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Im Land unendlicher Vielfalt: 10 Gründe für eine Abenteuer-Reise nach Tansania

Tansania: Savanne Ballon Emotion

Hakuna Matata – den meisten wohl bekannt aus König der Löwen, ist dieser Spruch nicht nur eine Filmweisheit, sondern das Lebenscredo der Tansanier. Es bedeutet übersetzt so viel wie „Keine Sorge“, „Kein Problem“ oder auch „Alles wird gut“ und steht für das innere Gefühl, Dinge locker zu sehen und das Leben so zu nehmen, wie es kommt. Dieses Motto begleitet euch durch das ganze Land, denn eine Reise nach Tansania ist vielseitig, aufregend und oft unvorhersehbar – eben ein echtes afrikanisches Abenteuer: Hier erfahrt ihr zehn Gründe, warum sich eine Reise nach Tansania so sehr lohnt.

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Mosaik afrikanischer Kultur

Massai, Sukuma und Buschmannvölker
Tansania: Volk Frauen© CHECK24/Galle

Mit buntem Perlenschmuck behangen und Schuhen aus alten Motorradreifen an den Füßen, lächeln euch die jungen Massai in ihren roten Gewändern an. Obwohl lediglich knapp drei Prozent der über 50 Millionen Einwohner Tansanias dieser Volksgruppe angehören, begegnen sie euch nahezu überall. Ob Massai, Sukuma, Makonde oder Chagga – die Stämme sind heute im ganzen Land vertreten, die Grenzen ihrer Lebensräume aufgelöst. Nur vereinzelt leben sie zurückgezogen, wie die Jäger und Sammler des Hadzabe Buschmannvolks.

Stolz auf ihre Herkunft sind sie jedoch alle. Bei über 130 Völkern, die 125 verschiedene Sprachen sprechen, ist es bemerkenswert, dass das Zugehörigkeitsgefühl der einzelnen Stämme keine Konflikte bringt – im Gegenteil: Es stärkt ihre Identität und macht Tansania zu einer vielfältigen Gemeinschaft mit einer außergewöhnlichen Willkommenskultur!

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Inselparadies Sansibar

Palmen, weißer Sand und das Gefühl aus 1001 Nacht
Tansania: Sansibar Strand© CHECK24/Galle

Ein karibisches Paradies auf afrikanischem Boden mit arabischem Flair – so ließe sich das wunderschöne Sansibar Archipel vor der tansanischen Küste am ehesten beschreiben. Bei ihrer Einzigartigkeit und Vielseitigkeit bietet die Inselgruppe ein paar absolute Tansania-Highlights. Die feinen weißen Sandstrände können sich durchaus mit den schönsten der Welt messen – türkisfarbenes Wasser, seichte, rauschende Wellen und Kokospalmen, die sich im warmen Wind neigen. Farbenfrohe und belebte Korallenriffe warten in glasklarem Wasser beim Schnorcheln und Tauchen darauf, von euch entdeckt zu werden. An den Küsten lassen sich oft spielende Kinder, Muscheln sammelnde Frauen oder nach Oktopussen suchende Männer beobachten. Der Blick aufs Meer bietet zudem immer auch ein oder zwei kleine Dhows mit weißen Segeln, auf denen Einheimische der traditionellen Fischerei nachgehen.

Tipps für euren Aufenthalt auf Sansibar:

  • Atemberaubende Strände: Nakupenda, Nungwi und Paje gelten als die schönsten Strandabschnitte der Hauptinsel Ugunja.
  • Unesco-Weltkulturerbe Stone Town: Die Ruinen der aus Korallenkalkstein erbauten Gebäude und Häuser in Sansibar-Stadt verzaubern mit einem Stilmix aus europäischer, afrikanischer und arabischer Baukunst.
  • Sansibars Kochkunst: Auf dem Forodhani Food Markt könnt ihr euch durch die orientalisch-afrikanische Küche probieren. Wir empfehlen gegrillten Fisch, marinierte Fleischspieße und eine Suppe der kulinarischen Meisterklasse: Die Urojo Zanzibar-Mix Suppe aus Mangopüree, Tamarinde und verschiedenen Toppings ist ein echtes Geschmackserlebnis.
  • Unterm Sternenhimmel tanzen: Nahezu jeden Samstag nach Vollmond veranstaltet das Kendwa Rocks Hotel die Zanzibar Full Moon Party, zu der die ganze Insel eingeladen ist.
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Auszeit am Viktoriasee

