Lieblingsziele

Slowenien, das ist wohl für Viele einer dieser halbwilden Balkanstaaten, den niemand so richtig auf der Europakarte einordnen kann. Irgendwo neben der Slowakei – ist doch ohnehin fast das Gleiche, oder? Falsch! Wenn das noch nicht geschehen ist, solltet ihr Slowenien unbedingt auf eure To-Do-Liste setzen. Als unsere Redakteurin das Land auf dem Weg an die Adria durchquerte, war sie so positiv überrascht, dass sie das nicht weniger sehenswerte Kroatien kurzerhand von ihrer Roadtrip-Route strich und stattdessen gleich in Slowenien blieb. Hier erfahrt ihr, warum auch ihr dem Zauber des Landes erliegen werdet.
Beginnen wir mit den nackten Fakten, den unschlagbaren Argumenten für einen Urlaub in Slowenien! Da ist zum einen die Entfernung: Ab München benötigt ihr beispielsweise keine vier Stunden Fahrzeit nach Slowenien! Auch innerhalb des Landes sind die Wege kurz. So benötigt ihr vom Hochgebirge bis an die malerische Küste nur zwei Fahrstunden, aus der zentralen Hauptstadt Ljubljana erreicht ihr die slowenische Toskana – die Weingegenden im Osten des Landes – sogar in nur eineinhalb Stunden. Daraus lässt sich bereits ein weiterer Vorteil ablesen: Slowenien ist auf kleiner Fläche extrem vielseitig! Zu jeder Jahreszeit ist das Land eine Reise wert.
Übrigens:
In Slowenien kann es schon mal vorkommen, dass ihr vergesst, wo ihr gerade seid. Beim Anblick mancher Seen, Höhlen, Burgen oder saftiger Täler habt ihr nämlich plötzlich das Gefühl, euch in einem Märchenland zu befinden. Dabei ist die Vielfalt an Naturspektakeln nahezu schwindelerregend:
Riesiges Höhlensystem mit Schmankerl für „Herr der Ringe“-Fans: Die Cerkvenik-Brücke ähnelt der von Khazad-dûm aus dem Blockbuster verdächtig!
Das Quellgebiet des Flusses Save ist zwar nicht groß, dafür aber umso spektakulärer: Das Wasser ist glasklar und funkelt in allen Smaragdtönen.
Die Königin der Höhlenwelt ist ein Must-See mit Highlight für Familien: Durch die gigantischen Tropfsteinhallen fährt eine kleine Bimmelbahn.
Stara Trta, ein Weinstock der Sorte Žametovka, rankt an einer Fassade in Maribor, ist schon über 400 Jahre alt und trägt noch immer Früchte.
Die Felswand geht direkt in das Dach der beeindruckenden Burg über – als wäre sie nicht von Menschen erschaffen, sondern von der Natur selbst!
Die älteste Zitadelle des Landes bietet ein herrliches Panorama auf den See und den Urlaubsort Bled. Tipp: die Aussichtspunkte Ojstrica und Mala Osojnica.
Wallfahrtsstätte der besonderen Art: Die Kirche Sveta Gora thront hoch oben auf dem Berg nahe der Stadt Nova Gorica.
Eine Bilderbuch-Almsiedlung! Malerische Hüttchen, läutende Kuhglocken und die saftigsten Alpenwiesen zeichnen dieses Highlight aus.
Zwar ist die slowenische Riviera keine 50 Kilometer lang, diese Küste hat es dafür in sich! Die Kiesstrände können sich locker mit denen Kroatiens messen und auch die türkisblauen Schattierungen sind hier ebenso schön wie am Rest der Adria – schließlich ist die slowenische Küste Teil der zauberhaften Halbinsel Istrien! Wenn ihr durch die schmalen Gässchen der Küstenstadt Piran mit ihren roten Dächern schlendert, könntet ihr fast meinen, euch im Urlaub im kroatischen Dubrovnik zu befinden.
