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19 Tipps zum nachhaltig Reisen: So wird euer Urlaub grün!

Sonstiges: Strand Plastikmüll

Ihr müsst nicht gleich Vegetarier oder Veganer werden (auch, wenn wir euch durchaus zehn grandios-gute, fleischfreie Restaurants in Barcelona empfehlen könnten!) und nur noch mit dem Fahrrad auf Reisen gehen. Einen „grünen“ Lebensstil könnt ihr dennoch ganz unkompliziert auch auf euren Reisestil übertragen. Schließlich haben wir nur den einen Planeten mit seiner grandiosen Natur und Urlaubszielen, die wir auch weiterhin bereisen wollen. Dazu kann jeder etwas beitragen.

Wer jetzt denkt „betrifft mich nicht“, der sollte noch einmal kurz nachdenken: Teller am Hotelbuffet randvoll packen und zum Schluss die Hälfte nicht schaffen. Handtücher auf Reisen nach einmal benutzen austauschen lassen. Ein-Liter-Beutel für Flüssigkeiten im Handgepäck nach einmaliger Nutzung wegwerfen… Kommt‘s euch bekannt vor? Sicher hat der eine oder andere schon einmal eine dieser Urlaubssünden begangen.

Nachhaltig reisen ist weder teurer, noch umständlicher! Wir zeigen euch, wie ihr euren Urlaub mit 19 einfachen Tipps grüner und umweltfreundlicher gestalten könnt.

Fliegen

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Sauber fliegen

Grüne Airlines und Reiseanbieter
Malediven: Wasserflugzeug

Die weniger gute Nachricht zuerst: Eine Flugreise (ebenso wie eine Kreuzfahrt) ist nicht gerade die umweltschonendste Art des Tourismus. Dennoch gibt es Airlines, deren Emissionsausstoß von Treibhausgas wesentlich geringer ist und mit denen ihr daher „sauberer“ fliegt. Dazu folgt direkt die gute Nachricht: Deutsche Airlines schnitten im letzten Ranking der Organisation Atmosfair im Jahr 2017 relativ gut ab:

Die Lufthansa landete auf Rang 65. Platz 1 ging an Tui Airways, Platz 2 an China West Air. Generell gilt: Je kleiner und jünger eine Flotte, desto treibstoffsparender ist sie. Doch es geht nicht nur um den CO2-Ausstoß, sondern auch um Recycling an Bord oder die Verwendung umweltfreundlicher Materialien. Besonders hervorzuheben ist hier beispielsweise Alaska Airlines, die erst im Mai 2018 beschlossen hat, Rührstäbchen und Trinkhalme aus Plastik zu verbannen und gegen Helfer aus Bambus und Birkenholz zu ersetzen.


Übrigens

Auf Atmosfair könnt ihr den CO2-Fußabdruck eures Fluges berechnen und eure Reisen in Form von Spenden kompensieren. Diese steckt die Organisation Atmosfair in verschiedene Klimaschutzprojekte!

Auch einige Reiseanbieter sind bereits auf diesen Zug aufgesprungen. So kompensiert die skandinavische Tui Flüge der Partnerairline Tuifly und Übernachtungen der Kunden in Partnerhotels automatisch. Ihr selbst könnt bei Anbietern buchen, die bei ihren Reisen auf nachhaltigen Tourismus achten. Bei CHECK24 könnt ihr Reisen beispielsweise über die „grünen“ Veranstalter Mondial oder Ecco Reisen buchen. Umweltfreundliche Anbieter sind auf Reiseportalen zudem mit den Gütesiegeln von Tourcert oder Viabono zertifiziert. Die Organisation Tourcert hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt, ökologisch und sozial wertvollen Tourismus zu fördern.

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Direktflüge buchen

Umsteigen verbraucht mehr Energie
Flugzeug: Frau strecken

Start und Landung eines Flugzeugs verbrauchen den meisten Kraftstoff. Wenn ihr also einen Flug mit Transfer habt, gehen mehr Emissionen auf euer Konto, als bei einem Direktflug. Dieser hat außerdem einen weiteren Vorteil: Ihr hockt nicht lange an einem Flughafen, reist stressfreier und seid viel schneller am Ziel! Von vielen deutschen Airports kommt ihr auf direktem Weg zum Urlaubsziel auf anderen Kontinenten oder zu außergewöhnlicheren Destinationen in Europa.

