Lieblingsziele

Sehnsuchtsziel Seychellen – das Inselparadies im Indischen Ozean lockt mit tropischem Dschungel, türkisblauem Korallenmeer und weltberühmten Stränden, die ihr bestimmt schon einmal in diversen TV-Spots gesehen habt. Eins vorweg: In der Werbung wird nicht zu viel versprochen!
Ich war im Frühjahr 2022 auf den Seychellen unterwegs und teile in diesem Artikel einige Insidertipps mit euch. Vor allem, wenn ihr wie ich erstmals auf den Archipel reist, findet ihr hier nützliche Hinweise. Aber auch Stammgäste können sicherlich noch die ein oder andere Neuentdeckung machen:
» Allgemeine Reisetipps für die Seychellen
Die Lage im Indischen Ozean südlich in Äquatornähe und vor der Küste Afrikas lässt es bereits erahnen: Auf dem Archipel herrscht ganzjährig Badewetter bei um die 30 Grad, das Meer ist mit 28 Grad kaum kühler. Rund ums Jahr ist es auf den Seychellen tropisch warm, selbst nachts sinkt das Thermometer selten unter 24 Grad. Damit ist der Inselstaat ein klassisches Ganzjahresziel.
Dennoch sorgen unterschiedliche Luftzirkulationen für eine Trocken- und eine Regenzeit auf den Seychellen. Von Mai bis Oktober bringt der Südostmonsun wenig Regen und Wind sowie angenehm kühlere Luft, dafür jedoch starke Meeresströmungen und hohe Wellen. Diese Trockenzeit gilt allgemein als beste Reisezeit. Zu beachten ist jedoch, dass zeitgleich starke und teils gefährliche Strömungen sowie höhere Wellen vorherrschen, manche Südoststrände sind dann zum Baden gesperrt. Von November bis April sorgt der Nordwestmonsun in der Regenzeit für mehr Hitze, Regen und hohe Feuchtigkeit, dafür jedoch auch für eine ruhigere See zum Schnorcheln oder Baden.
Beste Reisezeit...
Ich war während der Regenzeit auf den Seychellen. Regenzeit heißt nicht, dass es die ganze Zeit schüttet. Und Trockenzeit garantiert nicht, dass ihr während eures Urlaubs keinen Regentropfen abbekommt! Die Seychellen liegen in den Tropen und der immergrüne Dschungel kommt nicht von ungefähr: Es kann und wird das ganze Jahr über häufig regnen. Die Schauer sind dabei meist kurz, kräftig und bringen kaum Abkühlung. Stellt euch für die Dauer des Regens einfach irgendwo unter, nach kurzer Zeit scheint die Sonne wieder.
Ein Direktflug auf die Seychellen dauert zwischen neun und zehn Stunden. Nonstop-Verbindungen von Deutschland gibt es in der Regel ab Frankfurt am Main. Ab Europa handelt es sich meist um Nachtflüge, sodass ihr am Morgen auf den Seychellen landet und direkt in einen vollen Urlaubstag starten könnt. Ab vielen deutschen Airports stehen euch zudem Flüge mit einem Zwischenstopp zur Verfügung, dieser findet je nach Airline häufig in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Istanbul statt.
Meist als erstklassiges Flitterwochenziel vermarktet, sind die Seychellen in der Realität gar nicht so exklusiv! Zwar ist Backpacking vor Ort tatsächlich nicht gern gesehen und auch Hostels werdet ihr nicht finden, aber es gibt weit mehr familiengeführte Guesthouses als Luxushotels. Dort übernachtet ihr zu fairen Preisen und die Unterkünfte sind wesentlich authentischer als die großen Resortanlagen.
