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Corona-Informationen:
Impfnachweis & digitaler grüner Nachweis

Emotion: Reisepass - Visum

Stand der Informationen: 6. Mai 2021

Endlich wieder die Koffer packen, mit gutem Gewissen ein Flugzeug in Richtung Sonne besteigen und einfach nur abschalten – das könnte mit dem Nachweis über eine Corona-Impfung in naher Zukunft wieder Normalität werden. Auf dieser Seite erhalten Sie nähere Informationen zum Thema Impfausweis und dem geplanten digitalen grünen Nachweis der Europäischen Union. 

 

Informationen zum Impfausweis für Reisende

Einige Länder haben bereits angekündigt, gegen COVID-19 geimpften Personen zeitnah die Einreise zu erleichtern. So können beispielsweise die Quarantänepflicht nach der Ankunft oder die Pflicht, einen negativen Coronatest vorzuweisen, wegfallen. 


Was bedeutet „Einreise mit Impfnachweis möglich“?


„Einreise mit Impfnachweis möglich“ bedeutet, dass Menschen, die bereits eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben, künftig bei der Einreise in bestimmte Länder von erleichterten Bedingungen profitieren. So kann es sein, dass Geimpfte beispielsweise nicht in Quarantäne oder keinen negativen Coronatest vorlegen müssen. Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet, sich impfen zu lassen. Ob es für geimpfte Personen in Ihrem Reiseland einfachere Einreisebedingungen gibt, erfahren Sie zum Beispiel auf der Seite Reisen in Corona-Zeiten

Welche Nachweise werden anerkannt?


Die Entscheidung über die Anerkennung verschiedener Impfnachweise für die Einreise liegt beim jeweiligen Land selbst. 

Zwei Nachweisvarianten sind diese:

  • Internationaler (gelber) Impfpass der Weltgesundheitsorganisation WHO (entspricht dem Impfpass der Bundesrepublik Deutschland)
  • Ärztliche Bestätigung (Impfbescheinigung bzw. Impfzertifikat) mit persönlichen Angaben und Informationen zum Impfstoff – meist in der Landesprache und/oder in Englisch vorzulegen

Geplant ist aktuell mit dem digitalen grünen Nachweis auch ein einheitlicher Pass, der innerhalb der gesamten Europäischen Union zur Anwendung kommen soll. 

Welchen Nachweis benötigen Reisende aus der Schweiz und aus Österreich?


Österreichische Staatsbürger besitzen zum Teil ebenfalls einen (gelben) internationalen Impfpass der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dieser kann als Nachweis auf Reisen genutzt werden. Zudem führt die Republik Österreich derzeit einen elektronischen Impfpass ein, in den auch die erfolgten Corona-Schutzimpfungen eingetragen werden.

Schweizer Bürger bekommen nach erhaltener Impfung einen ausgedruckten Impfnachweis mit Informationen zum verabreichten Impfstoff, Datum und Ort der Impfung. Die Angaben können außerdem von einigen Impfstellen in den Impfausweis eingetragen werden. Ein einheitliches international anerkanntes Impfzertifikat ist in der Schweiz ebenfalls in Planung. 

Wo erhalte ich eine Impfbescheinigung bzw. ein Impfzertifikat?


Die Impfung wird, wie jeder andere Impfung auch, vom durchführenden Arzt im Impfausweis eingetragen. In der Regel oder auf Anfrage erhalten Sie zusätzlich eine Impfbescheinigung.

Müssen Kinder einen Impfnachweis erbringen?


Nein, bisher erhalten nur erwachsene Personen eine Impfung gegen das Coronavirus. Kinder müssen demnach auch keinen Impfnachweis erbringen. 

Welche Impfstoffe werden akzeptiert?


In der Europäischen Union wurden bisher vier Impfstoffe zugelassen: Comirnaty (BioNTech), Moderna, Vaxzevria (AstraZeneca) sowie Janssen (Johnsson & Johnsson). Darüber hinaus wurden international jedoch weitere Impfstoffe entwickelt, die bereits zum Einsatz kommen. Welche Vakzine in Ihrem jeweiligen Reiseland anerkannt werden, erfahren Sie über die Gesundheitsministerien der Staaten. 

Kosten mich die Impfung und der Nachweis etwas?


Nein, die Impfung und die Bescheinigung darüber sind für Sie kostenfrei. Für eine Impfbescheinigung in anderen Landessprachen kann unter Umständen eine Gebühr verlangt werden.


Informationen zum digitalen grünen Nachweis

Die EU-Kommission plant die Einführung eines speziellen Passes. Der sogenannte digitale grüne Nachweis soll Impfstatus, Testergebnis oder eine überstandene COVID-19-Erkrankung einfacher nachweisbar machen. 


Was ist der grüne Nachweis?


Der digitale grüne Nachweis wurde von der EU-Kommission vorgeschlagen und soll künftig Bürgern innerhalb der Europäischen Union eine sichere Teilnahme im Personenverkehr in Zeiten der Corona-Pandemie ermöglichen. Der Nachweis bestätigt eine vollständige Impfung gegen COVID-19, ein negatives Testergebnis oder eine bereits überstandene Corona-Erkrankung. 

Wie erhalte ich den Nachweis?


Die Ausstellung wird von den nationalen Behörden übernommen. Der Nachweis kann somit in Krankenhäusern, Testzentren oder Gesundheitsbehörden abgeholt werden. Die digitale Version wird auf dem Endgerät gespeichert, es gibt zudem die Möglichkeit, den Nachweis in Papierform anzufordern. Beide Versionen enthalten einen QR-Code sowie das digitale Echtheitssiegel.