Spannende Fernflüge ab deutschen Airports ohne Umsteigen:

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In der Nähe bleiben

Urlaub ohne Flug
8260+Deutschland+Rügen+Kreidefelsen+TS_176854528

Es muss nicht immer ein Flug sein. Schließlich haben wir allein in Deutschland traumhafte Urlaubsregionen mitsamt sonnigen Inseln, Küsten wie der Ostsee, Hochgebirgen inklusive Skigebieten, Heidelandschaften, Canyons, idyllischen Dörfern, Höhlen, Weinregionen, spannenden Städten und kulturellen Highlights – nicht umsonst machen die Deutschen am liebsten Urlaub im eigenen Land! Und auch, wenn Städtetrips nach London oder Lissabon sicher toll sind, hat auch Deutschland abwechslungsreiche Metropolen zu bieten! Nachhaltigen Tourismus unterstützt ihr damit umso mehr.

Weitere Traumziele in der Umgebung:

Tipp

Besonders im Trend liegen sogenannte Microadventures – kleine Reisen und Abenteuer direkt vor der Haustür! Für diese Form des nachhaltigen Tourismus eignet sich zum Beispiel ein Wanderwochenende im Harz, ein Segeltörn auf dem Bodensee oder Entspannung im Allgäu. Heimische Unterkünfte achten zudem häufig in besonderem Maß auf Natur, Umwelt und Regionalität.

Verkehr

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Die Öffis nutzen

Bus und Bahn statt Flugzeug und Schiff
London Parliament Bus© CHECK24/Volkmann

Klar, kein Mensch fährt mit dem Bus von Deutschland nach Thailand! Da wäre euer zweiwöchiger Urlaub ja schon vor der Ankunft rum. Mal ganz davon abgesehen, dass es ein schrecklich unbequemes Reisen wäre. Was aber spricht dagegen, innerhalb eines Landes die oftmals gut ausgebauten Fernbusnetze zu nutzen? Das geht in Thailand ebenso wie in Deutschland und unseren Nachbarstaaten. Und ein paar Stunden im Sitzen lassen sich doch bestens aushalten! In nicht einmal fünf Stunden könnt ihr auf diesem Wege beispielsweise von Berlin nach Prag reisen. Knapp vier Stunden benötigt außerdem der Zug von Frankfurt nach Paris! Ihr seht – es muss nicht immer ein Flug sein.

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Nachhaltige Mietwagen

Flexibel unterwegs
Mietwagen: Auto auf Kuestenstraße - Ford Mustang - Kalifornien

Ihr wollt im Urlaub flexibel sein und könnt auf ein eigenes Fahrzeug nicht verzichten? Dann schaut doch bei eurer nächsten Buchung darauf, dass ihr ein Hybridfahrzeug mietet. Einige Anbieter bieten bereits E-Autos an. So erweitert Sixt seine Flotte auf Sylt um die elektrischen Modelle BMW i8 sowie i3. Auch auf Mallorca sollen ab 2030 ausschließlich Elektroautos als Mietwagen angeboten werden.


Tipp
Bildet Fahrgemeinschaften! Ihr lernt im Hotel Urlauber kennen, die das gleiche Ausflugsziel, jedoch noch keinen Mietwagen gebucht haben? Nehmt sie doch einfach mit! Diese Art des Carsharings schont dank nachhaltigem Tourismus nicht nur die Umwelt und spart Geld, wenn ihr die Summe teilt – so schließt ihr außerdem tolle Urlaubsbekanntschaften in den Unterkünften!
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Wenn möglich unmotorisiert

Umweltschutz auf der Kurzstrecke
Südtirol: Alpen Radfahren Frauen

Zwei Kilometer Entfernung zum Strand? Dafür müsst ihr nicht zwangsläufig Aktivurlauber sein: Spart euch den vollgestopften Shuttlebus und lauft die Distanz von eurer Unterkunft! Wer auf Reisen umweltbewusst unterwegs ist, freut sich umso mehr, sich in die erfrischenden Fluten zu stürzen! In vielen Urlaubsorten, häufig auch direkt im Hotel, könnt ihr zudem Fahrräder ausleihen. Beim Erkunden der Umgebung der Unterkünfte mit dem Zweirad seht ihr außerdem viel mehr von der Natur und der Gegend als vom Bus oder Auto aus.


