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Trotzdem fortfahren

Erdbeben erschüttern Lombok und Bali

Erneut wurde die Inselwelt Indonesiens von schweren Erdbeben erschüttert. Auf Lombok bebte bereits am Dienstag und Mittwoch die Erde zweimal stark. Laut dem Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam hatten die Erdstöße eine Stärke von 4,7 und 4,9 auf der Richterskala. Am Donnerstag erschütterte zudem ein rund fünf Sekunden langes Beben der Stärke 4,9 die Nachbarinsel Bali.
Das Epizentrum lag laut GFZ zwar rund 80 Kilometer südlich von Bali, rund 89 Kilometern unter dem Meeresboden. Medien- und Twitterberichten zufolge waren die Erschütterungen jedoch auch deutlich in der Hauptstadt Denpasar und den südlichen Urlaubsregionen auf Bali zu spüren. Schäden oder Verletzte wurden keine gemeldet.

Ganz anders auf der Nachbarinsel Lombok. Nach mittlerweile 40 Erdbeben binnen der letzten vier Wochen, ist die Zahl der Toten laut Branchenmagazin FVW auf 555 gestiegen. 77.000 Häuser seien dadurch zerstört worden, fast 400.000 Einwohner mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

Die Inselwelt Indonesiens gilt als eine der aktivsten Erdbebenregionen der Welt, da sie sich auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring befindet. Eine derartige Häufung von Beben ist jedoch auch hier ungewöhnlich. Generell scheint die Erde 2018 besonders stark in Bewegung zu sein. Bereits im Januar bebte auf Hawaii die Erde heftig, später brachen hier mehrere Vulkane aus, weshalb sogar ein Nationalpark gesperrt werden musste. Zuletzt erschütterte am Dienstag, 21. August 2018, ein besonders starkes Erdbeben (7,3) die Atlantikküste Venezuelas.