Apropos sicher: Auch alleinreisende Frauen können sich auf den Seychellen absolut sicher fühlen. Der gesunde Menschenverstand sollte natürlich wie überall auf der Welt nie abgeschaltet werden. Dazu gehört, dass ihr beispielsweise keinerlei Gegenstände sichtbar im Mietwagen liegen lasst und zum Schnorcheltag nicht alle Wertsachen mitbringt, die dann unbeaufsichtigt am Strand zurückbleiben. Auch von der Tierwelt geht keine Gefahr aus: Trotz Regenwald leben in dem Inselstaat keine giftigen Schlangen oder Spinnen, zudem gibt es keine Raubtiere – das größte Landsäugetier ist der Flughund! Auch im Meer müsst ihr euch nicht fürchten: Die kleinen Riffhaie sind ungefährlich und größere Arten wie der Bullenhai verirren sich nur höchstselten in die flachen Küstenregionen.
Aufpassen solltet ihr allerdings beim Wandern: Geht nicht allein los und hinterlasst in der Unterkunft eine Info über eure Route. Der Dschungel ist extrem dicht, sodass Wege teilweise kaum zu erkennen sind. Zudem können die typischen Seychellenfelsen nach einem Regenschauer rutschig werden, es besteht die Gefahr, in die tiefen Felsspalten zu rutschen.
Auf den Seychellen ist es üblich, mit Wanderguides loszuziehen. Diese kennen nicht nur alle Wege, sondern haben auch viele spannende Infos über die Inseln, Flora und Fauna parat.
Auf den Seychellen gibt es drei Amtssprachen: Seychellenkreol, Englisch und Französisch. Ortsnamen sind meist auf Französisch, mit Englisch kommt ihr gut aus. Die Seychellois untereinander sprechen kreolisch.
Die Landeswährung ist die Seychellen-Rupie (SCR). Ein Euro entspricht je nach Wechselkurs etwa 15 Rupien. Kreditkarten werden auf den Seychellen weitgehend akzeptiert, ihr solltet jedoch immer etwas Bargeld dabeihaben (zum Beispiel, um damit saftige Tropenfrüchte am Straßenrand zu kaufen!). Tauscht euer Geld wegen des hierzulande meist schlechten Kurses nicht vorab in Deutschland, sondern holt euch nach der Ankunft einfach etwas am Geldautomaten oder tauscht es in der Wechselstube am Airport in Mahé. Weitere Tipps rund ums Geld im Ausland findet ihr in diesem Artikel.
Große Supermärkte sucht ihr auf den Seychellen vergeblich. Es gibt genau einen auf Mahé Island, der mit der Größe eines deutschen vergleichbar wäre. Selbstversorgerinnen und Selbstversorger sind auf kleinere Läden angewiesen, die sich häufig jedoch auch als „Supermarkt“ bezeichnen. Davon gibt es reichlich und im Angebot haben sie vielleicht keine riesige Auswahl, aber doch alles, was ihr im Alltag benötigt. Viele führen auch international bekannte Marken für Nudeln, Süßigkeiten oder Ähnliches im Sortiment. Günstiger kauft ihr übrigens auf dem Wochenmarkt ein.
Versäumt es nicht, an einem Tropenziel wie den Seychellen die lokal angebauten exotischen Früchte zu probieren. Ihr werdet schnell feststellen, dass Bananen, Papayas und Co. vor Ort ganz anders (und viel besser) schmecken als in Deutschland. Die seychellischen Minimärkte haben meist eine sehr geringe Obstauswahl. Kauft eure Früchte daher lieber günstig an Straßenständen oder auf dem Wochenmarkt.
Tipp am Rande: Für eine frische Kokosnuss am Strand solltet ihr niemals mehr als 50 Rupien (etwa drei Euro) zahlen.
Entlang der Promenaden berühmter Ferienorte wie Beau Vallon findet ihr einige Beach-Restaurants, die ein schickes Dinner mit Blick auf den Sonnenuntergang versprechen. Auf der Speisekarte stehen vor allem fangfrisches Seafood, aber auch viele Fleischgerichte sowie internationale Küche. Günstiger und authentischer esst ihr in den sogenannten Take-aways. Diese kleinen Imbissbuden und Streetfoodstände sind auch am beliebtesten bei den Einheimischen und bieten euch die Möglichkeit, lokale Currys oder das im Inselstaat sehr beliebte frittierte Fastfood zu probieren.
