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Harz – das Mittelgebirge mitten in Deutschland

Viel Natur, das höchste Gebirge Norddeutschlands sowie viele Sagen und Mythen – das erwartet Besucher bei einem Urlaub im Harz. Der höchste Berg des Mittelgebirges, das sich auf 4.000 Quadratkilometer über die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstreckt, ist mit 1.142 Metern der Brocken. Im Volksmund ist er auch als Blocksberg und Schauplatz für Hexentänze und allerlei Geistergeschichten bekannt. Diese könnten wiederum auf der Tatsache beruhen, dass der Gipfel des Brockens an mehr als 300 Tagen pro Jahr im Nebel versinkt. Abseits aller Legenden bietet der Harz vor allem zahlreiche Möglichkeiten, sich rund ums Jahr aktiv zu erholen. Ob beim Wandern oder Radfahren, zum Entdecken von Tieren wie Auerhähnen, Eisvögeln und Wildkatzen, für einen Besuch historischer Städte oder ein entspanntes Wochenende im Wellness-Hotel – hier zwischen Hannover, Magdeburg und Göttingen zeigt sich die Mitte Deutschlands von ihrer schönsten Seite.

  • Wussten Sie schon?

  • Der größte Anteil des Harzes befindet sich in Sachsen-Anhalt.
  • Im Harz liegen die Orte „Sorge“ und „Elend“ knapp acht Kilometer voneinander entfernt.
  • Mit einer Länge von einem Kilometer befindet sich die längste Doppelseilrutsche in Europa über der Rappbodetalsperre im Harz.

Reisen in den Harz bieten Erholung ohne lange Anfahrt

Wer sich bei einer Wanderung doch ein wenig auf die Spuren der alten Sagen begeben möchte, kann seit 2003 den Hexenstieg erklimmen. Auf dem fast 100 Kilometer langen Wanderweg können Besucher den Harz in seiner landschaftlichen Vielfalt kennenlernen: von Osterode über den Brocken bis nach Thale im Osten. Im Winter laden mehr als 500 Kilometer gespurte Loipen zum Langlaufen ein. Einen ebenso umfassenden, aber weniger schweißtreibenden Überblick erhalten Urlauber bei einer Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn, die ganzjährig auf drei Strecken und einem Netz von insgesamt 140 Kilometern Länge in Betrieb ist. Sowohl Goslar als auch Quedlinburg stehen mit mehreren Stätten in der Liste des UNESCO-Welterbes: Die historischen Altstädte mit ihren Fachwerkhäusern, das Besucherbergwerk Rammelsberg und die Kaiserpfalz sind also auf jeden Fall einen Besuch wert. Weitere Highlights bei einer Reise in den Harz sind Ausflüge zum Schloss und Rathaus von Wernigerode, der Domschatz in Halberstadt und den Iberger und Rübeländer Tropfsteinhöhlen.

Klima und beste Reisezeit für den Harz Urlaub

Wer nicht explizit zum Wintersport oder Schneewandern in den Harz kommt, sollte seine Pauschalreise im Zeitraum von Mai bis September buchen. Denn im Sommer und Frühherbst können sich Urlauber auf angenehme Temperaturen von durchschnittlich 13 im Mai bis 18,5 Grad im Juli und August verlassen. In dieser Zeit scheint die Sonne auch fünf bis sieben Stunden täglich. Auf gelegentliche Regentage sollten sich Urlauber aber dennoch einstellen. Ab Oktober wird es dann deutlich kühler, von Dezember bis Februar liegt die Durchschnittstemperatur bei unter drei Grad. Wer in dieser Zeit ruhige Tage im Harz genießt, sollte sich eher in den höheren Lagen aufhalten, denn durch die Inversionswetterlage scheint auf den Höhen häufig die Sonne, während tiefergelegene Regionen im Nebel versinken.