Die schönsten Strände in Slowenien
Apropos Piran: Die dicht bebaute, weit ins Meer ragende Landzunge ist mit einer mittelalterlichen Ringmauer begrenzt. Doch nicht nur an der Küste bezaubern Sloweniens Städte. Etwas weiter nördlich thront das romantische Örtchen Most na Soči über den Ufern des einzigartig türkisfarbenen Flusses Soča, der auch als Isonzo bekannt ist.
Im Osten des Landes leuchten die roten Dächern der Stadt Ptuj bereits vom Weiten. Die älteste Stadt des Landes liegt idyllisch eingebettet zwischen Weinbergen und der Drau. Rund 30 Kilometer nördlich lockt Maribor in der slowenischen Steiermark mit traumhaften Wander- und Skigebieten. Natürlich solltet ihr auch der quirligen Hauptstadt Ljubljana mit ihren malerischen Brücken und Plätzen einen Besuch abstatten!
Natur und Nachhaltigkeit: Das ist das allgegenwärtige Credo in Slowenien. Das Land wird regelmäßig unter den ersten Rängen der „Green Destinations“ gelistet. Allein die Hauptstadt Ljubljana trägt mehrere Auszeichnungen für Umweltbewusstsein, unter anderem den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2016“ und „European Capital of Smart Tourism 2019“. Generell wird in Slowenien großer Wert auf nachhaltigen Tourismus gelegt. Nicht umsonst ist eine der beliebtesten Übernachtungsarten das Glamping! Traumhafte Glamping-Plätze findet ihr im ganzen Land verteilt. Das Umweltbewusstsein merkt man auch den Bewohnern selbst an: Slowenen lieben es, draußen zu sein, und wollen das auch an ihre Touristen weitergeben! Wie gut, dass das kleine Land ein wahres Outdoorparadies ist. Rafting, Trekking, Kajakfahren, Radfahren, Canyoning – wenn ihr wollt, könnt ihr all das sogar innerhalb eines Tages machen!
Die Farbe Grün steht in Slowenien nicht nur für die Nachhaltigkeit, sondern auch für die vielfältige Natur selbst. Begebt euch auf Entdeckungstour durch magische Canyons wie den Tolmin Gorge oder die Vintgarklamm. Tief in den bemoosten Schluchten findet ihr sogar Thermalquellen, die zu den einzigartig türkisblauen Flüssen heranwachsen.
Hättet ihr gedacht, dass Slowenien die Heimat traumhafter Weinregionen ist? Die weißen und roten, üppig intensiven, leichten oder süßen Tropfen zählen sogar zu den qualitativ hochwertigsten der Welt! Die wichtigsten Weingegenden sind das Drautal rund um Maribor, das Vipava-Tal, das Adria-Küstenland sowie das Save-Tal im Zentrum Sloweniens. Besonders malerisch ist auch das Weindorf Šmartno im äußersten Westen des Landes. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung nach Italien – und ebenso mediterran ist auch das Flair in dem Örtchen inmitten sanfter Weinberge.
Die Julischen Alpen prägen den Norden des Landes. Hier liegen zahlreiche Natur-Sehenswürdigkeiten wie der Triglav-Nationalpark sowie die Seen von Bled und Bohinj, die zum Abschalten im Grünen einladen. Die Region ist ein prädestiniertes Reiseziel für jegliche Fun- und Extremsportarten. Die perfekte Basis für adrenalinreiche Ausflüge zum Rafting auf der Soča oder Canyoning in den Bergen ist das Städtchen Bovec. Wer es weniger abenteuerlich mag, begibt sich zu Fuß durch den atemberaubenden Triglav-Nationalpark.
Nicht nur die Wandertouren selbst, auch das Autofahren sorgt im Nordwesten Sloweniens für Verzückung. Für spektakuläre Roadtrips locken hier gleich mehrere Abenteuerstraßen, allen voran der umwerfende Mangartsattel. Die winzige Straße schlängelt sich geradezu schwindelerregend hinauf auf den Berg, der direkt an der österreichischen Grenze liegt. Nicht weniger spektakulär sind die 45 Haarnadelkurven des Vršičpasses, des höchsten Gebirgspasses im Land.
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