Auf den Seychellen gibt es Ebbe und Flut. Besonders spürbar wird das beim Schnorcheln und Baden: Bei Ebbe ist das Meer bis weit nach draußen extrem flach, teilweise nur wenige Zentimeter tief. Beim Schnorcheln solltet ihr dann besonders aufpassen, dass ihr die Korallen nicht verletzt und euch selbst an den scharfkantigen Riffen keine Kratzer zuzieht. Auch viele Tourangebote richten sich nach den Gezeiten. So werden Kayakfahrten meist bei Flut durchgeführt. Für einige Wanderungen, beispielsweise an der Ostküste von La Digue, ist Ebbe eine Hauptvoraussetzung, da die zu überquerenden Strandabschnitte sonst nicht passierbar sind.
Natürlich ist eine Packliste immer individuell und richtet sich nach eurer Unterkunft, euren Unternehmungen und der Reisedauer. Residiert ihr im 5-Sterne-Hotel, sollte beispielsweise Abendgarderobe nicht fehlen. Wer schnorcheln oder wandern möchte, darf entsprechendes Equipment nicht vergessen. Da es auf den Seychellen ganzjährig tropisch warm ist, benötigt ihr übrigens lediglich für das Flugzeug einen Pullover zum Überziehen.
Ich habe meinen Urlaub auf den Seychellen nur mit Handgepäck angetreten. Tipps, wie ihr nur mit Handgepäck fliegt, findet ihr in diesem Artikel. Normalerweise ist das für eine Fernreise eine größere Herausforderung, da ihr auf dem Archipel jedoch nur kleine, leichte Kleidungsstücke benötigt, absolut machbar! Achtet bei den Klamotten darauf, insbesondere luftige Teile mitzunehmen, die auch mal die Schultern bedecken und eine kühle Brise drunterwehen lassen.
Aus eigener Erfahrung kann ich euch einige weitere Tipps mitgeben, die beim Seychellen-Urlaub auf jeden Fall in den Koffer müssen:
Die Seychellen bestehen aus insgesamt 115 Inseln, von denen die meisten winzig und unbewohnt sind. Die größte Insel Mahé ist stets der erste Anlaufpunkt. Viele Urlauberinnen und Urlauber bleiben auf Mahé und unternehmen Tages- oder Mehrtagesausflüge auf die anderen beiden Hauptinseln Praslin und La Digue. Weitere beliebte Ziele sind die privateren Resortinseln Silhouette, Fregate, Felicité und Desroches.
Seychellen Karte
Neben der Hauptstadt Victoria befindet sich auf Mahé Island auch der wohl berühmteste Urlaubsort der Seychellen: Beau Vallon. Ein perfekter Strand und eine ideale Lage auf der Insel haben dafür gesorgt, dass sich hier die meisten Unterkünfte angesiedelt haben. Zudem bieten sich euch zahllose Möglichkeiten für Ausflüge auf Mahé und die Nachbarinseln sowie die meisten und besten Restaurants und Take-aways. Besonders zu empfehlen sind:
In Beau Vallon findet ihr Unterkünfte für jedes Budget – vom gemütlichen Guesthouse zum luxuriösen Hotel. Letztere sind auf den Seychellen weitaus seltener vertreten, als man annimmt! Den Hauptteil machen Selbstversorgerunterkünfte und familiengeführte Bed and Breakfasts aus. Hier habt ihr den Vorteil, das Land auf authentischere Art und Weise kennenzulernen, zudem sind sie wesentlich günstiger.