Übrigens

Besonders während eines Städtetrips bietet es sich häufig an, auf motorisierte Fahrzeuge zu verzichten. In Metropolen wie London, Barcelona oder Sevilla liegen die faszinierendsten Sehenswürdigkeiten meist in fußläufiger Nähe.

Hotel

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Übernachten in Eco-Hotels

Öko, bio, fair
Indonesien: Bali - Baumwipfel Häuser

Immer mehr Unterkünfte achten auf Nachhaltigkeit. Indem ihr ein solches Hotel für euren nächsten Urlaub wählt, tragt auch ihr zum Umweltschutz bei. Mit dem Green Key Global oder dem Green Globe zertifizierte Hotels recyceln und verwenden ausschließlich umweltfreundliche Produkte. Bio- und Ökohotels achten zudem verstärkt auf ihren Energieverbrauch und die faire Behandlung ihrer lokalen Mitarbeiter.

Die schönsten Unterkünfte für nachhaltigen Tourismus weltweit:

  • Im Natura Park Beach Eco Resort & Spa in der Dominikanischen Republik wurden ausschließlich einheimische Stoffe wie Stein, Kokospalmen und Bambus verbaut.
  • Das Bio Hotel Elite in Südtirol serviert ausschließlich regionale Bioprodukte und verleiht Fahrräder sowie E-Bikes.
  • Der Otium Eco Club Side in der Türkei wurde mit dem Travelife Gold Award für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet.
  • Das Sandos Caracol Eco Resort in Mexiko ist Mitglied der Rainforest Alliance, zudem können Urlauber hier Eco-Abenteuer im Dschungel buchen.
  • Im Neya Hotel in Lissabon wird regional, nachhaltig und frisch gekocht.
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Seid nachhaltige Gäste

… auch in normalen Hotels
Hotel: Personal - Bett

Auch, wer nicht im Eco-Hotel nächtigt, kann im Urlaub seinen Beitrag für die Umwelt leisten. Verhaltet euch auf Reisen einfach wie zu Hause – oder wascht ihr dort täglich eure Handtücher und lasst den ganzen Tag Heizung und Klimaanlage laufen?

So werdet ihr zum Eco-Gast in der Unterkunft:

  • Verwendet einmalig benutzte Handtücher weiter, tägliches Waschen verbraucht enorm viel Wasser und Energie.
  • Hängt auch mal das „Do not disturb“-Schild an die Türklinke, wenn es in eurem Zimmer nicht völlig verdreckt ist. Das schont die Umwelt, spart Müll und Energie. Und auch das Personal wird’s euch danken!
  • Angebrochene Hygieneprodukte, die vom Hotel gestellt werden, Duschhauben oder Mini-Nähsets könnt ihr mitnehmen, denn dazu sind sie da. Lasst ihr benutzte Produkte zurück, werden diese von den Unterkünften direkt entsorgt.
  • Nutzt die Hotelwäscherei nur im absoluten Klecker-Notfall! Der Service ist nicht nur schmerzhaft in eurem Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt: Oftmals werden die Kleidungsstücke eines Gastes einzeln gewaschen, was extrem viel Wasser und Energie verschwendet.
  • In vielen Hotelzimmern läuft der Strom nur, wenn ihr die Zimmerkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz steckt. Ist das nicht der Fall, gilt eines: Wenn ihr das Hotelzimmer verlasst, schaltet Lichter, Geräte, Fernseher, Heizung oder Klimaanlage ab und schließt die Fenster! Ganz nach dem Motto „Ich habe doch dafür bezahlt“ wird an dieser Stelle häufig sinnlos Energie verschwendet.
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All you can eat?

