Lieblingsziele

Ein Leben am Zahn der Zeit und gleichzeitig wird das historische Erbe bewahrt: In den pulsierenden Altstädten Tunesiens trifft Tradition auf Moderne. Während Loungeklänge und Rauchwolken der Wasserpfeifen aus den Cafés voller junger Menschen schweben, schallen religiöse Gesänge durch die Souks des Gassenlabyrinths. Die unzähligen architektonischen und archäologischen Sehenswürdigkeiten lassen die arabischen Städte wie Freilichtmuseen der Antike erscheinen, denn schon die alten Römer wussten den Charme Tunesiens zu schätzen. Doch auch landschaftlich hat das nördlichste Land Afrikas einiges zu bieten. Lasst euch von insgesamt mehr als 1.148 Kilometern feinster Sandstrandküste und der größten Trockenwüste der Erde verzaubern!
Die Seele der Hauptstadt Tunesiens, Tunis, liegt in ihrer vor orientalischem Charme strotzenden Altstadt. Bei der Anzahl geschichtsträchtiger Sehenswürdigkeiten ist es nicht verwunderlich, dass der historische Kern der sogenannten Medina 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Eines der Highlights ist die majestätische Ez-Zitouna-Moschee, die im achten Jahrhundert aus 184 Säulen der Ruinen des römischen Karthago erbaut wurde. Die Moschee ist heute eines der wichtigsten Gotteshäuser Tunesiens. Zwar dürfen Nichtmuslime die Innenräume der Moschee nicht betreten, jedoch könnt ihr vom Innenhof einen Blick hinein erhaschen.
Im westlichen Stadtzentrum bewahrt das Bardo-Museum im ehemaligen Bey-Palast die größten archäologischen Schätze Tunesiens. Hier sind die wertvollsten Gegenstände aller Ausgrabungsorte aus der karthagischen, römischen, frühchristlichen und arabisch-islamischen Zeit zusammengetragen. Wenn ihr in den verwinkelten Gassen von Tunis eurer Nase folgt, gelangt ihr auf den Souk Attarine, wo Parfumhersteller mit unzähligen wohlriechenden Ölen, Duftseifen und Parfums ein wahres Sinneserlebnis schaffen. Nachdem ihr euch im Feilschen auf orientalische Art geübt habt, lädt das Café Chaouechin dazu ein, bei einem Tee das Treiben zu beobachten. Der ehemalige Treffpunkt älterer Herren gilt heute als hipper Hotspot unter den jungen Leuten, die sich hier um Shishas versammeln und das Fettgebäck Chichi essen.
Einer der Gründe für den weltweiten Erfolg von „Star Wars“ sind die beeindruckenden Schauplätze des Science-Fiction-Movies. Was im Film aussieht wie aus einer anderen Welt, wurde tatsächlich in der außergewöhnlichen Landschaft Tunesiens gedreht. Erstmals im Jahr 1976 als Filmset genutzt, sah der Regisseur George Lucas in der Sahara die ideale Kulisse für den Wüstenplaneten Tatooine, die Heimat von Luke Skywalker und seinem Vater Anakin. Aus diesem Grund kommen jährlich zahlreiche Star-Wars-Fans nach Tunesien, um Schauplätze des Hollywoodstreifens, wie den Getreidespeicher Ksar Ouled Soltane, zu besichtigen.
Weitere der mehr als ein Dutzend Drehorte sind das Dorf Ksar Hadada, wo sich im Film das Sklavenviertel der Stadt Mos Espa befindet, oder der heute sogenannte „Star Wars Canyon“ – die Schlucht von Sidi Bouhlel, wo Luke Skywalker von Obi-Wan Kenobi gerettet wird. Wer danach immer noch nicht genug hat, der kann sich auf der Insel Djerba auf die Spuren seiner Idole begeben. Hier diente die Moschee von Sidi Jmour als Kulisse für die Stadt Mos Eisley, während in Ajim das Haus von Obi-Wan Kenobi steht.
Das Naturspektakel der Sahara-Wüste stellt für Tunesien-Urlauber sicherlich das größte Abenteuer ihrer Reise dar. Die insgesamt neun Millionen Quadratkilometer große und somit größte Trockenwüste der Erde bedeckt rund ein Drittel Tunesiens. Auf dem Weg zur Oase Douz führt die Wüstentour über den einzigartigen Salzsee Chott El Jerid, der mit rund 7.500 Quadratkilometern der größte Salzsee Tunesiens ist. Mit etwas Glück könnt ihr hier sogar eine Fata Morgana sehen, sobald die Temperatur über 30 Grad steigt. Angekommen in Douz, einem von Sanddünen umgebenen, lebhaften Städtchen, das als Tor zur Sahara bezeichnet wird, lädt der Wochenmarkt zum Stöbern zwischen Waren aus Kamelleder ein. Zudem präsentiert der Wüstenzoo Borj Sahara die einzigartige Tierwelt der Sahara.
