder nicht mehr ins Ausland zu reisen. Individualreisen können theoretisch angetreten werden, Pauschalreisen werden meist seitens der Veranstalter abgesagt. 


Kostenlos umbuchen oder stornieren bei Reisewarnung

Eine gebuchte Reise kann stets umgebucht oder storniert werden, allerdings muss in jedem Fall mit Gebühren gerechnet werden. Auch bei einer Reisewarnung besteht kein pauschales Recht auf eine kostenlose Umbuchung. Entscheidend ist, ob zum Zeitpunkt der Buchung bereits eine Reisewarnung bestand oder ob diese erst bei bestehender Buchung ausgerufen wurde. Für Möglichkeiten zur kostenlosen Stornierung oder Umbuchung muss demnach in jedem Fall juristisch geklärt werden, ob sogenannte unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände (früher: höhere Gewalt) wie Naturkatastrophen und politische Unruhen oder eine erhebliche Gefährdung vorliegen. Ist dies der Fall, können Pauschalreisende von ihrer Buchung kostenfrei zurücktreten oder diese ändern. 

Als Faustregel gilt also: 

  • Liegt eine Reisewarnung vor, können Urlauber eine kostenlose Umbuchung ihrer bestehenden Buchung beim Veranstalter anfragen.
  • Bei ungewisser Sicherheitslage im Zielgebiet zeigen sich Veranstalter häufig kulant und bieten auch ohne Reisewarnung die Möglichkeit an, kostenfrei ein neues Urlaubsziel zu wählen. Reisende sollten sich an Ihren Reiseveranstalter wenden oder – wenn Sie bei uns gebucht haben – können Sie auch den CHECK24-Kundenservice kontaktieren.
Übrigens
Grundlegend für eine Option zur kostenlosen Umbuchung oder Stornierung sind nur Reisewarnungen, nicht die Reise- und Sicherheitshinweise.

Was gilt es beim Reisen trotz Reisewarnung zu beachten?

Bei einer Reisewarnung ist mit einem erheblichen Risiko vor Ort im Zielgebiet zu rechnen. Dieses ist abhängig von der Art der Gefährdung, beispielsweise Naturkatastrophen, gesundheitliche Notstände oder politische Unruhen. Es besteht zudem die Gefahr, dass eine Rückkehr nach Deutschland nur erschwert oder gar nicht möglich ist, wenn es beispielsweise zum Erliegen des Flugverkehrs oder Schließung der Grenzen kommt.

Durch eine Reisewarnung entstehen erhebliche reiserechtliche Folgen. Wer trotz bereits bestehender Reisewarnung Urlaub bucht, nimmt das Risiko in Kauf und sollte folgende Hinweise beachten:

  • Eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich.
  • Die Auslandskrankenversicherung kann die Erstattung von Behandlungskosten vor Ort verweigern.
  • Die Reiserücktrittsversicherung greift im Fall einer Reisewarnung nicht.


Ende der Reisewarnung für Corona-Risikogebiete

Bislang gibt das Auswärtige Amt automatisch eine Reisewarnung heraus, sobald ein Land oder eine Region seitens des Robert Koch-Instituts als Corona-Risikogebiet eingestuft wird. Dabei gibt es verschiedene Risikolevel:

  • Risikogebiet: Länder oder Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen
  • Hochinzidenzgebiet: Risikogebiete mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen
  • Virusvariantengebiet: Risikogebiete mit Verbreitung bestimmter Mutationen des Coronavirus SARS-CoV-2
Mit dem 1. Juli 2021 entfällt die automatische Reisewarnung für „normale“ Risikogebiete mit einer Inzidenz zwischen 50 und 200. Für Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete bleibt die Reisewarnung bestehen.

Was bedeutet das für Urlauber?

  • Statt vor touristischen Reisen zu warnen, wird dann nur noch um „besondere Vorsicht“ beim Reisen gebeten
  • Obwohl die Reisewarnung für fast 100 Staaten entfällt, kann die Inzidenz weiterhin hoch sein
  • Kostenlose Stornierung und Umbuchung von Reisen ist ohne Reisewarnung nicht mehr möglich, da hierfür in der Regel die Reisewarnung wegen „höherer Gewalt oder erheblicher Gefährdung“ zugrunde liegt (Stornierungen und Umbuchungen erfolgen dann nur nach AGB der Veranstalter)
  • Reiseversicherungen, die bei einer Reisewarnung nicht greifen, müssen auch dann wieder zahlen, wenn Urlauber in einem Risikogebiet erkranken oder verunfallen (sofern die Versicherung dies nicht ausdrücklich in den AGB ausschließt)