Nachhaltig am Buffet
Hotel: Frühstück - Buffet

Ihr seid im Urlaub und seht das Buffet: wunderschön angerichtete Obstplatten, verzierte Torten und Kuchen, eine ganze Reihe warmer Speisen, lokaler Spezialitäten – eine exotischer als die andere – ein meterlanger Tisch voller Desserts und ein Grill, hinter dem der freundliche Koch persönlich erwartungsvoll steht. Klar, da ist die Verlockung groß, alles sofort und auf einmal ausprobieren zu wollen! Also wird der Teller gnadenlos vollgepackt, bis nichts mehr geht. So muss man auch nicht zweimal laufen… Clever, oder?

Nein! Mit großer Wahrscheinlichkeit schafft ihr nicht alles, was auf eurem Teller liegt. Dreimal dürft ihr raten, wo die Reste landen: im Abfalleimer. Wenn ihr aber erst mal von euren Favoritengerichten probiert und euch einfach danach bei Bedarf eine zweite oder dritte Portion holt, geht ihr sicher, dass euer Teller leer wird, dass nur die Menge auf dem Teller landet, die ihr auch esst und dass ihr nachhaltigen Tourismus lebt.

Packen

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Packen mit System

Nachhaltiges Reisen mit Ordnung
Koffer_packen+Probleme

Zwei Wochen Urlaub, tagsüber heiß, nachts kühl, für Ausflüge braucht ihr sportliche Klamotten, mehrere Paar Schuhe – so ein Koffer kann schnell überraschend klein werden. Dann wird gepresst und gedrückt, bis alles passt. Die Schuhe noch in Plastiktüten gepackt, damit sie auch keinen Dreck in der Tasche machen – halt! Spezielle Schuhbeutel, Stoffsäcke für Schmutzwäsche und Packsysteme sind nicht nur waschbar und damit wiederverwendbar, sie sorgen auch dafür, dass der Koffer auf Reisen organisierter wird – und bleibt.

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Handgepäck

Recycling im kleinen Rahmen
Flughafen+Menschen+Koffer+GI-174833139

Während eines Flugs müsst ihr eure Flüssigkeiten in einem verschließbaren, durchsichtigen Beutel aufbewahren. Es muss jedoch nicht die 100er-Packung sein, bei der ihr jeden Literbeutel einmalig nutzt und dann in den Müll werft. Es gibt auch spezielle Täschchen aus festerem Material, die ihr mehrfach für diesen Zweck verwenden könnt – die Umwelt wird es euch danken.

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Je weniger, desto nachhaltiger

So wenig packen wie möglich
Tipps Billigfluege: Parken - Gepäck - Autos

Wer nur mit Handgepäck oder mit leichtem Gepäck reist, tut etwas für die Umwelt. Wie das, fragt ihr euch? Die Rechnung um den nachhaltigen Tourismus ist ganz einfach: Je schwerer euer Koffer ist oder je mehr Koffer ihr habt, desto mehr Treibstoff wird verbraucht. Zudem ist die Verlockung, auch auf kurzen Strecken ein Taxi zu nehmen, mit viel Gepäck viel größer als mit einer leichten Tasche.


Tipp

Viele Airlines, unter anderem die Lufthansa-Group, bieten auch auf der Langstrecke günstige Basic-Economy-Tarife an: Dabei reisen Gepäcksparer auf langen Routen für wenig Geld.

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Shampoo, Duschgel, Seife und Co.

Kosmetik-Hacks für nachhaltiges Reisen
Sonstiges: Hotelbad - Kosmetik

Vor allem im Urlaub brauchen Haut und Haar viel Pflege: Sonne, Salzwasser und Meeresbrise machen dem Körper zu schaffen. Dennoch braucht kein Mensch auf Reisen Shampoo, Spülung, Haarkur, Pflegespray und vier verschiedene Sonnencremes. Besser: Nehmt einen universellen Sonnenschutz für Gesicht und Körper mit. Und auch verschiedene Schutzfaktoren braucht ihr nicht, setzt lieber auf einen höheren, das ist ohnehin gesünder. Auch für die Haare gibt es praktische 2-in-1-Produkte.