Bootsfahrten, Zeltabenteuer und traditioneller Fischfang
Tansania: Viktoriasee

Mit einer Fläche von rund 69.000 Quadratkilometern ist der Viktoriasee der größte See Afrikas und der drittgrößte der Welt. Wie am Meer geht die Sonne am Abend in leuchtender Röte am Horizont über dem Wasser unter, bis die Sterne über Afrika am schwarzen Himmel zu funkeln beginnen. Das leichte Patschen der seichten Süßwasserwellen wirkt beruhigend und hilft bei einer Nacht im Zeltschnell in den Schlaf zu finden. Tagsüber könnt ihr den See dann auf einem Boot oder in einem Kanu erkunden, den traditionellen Fischern bei ihrer Arbeit zusehen oder die vielen verschiedenen Tiere im Rubondo-Island-Nationalpark beobachten. Mit etwas Glück entdeckt ihr auch ein paar Flusspferde im Schilf!

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Abenteuer Unterwegs-Sein

Wenn der Weg das Ziel ist
Tansania: Straße Jeep Affen

Eine Reise nach Tansania ist nicht schwer – eine Reise durch Tansania dafür etwas mehr: Bei unbefestigten Straßen, öffentlichen Verkehrsmöglichkeiten, die das Wort Transportmittel neu definieren und Uhren, die sich stets etwas langsamer drehen, ist das Unterwegs-Sein in Tansania ein ganz eigenes Erlebnis und hin und wieder ein echtes Abenteuer. Durch die Lüfte bringen euch aufregende Flüge in einer kleinen Cessna-Maschine und auf den Straßen habt ihr überwiegend die Wahl zwischen einem Piki-Piki, dem typischen Motorrad-Taxi, und einem Dala-Dala, dem mehr als kuschligen und mit afrikanischer Musik immer gut beschallten Stadt-Minibus. In beiden Fällen kommt ihr den Tansaniern ganz nah und lernt das afrikanische Zusammengehörigkeitsgefühl auf besondere Weise kennen.

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Atemberaubende Naturvielfalt

Durch Regenwälder, Savannen und Bergen
Tansania: Berge Natur© CHECK24/Galle

Mit 16 Nationalparks, dem höchsten Gebirge und dem größten See Afrikas ist Tansania ein Land der landschaftlichen Superlative. Hier packt euch die Wanderlust. Weite Buschlandschaften und tropische Wälder, riesige Wasserfälle und verschlungene Mangrovensümpfe, sattgrüne Berge und schneebedeckte Gipfel – die Naturvielfalt kennt keine Grenzen und so führen euch fernab der Zivilisation eindrucksvolle Wanderwege zu den schönsten Orten des Landes.

Tipps für unvergessliche Momente beim Wandern:

  • Udzungwa National Park: Die Aussicht vom höchsten Plateau der Sanje Wasserfälle ist atemberaubend: 170 Meter fällt das Wasser über drei Stufen in die Tiefe. Hierher wandert ihr mit einem privaten Tourguide durch den teils tropischen Regenwald, während er euch einige der knapp 2.500 Pflanzen-, 400 Vogel- und sechs verschiedenen Affenarten zeigt.
  • Uluguru Mountains: Spektakulär bewachsen und mit einem kühlenden Nebelschleier über ihren Gipfeln bietet die Gebirgskette in der Region Morogoro einen fantastischen Fluchtpunkt aus dem heißen und städtischen Flachland. Folgt einfach den vielen Wegen und Trampelpfaden hinauf, lauft den einheimischen Frauen hinterher oder fragt euch bei den Bewohnern der kleinen Häuschen und Kindern der kleinen Schulen bis nach oben durch.
  • Usambara Mountains: Dieses wunderschöne Gebirge ragt im Nordosten Tansanias empor und begeistert mit traumhaften Ausblicken. Ihr wandert durch malerische Berglandschaften an süßen Dörfern vorbei und schlaft bei einer Mehrtagestour in kleinen Gasthäuschen oder auch einmal in den Hütten der Einheimischen. Ein beliebter und gut geeigneter Startpunkt für letzte Besorgungen ist das Städtchen Lushoto.
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Duftende Kaffee- und Teeplantagen