Wann ist mit dem Nachweis zeitlich zu rechnen?


Momentan wird die digitale Infrastruktur der EU eingerichtet und die Mitgliedsstaaten leisten bereits Vorarbeiten für die Ausfertigung der Nachweise. Ziel ist die Verteilung im Juni 2021.

Wo gilt der grüne Pass?


Der Pass hat eine Gültigkeit in allen EU-Ländern, einschließlich der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island. Die EU-Kommission plant zudem, dass Mitgliedsstaaten, in denen Geimpfte nicht mehr den Corona-Maßnahmen unterliegen, den Nachweis akzeptieren müssen. Falls ein Staat plant, trotz grünem Nachweis eine Quarantäne oder Testpflicht für Einreisende aufzuerlegen, muss die Zustimmung der EU-Kommission eingeholt werden.

Kostet mich der Pass etwas?


Nein, der digitale grüne Nachweis ist kostenlos. 

Wird an den Grenzen kontrolliert, ob ich einen grünen Nachweis besitze?


Nein. Laut EU-Kommission rechtfertigt eine Überprüfung des Passes nicht die Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union. Ganz im Gegenteil soll der Pass freie Bewegungsmöglichkeit in der EU ermöglichen.

Wie funktioniert der Impfnachweis?


Der digitale grüne Nachweis kommt in Form eines QR-Codes daher und enthält eine Signatur, sodass er fälschungssicher ist. Dieser Code und die zugehörige Signatur werden bei einer Kontrolle gescannt und überprüft. Die ausstellenden Einrichtungen sind Krankenhäuser, Testzentren oder die Gesundheitsbehörde. Diese verfügen über einen individuellen Signaturschlüssel, welcher in einer sicheren EU-Datenbank gespeichert wird. Personenbezogene Daten werden für den digitalen Nachweis nicht benötigt und daher auch nicht ermittelt. 

Ist das Dokument verbindlich?


Geplant ist, den Pass für alle 27 EU-Länder konkret durchzusetzen und nicht nur bei einer Empfehlung zu bleiben. Bis Mitte Juni 2021 will die EU eine Infrastruktur bereitstellen, mit der Datenabgleich und Echtheitsprüfung bei Reisen stattfinden können. Die IT für den Pass muss jedes Mitgliedsland selbst aufbauen. 

Was muss passieren, bis der Pass tatsächlich greift?


Dem Vorschlag der EU-Kommission wurde seitens des Europa-Parlaments bereits zugestimmt. Nun muss mit den EU-Mitgliedstaaten verhandelt werden. Die Kommission verlangt von den Gesetzgebern ein rasches Handeln, damit die Beschränkungen für Passinhaber möglichst schnell aufgehoben werden können, sich der Binnenmarkt erholt und die Urlaubssaison in Südeuropa wieder stattfinden kann.

Gibt es eine zeitliche Begrenzung der Gültigkeit für Genesene?


Eine genaue Dauer der Bewegungsfreiheit für von COVID-19 Genesene wurde noch nicht von der Kommission festgelegt. Im Pass werden sowohl das Datum des ersten Positiv-Tests als auch die Dauer der Immunität gespeichert. Diese Dauer ist abhängig von wissenschaftlichen Erkenntnissen und soll bald festgelegt werden. Die maximale Gültigkeit wurde jedoch bereits auf maximal 180 Tage beschränkt.

Gilt der Pass auch bei Reisen in Nicht-EU-Staaten?


Die EU-Kommission führt bereits Gespräche mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Die Europäische Union appelliert an die Drittländer, den Pass zu akzeptieren und dem System beizutreten. 

Wie gestaltet sich die Gültigkeit für Nicht-EU-Bürger?


In der EU lebende Nicht-EU-Bürger erhalten einen Pass. Nicht in der EU lebende Menschen, die aus Nicht-EU-Staaten einreisen möchten, haben die Möglichkeit, den grünen Nachweis zu beantragen. Der als Reiseziel auserwählte Mitgliedsstaat muss dann überprüfen, ob die dafür vorzulegende Impfbestätigung oder der Testnachweis vertrauenswürdig ist und das Ausstellen eines Passes bedenkenlos erfolgen kann.

Werden alle Impfstoffe akzeptiert?


Alle in der EU zugelassenen Impfstoffe müssen von den Mitgliedsländern akzeptiert werden. Ob Pässe gültig sind, die eine Impfung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V oder einem der chinesischen Vakzine aufweisen, kann von den EU-Ländern selbst entschieden werden. 

Wie wird eine überstandene Corona-Infektion bescheinigt?


Die Bescheinigung über eine bereits überstandene Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 muss von einem Arzt beglaubigt werden. Hierzu wird in der Regel ein vergangener, positiver COVID-Test oder ein Antikörpertest genutzt.

Ist der grüne Nachweis verpflichtend? Kann ich auch ohne Impfung innerhalb der EU verreisen?


Der digitale grüne Nachweis sowie die Impfung sind keine Pflicht. Er dient dazu, den Personenverkehr in der EU zu erleichtern, aber stellt keine Voraussetzung dar. In der Europäischen Union gilt absolute Bewegungsfreiheit als Grundrecht. Daher können EU-Bürger auch weiterhin ohne Impfung verreisen.