Tipps für Unterkünfte in Beau Vallon
Ich habe auf Mahé in den SeyView Apartments by Francois gewohnt. Die zwei Ferienwohnungen bieten hochmoderne Ausstattung und riesige, private Balkone mit Hängematte, von wo aus ihr den Sonnenuntergang genießen könnt. Zur Unterkunft gehört auch ein gemeinsam genutzter Whirlpool mit dem gleichen atemberaubenden Meerblick. Das Gastgeberpaar ist extrem zuvorkommend und die Lage des Hauses war perfekt für mich – nah an Beau Vallon und dennoch etwas abseits von dessen Trubel.
Mein Kollege Daniel hat zudem in diesem Artikel weitere tolle Hotels auf den Seychellen zusammengestellt.
Mahé verfügt nicht umsonst über eine so gut ausgebaute touristische Infrastruktur: Die Insel hat unglaublich viel zu bieten! Neben Beau Vallon könnt ihr der Hauptstadt Victoria einen Besuch abstatten und den Vinayagar-Hindutempel sowie die altenglisch anmutende Innenstadt mit ihrer kleinen Version des Big Ben besichtigen. Auch in Grand Anse oder im Urlaubsort Baie Lazare im Inselsüden findet ihr wunderschöne Hotels in noch naturbelassenerer Umgebung als im Norden.
Mahé ist fast vollständig von tropischem Wald bedeckt und sehr bergig – perfekt zum Wandern! Im Morne Seychelles Nationalpark befindet sich der höchste Berg des Landes und eine Vielzahl spektakulärer Wanderwege. Besonders beliebt sind der Morne Blanc Trail, der Weg zum Traumstrand Anse Major, der Copolia Trail und das Wandergebiet Trois Frères. Vom Aussichtspunkt Dans Gallas könnt ihr zudem ein herrliches Panorama auf Victoria genießen.
Je südlicher, desto ursprünglicher und unbebauter ist Mahé. Im Süden könnt ihr Strände wie Police Bay und Anse Intendance erkunden. Ein besonderes Highlight ist auch der natürliche Felspool Ros Sodyer, den ihr nach einer kurzen Wanderung ab dem Hotel Chez Batista Villas erreicht. Ebenfalls im südlicheren Teil Mahés liegen die Takamaka-Rumbrennerei sowie der Park Jardin du Roi Spice Garden.
Am Strand enden die Sehenswürdigkeiten Mahés nicht: Schnorcheln gehört zu den Must-Dos auf den Seychellen! Obwohl der Tsunami von 2004 und die Korallenbleiche auch hier Schäden angerichtet haben, zählen die Korallenriffe des Landes zu den intaktesten und farbenfrohsten überhaupt. Besonders hervorzuheben sind dafür die Buchten der Marine Nationalparks Saint-Anne, Baie Ternay sowie Port Launay. Hier entdeckt ihr schillernde Korallen, Rochen, unzählige kunterbunte Fische und mit etwas Glück sogar Schildkröten, Seepferdchen und Riffhaie.
Die schönsten Strände auf Mahé
Es gibt zwar ein Busnetz, darauf angewiesen zu sein, erfordert jedoch viel Zeit. Mit einem Mietwagen erreicht ihr alle Sehenswürdigkeiten und Strände auf Mahé problemlos und flexibel. Tankstellen finden sich vor allem um Victoria herum. Allerdings sind die Entfernungen auf Mahé nie so weit, dass ihr in Bedrängnis kommt – vom nördlichsten zum südlichsten Punkt fahrt ihr etwa 40 Kilometer. Dafür benötigt ihr allerdings wesentlich mehr Zeit als für eine vergleichbare Strecke in Deutschland! Bedingt durch das fast überall vorherrschende Tempolimit 40 und die engen, kurvenreichen Straßen passt ihr euch ganz schnell dem entspannten Fahrstil auf der Insel an. Übrigens: Auf den Seychellen herrscht Linksverkehr!
Praslin ist die zweitgrößte Insel des Landes und vor allem berühmt für ihre tropischen Wälder und Traumstrände. Hier geht es entspannter zu als auf Mahé. Praslin bietet nicht nur die Gelegenheit, faszinierende Flora zu bestaunen, die es weltweit nur dort zu sehen gibt – auf der Insel findet ihr zudem einige der schönsten Strände der Welt.