Tipp
Sogenannte Shampoo-Bars sind feste, seifenförmige Shampoos. Diese haben gleich mehrere Vorteile: Sie halten wesentlich länger als Reisegrößen, gelten nicht als Flüssigkeit und müssen daher auch nicht in den Literbeutel und sind zudem nicht in umweltschädlicher Plastik verpackt.
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Digital reisen

Alles in einem
Sonstiges: Kofferpacken - Frauen - Tablet

Reiseführer und Karten haben mehr Charme als das Internet, sehen im Bücherregal super aus und sind optimal für die Recherche vor dem Urlaub. Im Koffer aber stören sie nur – und sorgen für zusätzliches Gewicht. Wer nachhaltig reisen möchte, sollte sich daher seine Karten und Reisetipps in Apps oder Notizen auf dem Smartphone abspeichern. Handy und Tablet dienen zusätzlich als E-Reader im Urlaub, somit könnt ihr alle eure Romane in einem leichten Gerät mitnehmen und betreibt ganz nebenbei noch sanften, nachhaltigen Tourismus.


Tipp
Ihr habt doch einen Reiseführer dabei, den ihr nach dem Urlaub voraussichtlich nicht mehr brauchen werdet? Wie wäre es, wenn ihr anderen Reisenden eine Freude macht und das Buch weiterverschenkt? Viele Unterkünfte haben zudem eine hauseigene Bibliothek, die nur aus abgelesenen Büchern und Reiseguides besteht.

Tipps vor Ort

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Müll vermeiden

Kleine Tipps, große Wirkung
Sonstiges: Müllsammeln Strand

Das Logischste, aber auch Wichtigste vorweg: Lasst euren Müll nicht achtlos irgendwo liegen. Nirgends, niemals. Im Idealfall habt ihr auf Reisen bei Ausflügen in der Natur, beim Wandern, Campen, beim Strandtag im Urlaub immer einen Müllbeutel dabei, in dem ihr euren Abfall und Plastikmüll sammeln und bei Gelegenheit richtig entsorgen könnt. Noch grüner für die Umwelt wird es, wenn ihr eigene kompostierbare oder biologisch abbaubare Mülltüten von Zuhause mitbringt.

In Asien beispielsweise gehört auch Toilettenpapier nicht ins WC, wie ihr das von Zuhause gewohnt seid. Dem Hinweis, das Papier im Mülleimer zu entsorgen, den ihr in so gut wie jeder Toilette in Asien findet, solltet ihr unbedingt auch Folge leisten. Das Papier zersetzt sich nicht und muss bei der Klärung aufwendig entfernt werden, was viel mehr Wasser und Energie kostet, als es euch Überwindung kostet, es in den Mülleimer zu werfen.


Profi-Tipp
Weitergeben statt wegwerfen: Vielleicht braucht noch jemand das ausrangierte Shirt, den angebrochenen Nagellack, die halb volle Sonnencreme oder das Mückenspray, das halbe Glas Erdnussbutter, die Reste der 200er-Packung Wattestäbchen? Teilen macht Freude und verbreitet im Urlaub die Message des nachhaltigen Tourismus.
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Plastik? Nein, danke!

So wenig wie möglich
Sonstiges: Frau Baden Müll

Vor allem Plastik wird zum immer größerem Problem für die Erde. Generell sollte Plastikmüll in jeglicher Form vermieden werden, wann immer es möglich ist. Diese einfachen Tipps können bereits große Wirkung haben:

