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Das müssen Reisende zum Corona-Test wissen

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Wer Urlaub im Ausland gemacht und sich dabei in den letzten 14 Tagen vor der Rückkehr nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist nach der Einreise zu einem Corona-Test verpflichtet. Dabei sind die organisatorischen Hürden kleiner als vielleicht angenommen: Mit Test-Stationen an den Grenzen und Flughäfen sowie kostenfreien Tests binnen zehn Tagen für Rückkehrer aus Risikogebieten unterstützen die Behörden dabei, sich und andere abzusichern. Wie genau Reisende für einen Corona-Test vorgehen müssen, erfahren Sie hier.

 


1. Welche Testarten gibt es?

Derzeit gibt es zwei etablierte Testverfahren zur Feststellung einer Corona-Infektion. Die bei Reisenden am häufigsten durchgeführte Variante ist der sogenannte PCR-Test („Polymerase-Chain-Reaction-Test“), bei der die Erreger mithilfe von Schleimhaut-Abstrichen nachgewiesen werden. Der PCR-Test kommt zum Beispiel in den Testzentren an den Flughäfen bei Urlaubsheimkehrern zum Einsatz.

Darüber hinaus gibt es einen Antikörpertest, für den eine Blutprobe notwendig ist. Da die Antikörper erst mehrere Tage nach dem Auftreten der Symptome nachweisbar sind, wird dieser Test meist angewandt, um eine bereits fortgeschrittene Infektion mit dem Coronavirus zu identifizieren.

Zwischenzeitlich bieten verschiedene Firmen auch Schnelltests an, die Privatpersonen zuhause durchführen können. Deren Zuverlässigkeit ist allerdings, je nach Produkt, umstritten.

 

2. Wie laufen die Tests ab?

Bei der am häufigsten durchgeführten Testform, dem PCR-Test, werden mit einem Tupfer aus dem Rachen und/ oder der Nase per Abstrich Zellproben von der Schleimhaut entnommen. Der Vorgang ist in der Regel schmerzlos. Die Probe wird zur Diagnostik an ein dafür ausgerüstetes Labor gesandt, wo Wissenschaftler sie auf eventuell enthaltene Corona-Erreger überprüfen.

Bei dem Antikörpertest wird eine Blutprobe entnommen und ebenfalls in einem Labor untersucht. Enthaltene Antikörper zeigen an, dass das Immunsystem auf eine vorhandene oder bereits zurückliegende Infektion mit dem Coronavirus reagiert hat.

 

3. Wer muss sich testen lassen?

Eine Testpflicht besteht für jeden Reiserückkehrer, der sich binnen 14 Tagen vor seiner Einreise nach Deutschland in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten hat. Dabei kann der negative Testbescheid (maximal 48 Stunden alt) schon mitgebracht oder der Test spätestens innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise, idealerweise jedoch so schnell wie möglich, durchgeführt werden. Binnen zehn Tagen nach der Einreise ist er kostenfrei. Empfehlenswert ist es, nach Möglichkeit die Testzentren direkt am Ankunftshafen/-flughafen beziehungsweise an der Grenze zu nutzen.

Ab dem 1. Oktober 2020 sollen die kostenfreien Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten durch eine Quarantänepflicht ersetzt werden. Die Isolation darf dann frühestens nach fünf Tagen durch den Nachweis eines negativen Corona-Testbescheids beendet werden.

 

4. Wie lange dauert es, bis das Testergebnis vorliegt? Muss ich während der Wartezeit in Quarantäne bleiben?

Bis ein negativer Testbescheid vorliegt, muss sich der Urlaubsheimkehrer in häusliche Quarantäne begeben. Die Wartezeit auf das Ergebnis liegt bei den größten deutschen Flughäfen derzeit zwischen 24 und 72 Stunden.

 

5. Wo kann/muss ich mich testen lassen?

An den meisten internationalen Flughäfen der Bundesrepublik wurden Corona-Testzentren eingerichtet, wo Reiserückkehrer aus Risikogebieten den Test direkt nach der Landung vornehmen lassen können. Sie können ihrer Testpflicht aber auch in einer dafür ausgestatteten Arztpraxis nachkommen, hierfür ist jedoch eine Terminvereinbarung notwendig. Unter der zentralen, kostenfreien Rufnummer 116 117 vermittelt die ärztliche Terminservicestelle Einreisenden eine testende Arztpraxis in ihrer Nähe.

 

6. Was kostet der Test?

Einreisende aus dem Ausland, die aus Risikogebieten zurückkehren, können sich binnen zehn Tagen kostenfrei einem PCR-Test unterziehen. Zudem werden die Kosten für einen Wiederholungstest pro Person übernommen. Eine gesetzliche Krankenversicherung ist hierfür nicht zwingend notwendig.

Urlaubs-Heimkehrer aus Regionen, die nicht als Risikogebiet gelten, sind nach wie vor nicht zu einem Corona-Test verpflichtet.

 

7. Welche Unterlagen muss ich zum Test mitbringen?

Beim Test muss der Personalausweis vorgelegt werden. Zudem ist, wenn vorhanden, die Krankenkassenkarte mitzubringen.

 

8. Welche Folgen hat ein positives Testergebnis?

Wird bei einer einreisenden Person eine Corona-Infektion festgestellt, muss sie sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Über die medizinische Behandlung entscheiden die zuständigen Ärzte.

 

9. Werden auch Kinder getestet?

Kinder unterliegen generell ebenfalls der Testpflicht, wenn sie sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Bundesländer haben jedoch individuelle Regelungen dazu erlassen und umgesetzt.

 

 

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Weitere detaillierte Informationen erhalten Reisende im Merkblatt COVID-19 des Auswärtigen Amtes sowie auf den Webseiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert-Koch-Instituts.

 

Nützliche Links

  • Umfassende Informationen zu beliebten Reisezielen, Sonderaktionen der Reiseveranstalter sowie Hinweise und Wissenswertes über Erstattungen, Versicherungen und mehr gibt es hier.
  • Weiterführende Informationen über Hotel-Buchungen in Corona-Zeiten finden Sie hier.
  • Was es für Ferienwohnungs-Gäste zu beachten gilt, lesen Sie hier.
  • Flugreisende können sich auf dieser Seite über das Fliegen in Corona-Zeiten informieren.
  • Mögliche Regelungen bei einer Mietwagen-Buchung während der Corona-Pandemie lesen Sie hier.