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Amsterdam erhebt Bettensteuer

München, 16.05.2019 | 09:35 | soe

Das Betrachten der Grachten wird für Touristen künftig teurer: Die Stadt Amsterdam hat die Erhebung einer neuen Bettensteuer beschlossen. Zusätzlich zur bereits bestehenden Touristenabgabe müssen Übernachtungsgäste künftig pro Nacht und Person drei Euro entrichten. Die Stadtväter erhoffen sich dadurch Mehrreinnahmen von circa 100 Millionen Euro.


Amsterdam Kanalbrücke
Amsterdam erhebt zusätzlich zur bestehenden Touristenabgabe künftig eine Bettensteuer.
Derzeit wird schon auf die Hotelrechnungen ein zusätzlicher Betrag von sieben Prozent aufgeschlagen. Damit rangiert Amsterdam an der Spitze der europäischen Metropolen, nirgendwo anders ist die Touristenabgabe so hoch. Mit den Geldern der nun noch hinzukommenden Bettensteuer plant die Stadtverwaltung, den Erhalt und die Restaurierung der historischen Bauwerke Amsterdams zu finanzieren. In die Parks, Wasserwege und Infrastruktur sollen in den nächsten Jahren Investitionen von 298 Millionen Euro fließen.
 
Die bei Städtereisenden sehr beliebte Stadt hat mit den Folgen des großen Touristenzustroms zu kämpfen und bereits mehrere Maßnahmen zur Regulierung ergriffen. So ist im Rahmen einer Einschränkung des Tourismus in Amsterdam unter anderem eine Begrenzung von Kurzzeitvermietungen geplant, um weniger Wohnraum der Schaffung von Ferienwohnungen zu opfern. Neben den idyllischen Grachten und der attraktiven Innenstadt ist es vor allem das Rotlichtviertel De Wallen, das jährlich mehrere Millionen Touristen nach Amsterdam lockt.

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