  • Kauft in Ländern mit sauberem Trinkwasser keine Plastikflaschen. Umweltfreundlicher ist es, eine eigene Flasche mitzunehmen und aufzufüllen. Im Zweifel könnt ihr Filter oder Reinigungstabletten zur Aufbereitung nutzen.
  • Sagt beim Einkaufen Nein zu Plastiktüten. Besser: Immer eigene, plastikfreie Stoffbeutel für die Einkäufe dabeihaben!
  • Oftmals gibt es im Urlaubsland keine fachgerechte Entsorgung von Batterien. Wenn ihr also keinen speziellen Sondermüll dafür findet, nehmt leere Batterien lieber wieder mit nach Deutschland und werft sie hier weg.
  • Sollten eure Shampoo- oder Zahnpasta-Tuben im Urlaub aufgebraucht werden, informiert euch über Recylcing am Urlaubsort. In manchen Fällen ist es besser, Plastikmüll wieder mit nach Deutschland zu nehmen und fachgerecht zu entsorgen.
Profi-Tipp
Neues Urlaubsritual ab heute: Nimm eins mit! Überall, wo ihr seid, sammelt ihr künftig ein Stück Müll ein und entsorgt es richtig. Fortgeschrittene nehmen direkt zwei, drei oder mehr Teile mit oder organisieren ein Cleanup, an dem sich gleich mehrere Reisende beteiligen können. Ihr könnt euch vor Ort auch über bestehende Cleanups informieren. Positiver Nebeneffekt: Ihr lernt dabei gleichgesinnte Reisende und Einheimische kennen.
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Eco-Ausflüge

Unterwegs auf die Umwelt achten
Thailand: Chiang Mai - Elefanten

Auch bei Ausflügen und Touren im Urlaub könnt ihr mit ein paar kinderleichten Tipps eure eigene Ökobilanz verbessern:

  • Auf Tierschutz und artgerechte Haltung achten: Selfies mit Schlangen, Elefantenreiten, Tigerstreicheln oder Delfinschwimmen im Pool ist sicher einmalig, aber artgerecht ist das meist nicht! Wählt lieber Ziele und Ausflüge, bei denen ihr die Tiere im Rahmen von Schutzprojekten oder sogar in freier Wildbahn in der Natur besuchen könnt.
  • Macht Touren mit lokalen Guides. Das unterstützt die Wirtschaft im Reiseland, sie kennen sich genau aus und wissen oft auch, wo man seltene Tiere in freier Wildbahn finden kann oder bieten Insiderwissen zu den Hotspots eures Reiselandes.
  • Kauft Souvenirs bei lokalen Händlern. Dadurch geht ihr sicher, dass die finanzielle Unterstützung ihnen zugutekommt und nicht den Made-in-China-Shops mit billiger Massenware.
  • Fast-Food- und Supermarktketten gibt es überall. Kauft eure Lebensmittel stattdessen lieber auf dem lokalen Markt, an Streetfoodständen oder in lokal geführten Restaurants – so unterstützt ihr auch die Menschen vor Ort und spart nebenbei Verpackungsmüll ein.
  • Bleibt bei Wandertouren auf dem gekennzeichneten Weg und macht möglichst wenig Lärm, um Tiere in der Umgebung nicht aufzuschrecken.
  • Beim Tauchen und Schnorcheln solltet ihr auf keinen Fall Korallen, Tiere oder den Meeresboden berühren und gar Korallen abbrechen und als Souvenirs mitnehmen.
  • So wichtig UV-Schutz für die Haut auch ist: Bei Korallen führt Sonnencreme zur Korallenbleiche und sie sterben ab. Bei einem gebuchten Tauchabenteuer verzichtet ihr also besser darauf. Einige Urlaubsziele, wie beispielsweise Hawaii, haben bereits ein Verbot diverser Sonnenschutzmittel beschlossen.
  • Ausflüge mit Quad, Helikopter oder Motorbooten verbrauchen viel Kraftstoff. Wenn möglich ist es daher besser, aufs Wandern, Kanufahren, Stand-Up-Paddling oder Radfahren auszuweichen.
  • Geht auch mal abseits der bekannten Touristenwege und unternehmt etwas auf eigene Faust! Das geht nicht nur in Tansania oder in der Dominikanischen Republik besonders gut, sondern überall! Dabei ergeben sich einmalige Erinnerungen und Kontakt zu den Einheimischen auf Reisen, die ihr – ganz nebenbei – dadurch auch noch unterstützt.
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Die goldene Regel

