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Alpen: Neuschnee sorgt für Verkehrschaos und Lawinengefahr

München, 07.12.2020 | 16:17 | lvo

In der Alpenregion rund um Österreich, Italien und der Schweiz kam es am zweiten Adventswochenende zu großen Mengen Neuschnee. Demnach mussten unter anderem Zugverbindungen unterbrochen und Autobahnen gesperrt werden. In Osttirol wurde außerdem die höchste Lawinenwarnstufe ausgesprochen.


Schneemassen auf Dächern
Am Wochenende rund um den zweiten Advent kam es in der Alpenregion zu starken Schneefällen.
Am vergangenen Wochenende rund um den zweiten Advent kam es in der Alpenregion zu starken Schneefällen. Insbesondere im österreichischen Tirol, der italienischen Region Südtirol und in der Schweiz kam es infolgedessen zu Einschränkungen. Rund 3.500 Haushalte in Tirol unterlagen Stromausfällen, außerdem wurde der Zug- und Straßenverkehr beeinträchtigt. Große Mengen Neuschnee sorgten unter anderem auf dem Brenner-Pass zwischen Österreich und Italien für Verkehrsprobleme, die Autobahn musste teilweise sogar gesperrt und Zugverbindungen unterbrochen werden. Auch in der Schweiz wurde der Zug- und Straßenverkehr beeinträchtigt.

Behörden warnen vor Lawinen

Neben Stromausfällen und Beeinträchtigungen im Straßenverkehr warnen die lokalen Behörden insbesondere vor Lawinen. In Osttirol wurde bereits die höchste Lawinenwarnstufe ausgesprochen. Das bedeutet, dass mit spontanen Abgängen von Schnee zu rechnen ist. Das umschließt nach Aussage der Behörden „vereinzelt auch extrem große“. In der österreichischen Gemeinde Prägraten ging am vergangenen Samstag bereits eine Schneebrettlawine ab. Verletzt wurde Angaben zufolge niemand, dennoch mussten etwa hundert Menschen in Sicherheit gebracht werden. Vier Häuser und ein Fahrzeug wurden von der Lawine beschädigt.

Auch Weltcup-Rennen musste abgesagt werden

Im Zuge der starken Schneefälle musste auch der Riesenslalom der Männer im italienischen Santa Caterina abgesagt werden. Dieser hätte eigentlich am 6. Dezember stattfinden sollen. Da die Sicherheit der Fahrer allerdings nicht mehr garantiert werden konnte, wurde das Weltcup-Rennen auf den darauffolgenden Montag verlegt. Auch das Super-G-Rennen der Frauen in St. Moritz musste vorerst abgesagt werden.

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