Unter den sandigen Berühmtheiten Praslins solltet ihr Anse Volbert, Anse Lazio und Anse Georgette nicht auslassen. Insbesondere die tief über dem Strand hängenden Palmen an der Cote d’Or, einem Abschnitt der Anse Volbert, suchen als Fotomotiv wahrlich ihresgleichen. Bei Ausflügen auf die vorgelagerte Insel Curieuse könnt ihr nicht nur ausgezeichnet schnorcheln und baden, sondern vor allem Riesenschildkröten in einer lokalen Auffangstation beobachten. Die meisten Urlauberinnen und Urlauber besuchen Praslin zudem wegen dem Regenwald: Im Inselinneren lockt der Praslin Nationalpark zu Wanderungen durch üppigen Dschungel.
Highlight des Praslin Nationalparks ist seine Kernzone, das Vallée de Mai. Dieser Park ermöglicht euch den perfekten Einblick in die seychellische Flora und Fauna. Hier gedeiht die Nationalpflanze, die endemische Palme Coco de Mer mit ihrer massiven Frucht – der größten Nuss der Welt, die in ihrer Form den weiblichen Körper symbolisiert. Wandert selbstständig oder auf einer geführten Tour durch den gut ausgeschilderten Wald und genießt die Geräuschkulisse des Dschungels. Entdeckt dabei Echsen, Papageien, Tropenvögel, Mango- und Pandanusbäume und vieles mehr.
Die meisten Hotels und Gasthäuser konzentrieren sich entlang der Anse Volbert, im Ort Grand Anse sowie an der Baie Sainte Anne, in der sich auch der Fährhafen befindet. Dort habt ihr eine große Auswahl an gemütlichen Unterkünften zur Selbstversorgung, mit Frühstück oder noch mehr Verpflegungsmöglichkeiten. Selbstversorgerinnen und -versorger sollten sich ein Abendessen in einem dieser Lokale nicht entgehen lassen:
Fortbewegung auf Praslin
Praslin verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz, das alle Orte verbindet und euch zu den berühmten Stränden sowie auch ins Vallée de Mai bringt. Zusätzlich sorgen zahlreiche Taxis für einen noch schnelleren Transport von A nach B auf der kleinen Insel. Ihr könnt alternativ einen Mietwagen ausleihen. Das geht am besten direkt im Hafen oder per Organisation über eure Unterkunft.
La Digue als viertgrößte Insel der Seychellen ist mit ihren fünf mal vier Kilometern Ausdehnung nicht wirklich „groß“. Es gibt nur einen Hauptort, auf den sich hübsche Guesthouses und gute Take-aways konzentrieren. Meist kommen Touristinnen und Touristen für einen Tagesausflug auf die Insel, um ihn zu sehen, den wohl berühmtesten Strand der Welt: Anse Source d’Argent. Doch auf La Digue lohnt sich auch ein längerer Aufenthalt, um richtig in die entspannte Atmosphäre der (fast) autofreien Insel einzutauchen.
Anse Source d’Argent ist ein Kleinod aus typischen Granitfelsen, weißem Puderzuckersand und türkisblau schillerndem Korallenmeer. Kommt am besten frühmorgens oder ab 17 Uhr hierher, um den Strand so menschenleer wie möglich zu erleben. Besonderes Highlight: Vor Ort könnt ihr eins der fotogenen durchsichtigen Kayaks leihen und das Ganze vom Wasser aus bestaunen. Der Strand im Südwesten der Insel ist einer der wenigen der Seychellen, die Eintritt kosten. Das liegt daran, dass der Küstenabschnitt im Union Estate Park liegt. Hier könnt ihr ein Museum der Kolonialzeit besuchen, Schildkröten beobachten und durch herrliche Kokospalmen- oder Vanilleplantagen flanieren, bevor ihr euch auf den Weg zum Traumstrand macht.