Die wahrhaftige Faszination der Wüste erfahrt ihr jedoch erst während einer Safari mit dem Jeep oder einem Kameltrekking im Innersten der Sahara. Der Anblick der grenzenlosen Weite und die Erfahrung der ungewohnten Stille lassen euch ein unvergessliches Naturerlebnis spüren, das in der Beobachtung des malerischen Sonnenuntergangs von einer Düne aus seine Vollendung findet.
Die tunesische Kleinstadt El Djem wurde auf den Ruinen der Stadt Thysdrus erbaut. Im Herzen ragt das gigantische Bauwerk des römischen Amphitheaters empor. Die 36 Meter hohe Arena ist die drittgrößte noch erhaltene ihrer Art im ehemaligen Römischen Reich. Sie wurde im Jahr 238 erbaut, doch aufgrund der Plünderung der Stadt und dem daraus folgenden Niedergang niemals vollendet. Das seit 1979 zum Weltkulturerbe gehörende Amphitheater fasst maximal 35.000 Zuschauer und dient auch heute noch als beeindruckende Kulisse für Aufführungen jeder Art.
Die endlosen, feinsandigen Strände machen Tunesien zu einem Badeparadies par excellence. Besonders zwischen Mai und Oktober lockt das Mittelmeer mit erfrischenden Temperaturen. Hammamet ist nicht zuletzt wegen seines wunderschönen, kilometerlangen und von zahlreichen Palmen gezierten Strandes eines der größten Touristenzentren Tunesiens. Ein weiterer Traumstrand ist Mahdia, der im Westen nahe der gleichnamigen Stadt vom azurblauen Wasser umspült wird. Der feinkörnige Sand und die enorme Breite machen den Strandabschnitt zu einem idealen Ort zum Sonnenbaden. Zudem sorgen zahlreiche Wassersportangebote wie Kitesurfen oder Wasserski für Unterhaltung und den sportlichen Ausgleich.
Wie ein Labyrinth schlängeln sich die Souks durch die tunesischen Städte. In den unzähligen kleinen Läden findet sich alles was das Herz begehrt. Von Lebensmitteln wie Fisch und Obst über Haushaltsartikel bis hin zu Schmuck bieten die Verkäufer alles, was die tunesische Wirtschaft produziert. Dabei sind die Produkte nicht nur frisch, sondern meist auch günstiger als im Supermarkt. Da die alten arabischen Bauherren die Souks in Gewölbe integrierten, um die Lebensmittel vor der drückenden Wärme zu schützen, ermöglichen sie auch heute noch trotz hoher Temperaturen ein schattiges und kühles Einkaufserlebnis.
Äußerst empfehlenswert ist außerdem ein Bummel über einen einheimischen Markt, wie er zum Beispiel donnerstags in Douz und samstags in Monastir stattfindet. Um das authentische Markttreiben der Tunesier zu beobachten, die hier beim Buchhändler eine Koranausgabe oder beim Möbelschreiber einen Stuhl in Auftrag geben, solltet ihr die Verkaufsstände jedoch schon in der Frühe aufsuchen.
In Tunesiens Inland finden sich einige der bedeutendsten römischen Hinterlassenschaften der Welt. Obwohl der Großteil an historischen Schätzen bereits entdeckt und ausgegraben ist, stoßen Archäologen immer wieder auf bislang unbekannte Überreste der römischen Kultur. So wurden beispielsweise erst im Jahr 2010 Funde eines römischen Friedhofes und 2017 die antike Stadt Neapolis im Golf von Hammamet entdeckt.
Die mit großem Abstand berühmteste aller archäologischen Stätten Tunesiens liegt in der antiken Metropole Karthago. Ihre auf einem riesigen Gelände verstreuten Überreste wurden 1857 entdeckt und die Ausgrabungen sind bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen. Von dem alten Karthago der Punier ist heute jedoch leider nicht mehr viel zu sehen. Lediglich Le Tophet, die älteste Kultstätte, und den punischen Kriegshafen könnt ihr bestaunen.
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