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Uruguay verlängert Einreiseverbot für Ausländer

München, 13.01.2021 | 14:17 | soe

Uruguay hat eine Verlängerung der Einreisesperre für Ausländer beschlossen. Noch bis mindestens zum 31. Januar dürfen ausländische Staatsbürger nur in Ausnahmefällen in das südamerikanische Land einreisen. Parallel dazu treten allerdings innerhalb Uruguays Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen in Kraft.


Uruguay
Uruguay hält seine Grenzen für Ausländer weiterhin geschlossen.
Die Mitte Dezember 2020 eingeführten Einreisebeschränkungen für Ausländer sollen für einen weiteren Monat gelten. Dabei wurde jedoch am 11. Januar von Präsident Luis Lacalle Pou ein Dekret erlassen, welches mehr Ausnahmefälle für erlaubte Einreisen definiert. So dürfen neben ausländischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Uruguay nun auch die Crews von Flugzeugen und Schiffen, Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen sowie Transportdienstleister von Waren wieder die Grenze überqueren. Bis zum 11. Januar war es auch im Ausland lebenden Uruguayern nicht gestattet, in ihr Heimatland zurückzukehren.
 
Lockerungen für Sportveranstaltungen
 
Indes wurden die Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen, einschließlich sportlichen Events, in Uruguay gelockert. Diese dürfen seit dem 11. Januar wieder stattfinden, sind jedoch einer Kapazitätsgrenze unterworfen. Die Sperrstunde von Bars und Restaurants wurde um zwei Stunden nach hinten verschoben, bislang war sie auf Mitternacht festgesetzt. Lacalle Pou begründet die Lockerungen in einzelnen Bereichen damit, dass die meisten Infektionen im Land innerhalb der Familien erfolgen.
 
Ansteigende Infektionskurve in Uruguay
 
Uruguay hat knapp 3,5 Millionen Einwohner und verzeichnete am 12. Januar rund 1.000 Neuinfektionen. Laut Angaben des Auswärtigen Amtes liegt die landesweite Inzidenz über 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern, weshalb der Staat als Corona-Risikogebiet ausgewiesen ist. Als Hotspots gelten die Metropole Montevideo und die Provinz Rivera. Nach den Feiertagen kehrten viele Menschen von den Küsten in die Hauptstadt Montevideo zurück, was als einer der Gründe für die dortige Zuspitzung der Infektionslage angesehen wird.

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