Wertvolle Reichtümer in braun, schwarz und grün
Tansania: Kaffee Massai

Saftige Kaffeeplantagen statt staubige Savannen? Im trockenen Afrika unvorstellbar – doch das milde Klima um den Kilimandscharo und der vulkanische Boden bieten perfekte Bedingungen für den Anbau der beliebten Bohne. Auch als braunes Gold bezeichnet, werden die Bohnen in Tansania zu echten Hochklasse-Kaffees verarbeitet. Überall im Land befinden sich große Coffee-Estates, die ihr besichtigen und deren Kaffeesorten ihr je nach Geschmack verköstigen könnt. Auch Tee wird in Tansania angebaut – schwarzer und grüner. Wenn ihr in den Regionen um Tanga im Nordwesten, Iringa im Südosten oder in den schönen Usambara Bergen unterwegs seid, könnt ihr den Duft der Pflanzen schon von weitem riechen.


Souvenir-Tipp
Die vollmundig-würzige Geschmacksnote der Tansania AA Arabica Kaffee-Röstung ist weltweit sehr beliebt und eignet sich hervorragend als kleine Aufmerksamkeit für die Lieben zuhause.
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Kilimandscharos Wege

Dem Himmel ganz nah
Tansania: Kilimandscharo

5.895 Meter ragt das höchste Bergmassiv Afrikas in die Höhe. Majestätisch thront es über den endlosen Weiten des goldenen Graslands Tansanias und zieht Bergsteiger aus aller Welt mit einer atemberaubenden Aussicht über den Kontinent magisch an. Auch ihr solltet euch diesen unvergesslichen Trip durch die abwechslungsreiche Natur nicht entgehen lassen. Je nach Fitnesslevel gibt es unterschiedliche Trails, die alle ihre ganz eigenen Höhepunkte bieten.

Die Routen im Überblick:

  • Machame Route: Durch Regenwald, Moor und Steinwüsten bringt euch diese abwechslungsreiche,beliebteste mittelschwere Route nach circa 62 Kilometern nach oben.
  • Lemosho Route: Vergleichsweise schwierig und anspruchsvoll, dafür jedoch landschaftlich besonders beeindruckend: Die rund 70 Kilometer bis nach oben führen durch Regenwald und interessante Buschlandvegetationen.
  • Rongai Route: Dieser circa 73 Kilometer lange und mäßig schwere Weg bietet fantastische Aussichten und eine besondere Artenvielfalt bei eher gleichbleibender Landschaft.
  • Umbwe Route: Als schwerste, mit rund 53 Kilometern aber auch die kürzeste Route, ist dieser Weg zum Gipfel erfahrenen Bergsteigern zu empfehlen, die Herausforderungen in der Natur suchen.
  • Marangu Route: Diese etwa 72 Kilometer lange Route überzeugt durch wenig steile Wegen mit vielen, kleinen Hütten und weiten Blicken auf unterschiedliche Vegetationen. Sie gilt als die Einfachste, darf in ihren Höhen allerdings nicht unterschätzt werden.
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Spannende Safari-Abenteuer

Auf der Suche nach Simba, Pumbaa und Zazu
Tansania: Savanne Löwen© CHECK24/Galle

Die Löwin schleicht langsam und geduckt durch das hohe goldene Gras. Vorsichtig pirscht sich die erfahrene Jägerin an das kleine Jungtier der Gnu-Herde heran und dann geht plötzlich alles ganz schnell. Ein aufregender Moment und ihr seid ganz nah dabei, wenn die Mutter ihre Beute nach Hause bringt. Das ist Afrika – einmal im Leben sollte sich jeder auf die Suche nach den Big Five begeben, ob in Südafrika oder eben hier im wilden Tansania: Während Elefanten, Büffel und Löwendamen leicht zu finden sind, ruhen sich die bemähnten Könige der Savanne oft auf hohen Felsen oder im dichten Gebüsch aus. Dort verstecken sich auch unsere letzten Nashörner und Leoparden geben sich ähnlich schwer zu erkennen. Manchmal verrät sie aber ihr langer gemusterter Schwanz, der von einem Ast am Baum herunterhängt.