Wer mehr Zeit mitbringt und noch einige weitere schönste Strände der Welt sehen möchte, organisiert sich einen Wanderguide und bricht von der Anse Source d’Argent nach Süden auf. Diese Küstenwanderung könnt ihr nicht allein bewerkstelligen, da ihr teilweise durchs Meer waten, über tiefe Felsspalten hinwegklettern und euch durch unwegsamen Dschungel schlagen müsst. Pfade sind nicht sichtbar und nur die Guides wissen, wo ihr sicher entlanggehen könnt. Die Mühe wird jedoch belohnt! An der Südküste von La Digue findet ihr diese Traumstrände:
Auch die übrigen Küstenkilometer der Insel sind gesäumt von Stränden, die einer Postkarte entsprungen sein könnten. Meine Favoriten im Norden sind Anse Severe und Anse Patates sowie Anse Gaulettes. Recht entlegen und versteckt im Osten findet ihr zudem die hübsche Anse Caiman mit tollen Schnorchelspots.
Ich empfehle außerdem Ausflüge auf die benachbarten Coco Island und Sister Islands – kleine Paradiese zum Schnorcheln und Tauchen.
La Digue überzeugt nicht nur mit der von Korallenriffen gesäumten Küste, auch im Inselinneren gibt es einiges zu sehen. Der üppige Dschungel lädt zum Wandern ein, tolle Aussichtspunkt sind der Nid d’Aigles sowie das Felsplateau Romeo & Juliet Rock. Nach so viel Staunen über Strand und Natur darf eine Stärkung nicht fehlen. Hier kommen einige Tipps, wo ihr auf La Digue gut essen könnt:
Übernachten auf La Digue: Unsere Empfehlungen
Auf La Digue findet ihr vor allem Guesthouses und Bed and Breakfasts, aber auch einige Hotels. Am luxuriösesten nächtigt ihr im exklusiven Le Domaine de L’Orangeraie Resort. Das Hotel verfügt nicht nur über seinen privaten Strand, sondern nennt auch das einzige Spa der Insel sein Eigen. Ebenfalls empfehlenswert sind Le Nautique und das Patatran Village Hotel. Wer sich lieber selbst versorgen möchte, kommt günstig im Domaine Les Rochers oder den Chalets de Palma unter.
Auf der kleinsten der drei seychellischen Hauptinseln gehört es zum guten Ton, Rad zu fahren. Die einzigen Autos sind Taxis oder Nutzfahrzeuge, auch die Locals bevorzugen das Zweirad. Bereits bei der Ankunft am Fährterminal werdet ihr verschiedenste Angebote für Leihfahrräder bekommen. Ihr könnt sie jedoch auch über eure Unterkunft mieten. Mit dem Rad könnt ihr (bis auf die Südküste) fast die ganze Insel umrunden. Die Preise sind in der Regel verhandelbar, ihr müsst mit rund sieben Euro pro Tag rechnen.
Die meisten Reisenden konzentrieren sich auf die drei Hauptinseln der Inner Islands. Wenn ihr es jedoch etwas exklusiver möchtet, ist ein Aufenthalt auf den Resortinseln empfehlenswert. Zudem locken weitere außergewöhnliche Eilande der Seychellen mindestens zu einem Tagesausflug.
Silhouette ist zwar etwas größer als La Digue, dabei jedoch weniger dicht besiedelt. Der Name lässt sich leicht erklären, wenn ihr am Strand von Beau Vallon auf Mahé den Sonnenuntergang betrachtet: Von dort aus ist die Silhouette der Insel am orangefarbenen Horizont zu sehen. Das bergige und dicht bewaldete Eiland ist durchzogen von Wanderwegen, am kilometerlangen Strand Anse La Passe findet ihr die einzigen zwei Unterkünfte der Insel, eine davon das edle Hilton Seychelles Labriz.