Nachhaltigkeit = Achtsamkeit
Single Urlaub: Thailand - Krabi - Boot - Frau - Natur

Der Gedanke „Ich habe doch dafür bezahlt“ sollte nicht euer Urlaubsmotto sein. Die goldene Regel ist, dass ihr euch auch – oder vor allem – im Urlaub genauso verhalten solltet wie zu Hause. Nur, weil ihr dafür bezahlt habt, müsst ihr nicht eine Dreiviertelstunde unter der heißen Dusche stehen und die Klimaanlage den ganzen Tag auf 20 Grad laufen lassen, damit ihr es abends angenehm kühl habt, wenn ihr vom Strand zurückkommt.

Nachhaltigkeit bedeutet jedoch nicht nur Umweltschutz. Es ist mehr als Energie sparen und Müll vermeiden. Nachhaltiger Tourismus bedeutet auch, sich an die Bräuche und Gepflogenheiten des Urlaubsziels zu halten. Informiert euch daher vorab über eventuelle Kleidervorschriften, Gesten und Sitten, die hierzulande vielleicht unüblich sind, und beachtet diese auf euren Reisen! Die Einheimischen werden es euch danken und euch noch herzlicher aufnehmen.


Tipp
Gebt Trinkgeld! Und zwar den Menschen, die euch bedienen, umherfahren und bekochen. Denn sie verdienen in der Regel kaum etwas verglichen mit dem, was die Unternehmen bekommen, die dahinterstehen. Lasst ihnen daher ein persönliches Trinkgeld da – in den meisten Ländern ist das gar nicht viel, meist nur zehn Prozent. Mehr Infos zu den Trinkgeld-Bestimmungen erfahrt ihr unserem Reiseknigge.
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Nachhaltige Ziele

Urlaub mit ökologischem Fußabdruck
Spanien Menorca Ruhe Bucht von oben

Zu guter Letzt wollen wir euch nicht die grünsten Urlaubsländer vorenthalten. Wie ihr bereits gelernt habt, könnt ihr euch natürlich überall umweltbewusst verhalten. So wie viele Hotels, achten jedoch auch einige Länder besonders auf Ökotourismus. Ganz vorn mit dabei sind vor allem die skandinavischen Staaten Norwegen, Schweden, Finnland und Island, die vielleicht auch aus diesem Grund führend im Ranking der glücklichsten Länder weltweit sind. Auch in den Alpenstaaten Schweiz und Österreich dominieren Berge, Seen und Almen – diese Landschaft ist wie gemacht für Ausflüge und Aktivitäten im Zeichen der Natur.

Auch diese Länder achten auf nachhaltigen Tourismus:

  • Fast ein Drittel der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz. Für die Menschen gehört eine gesunde Natur zum Leben dazu, hier werden keine Umweltschutzgesetze gebraucht.
  • Die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen haben eine besonders starke Landwirtschaft. Kein Wunder, dass es vorrangig regionale Produkte in den Supermarktregalen zu kaufen gibt.
  • Auf Mallorcas kleiner Schwester Menorca wird Entschleunigung großgeschrieben. Fast die Hälfte der Insel steht unter Naturschutz und zählt bereits seit 1993 zum Unesco-Biosphärenreservat. Hier findet ihr weder Bettenburgen noch Strandbars mit laut dröhnender Musik.
  • Auch klassische Strandurlaubsdestinationen wie Mallorca selbst oder die Dominikanische Republik fördern ihren Ökotourismus zunehmend.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Lisa Volkmann

Gletscherklettern in Alaska, Dschungelspaziergang in Peru, Roadtrip durch Deutschland oder auch mal süßes Nichtstun an so ziemlich jedem Ozean: Ich durfte bereits viele spannende Orte dieser Welt entdecken. Als Online-Redakteurin im Reisebereich von CHECK24 kann ich mein Hobby zum Beruf machen. Meine Blogartikel, Reisevorschläge und News rund ums Reisen stecken voller Begeisterung für ferne Länder und Kulturen. Diese Leidenschaft möchte ich weitergeben und zum Reisen und Entdecken inspirieren.