Die schönsten Nationalparks und ihre Highlights im Überblick:

  • Serengeti: atemberaubende Savannenlandschaft, höchste Tierdichte, Gnuwanderung
  • Ruaha Nationalpark: Große Elefantenherden, tausende Pflanzenarten, Ruinen von Isimila
  • Katavi Nationalpark: Katuma und Katavi Fluss, Wanderungen, Wasserfälle, Wälder, Sümpfe, Tamarindbäume, Flusspferde, Krokodile
  • Ngorongoro Krater: Beeindruckende Kraterlandschaft, fantastische Ausblicke, Olduvai Schlucht mit ältesten menschlichen Knochenfunden
  • Tarangire: Riesige Baobab Bäume, große Elefantenherden, hunderte Vogelarten
  • Selous Nationalpark: große Seen und Flüsse, Vulkane und heiße Quellen, eindrucksvolle Felsformationen, afrikanische Wildhunde
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Lebendige Straßen und Märkte

Zwischen Großstadtdschungel und Kleinstadtcharme
Tansania: Markt

Daressalam gilt als geheime Hauptstadt Tansanias. Laute Menschenmengen tummeln sich im Trubel auf den Straßen – doch wenn euch auf dem Markt der Duft feiner Gewürze in der Nase kitzelt und ihr mit einer gegrillten Cassavawurzel vom Straßenrand am Coco Beach entlang spaziert, hat sich die Aufregung schnell gelegt. Die Großstädte leben durch ihre kulturelle Vielfalt: Stammesanhänger in traditionellen Gewändern stehen ebenso neben hippen Studenten an der Haltestelle wie smarte Geschäftsmänner neben Müttern, die ihre Babys in bunten Tüchern tragen. Auch in den kleineren Orten wie Arusha und Iringa ist noch einiges los. Ihren Charme macht schließlich die Mischung aus urbanem Lebensstil und beruhigendem Kleinstadtflair aus. Hier reihen sich süße Cafés an moderne Bars und authentische Wellblech-Märkte, auf denen Einheimische den Maisbrei Ugali, das Fastfood-artige Pommes-Omelett Chipsi Mayai und interessantes Bananenbier anbieten.

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Die Geschichte Deutsch-Ostafrikas

Auf den Spuren der Kolonialzeit
Tansania: Sansibar Stone Town

Auffällige Uhrentürme inmitten kleiner Verkehrsinseln, prunkvolle Gerichts- und Verwaltungsgebäude im Kolonialstil und deutschsprachige Aufschriften an alten Hauswänden und wildbewachsenen Gemäuern – das alte Deutsch-Ostafrika ist noch immer spürbar. Wie das Mkwawa Memorial Museum in Iringa oder das Maji Maji Memorial Museum in Songea berichten Museen und Denkmäler im ganzen Land über Schlachten und Auseinandersetzungen der deutschen Kolonialmacht mit den ostafrikanischen Völkern, erzählen aber auch über die wirtschaftlichen Errungenschaften und positiven Veränderungen durch diese Zeit.


Übrigens
Die Schauplätze der Geschichte deutsch-afrikanischer Machtkämpfe sind zwar keine typischen Sehenswürdigkeiten, umso wichtiger sind sie jedoch, um die Entwicklung des Landes zu verstehen. Die Tansanier sind übrigens nicht nachtragend oder gar feindselig: Aufgeschlossen und herzlich antworten sie auf die Frage nach ihrer Einstellung zu deutschen Touristen und der gemeinsamen Vergangenheit mit einem selbstverständlichen Hakuna Matata.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Natalie Galle

Auf der Suche nach Abenteuern, faszinierenden Orten und interessanten Menschen zog ich durch die Dörfer Papuas, wanderte entlang balinesischer Reisterrassen und entspannte an den schönsten Stränden Mosambiks. Ich möchte meine Erfahrungen teilen und liebe es, Worte in anschauliche Bilder zu verwandeln. Im Reiseteam von CHECK24 wird diese Leidenschaft zur Berufung. Meine Beiträge und Berichte stecken voller Entdeckungsdrang und sollen auch andere für die vielen Facetten unserer Erde begeistern.