Frégate bildet mit Mahé, Silhouette und Praslin etwa ein Viereck. Die östlichste der granitischen Inneren Inseln beherbergt das Luxushotel Fregate Island Private Resort, das absolute Privatsphäre garantiert und keine Wünsche offenlässt. Auf der Insel erwarten euch perfekt gewachsene Palmenwälder und paradiesische Strände wie Anse Victorin, Anse Parc oder Anse Macquereau. Zudem könnt ihr Riesenschildkröten in freier Wildbahn beobachten.
Vor der Küste von La Digue liegt Felicité, auf der ihr mit dem nötigen Kleingeld exklusiv im 5-Sterne-Hotel Six Senses Zil Pasyon in einem absoluten Paradies residieren könnt. Das Resort teilt sich die Insel mit dem Ramos Nationalpark. Highlight des Schutzgebiets ist vor allem die Unterwasserwelt: Die Gewässer rund um Felicité und die Nachbarinsel Marianne gelten als die mitunter besten Schnorchel- und Tauchreviere der Seychellen. Nicht selten erblickt ihr hier Mantarochen, Riffhaie und sogar Walhaie.
Desroches als eine der schwerer erreichbaren Outer Islands liegt rund 230 Kilometer von Mahé entfernt und beherbergt das Four Seasons Resort. Wegen der üppigen Wälder wird Desroches auch als Wood Island bezeichnet. Die Insel steht ganz im Zeichen des Ökotourismus – ihr habt die Möglichkeit, ein Naturschutzzentrum zu besuchen, mit einem Meeresbiologen schnorcheln zu gehen oder an Beach-Clean-ups teilzunehmen. Im romantischen Leuchtturm könnt ihr dank des Resorts dinieren. Sonst gibt es weder Geschäfte und Gastronomie, ihr solltet also mindestens Halbpension buchen.
Weitere Inseln
Cousine vor Praslin, North Island bei Silhouette sowie die nördlich gelegene Denis sind ebenfalls winzige Inseln mit jeweils einem exklusiven Resort. Westlich von Denis findet sich mit Bird Island eines der beliebtesten Ausflugsziele der Seychellen. Der Name ist Programm: Die Insel steht als Brutplatz seltener Seeschwalbenarten unter Schutz. Zudem lebt hier Esmeralda, die angeblich älteste, größte und schwerste Schildkröte. Zu den bewohnten Äußeren Inseln zählt unter anderem die Resortinsel Alphonse mit ihren endlosen Kokosnusswäldern. Am entlegensten ist das Aldabra-Atoll mit über 1.000 Kilometern Entfernung von Mahé. Das zweitgrößte Atoll der Welt steht unter strengem Schutz und zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Es beheimatet Aldabra-Riesenschildkröten, seltene Kokosnusskrabben sowie unzählige endemische Vogel- und Pflanzenarten. Reisende dürfen die Inseln nur im Rahmen offizieller Touren betreten.
Zwischen den Hauptinseln Mahé, Praslin und La Digue verkehren regelmäßig Fähren der Betreiber Cat Cocos und Cat Rose. Die Überfahrt von Mahé nach Praslin dauert etwa eine Stunde, zwischen Praslin und La Digue rund eine Viertelstunde. Die Tickets könnt ihr vor Ort oder vorab online kaufen. Die Preise sind immer gleich, für die lange Route müsst ihr mit rund 50 Euro rechnen, die Strecke von Praslin nach La Digue kostet etwa 15 Euro.
Leicht erreichbar, meistbesucht, perfekt für einen ersten Eindruck des Landes. Es locken berühmte Wanderwege und Strände im Südwesten.
Toll für Familien, Strand- und Naturfans. Hier könnt ihr einige der schönsten Strände der Welt besuchen und durch den Dschungel spazieren.
La Digue ist für alle, die auf der Suche nach Entschleunigung sind, Radfahren lieben und den meistfotografierten Strand der Welt besuchen möchten.
Silhouette, Desroches, Fregate, Alphonse und Co. sind ideal für Luxusreisende auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit in exklusiver Umgebung.
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