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Deutschland: Bundesweiter Streik mit massiven Verkehrseinschränkungen

München, 24.03.2023 | 10:13 | spi

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rufen für den 27. März gemeinsam zum Streik auf. An der Arbeitsniederlegung beteiligen sich zum einen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen. Zum anderen beteiligen sich auch die Beschäftigten der Bahn. Der Streik hat somit Auswirkungen auf den Zug- und Busverkehr im Nah- und Fernverkehr sowie auf die Flughäfen. Auch der Auto- und Schiffsverkehr ist betroffen, da die Beschäftigten der Autobahngesellschaft und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ebenfalls in den Ausstand treten.


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Verdi und die EVG rufen gemeinsam zu einem bundesweiten Streik auf, der das öffentliche Leben lahmlegt.
Update vom 24.03.2023, 10:13 Uhr

Am Flughafen München beginnt der Streik bereits am Sonntag, 26. März. An diesen beiden Tagen ist kein regulärer Passagier- und Frachtverkehr möglich. Geplant sind 737 Starts und Landungen, am Montag ähnlich viele. Allein in München sind rund 200.000 Fluggäste betroffen. Andere Verkehrssektoren in München wie die Bahn beginnen ihren Streik jedoch planmäßig am Montag.

Originalmeldung vom 23.03.2023, 14:13

Medienberichten zufolge haben die Gewerkschaften am Donnerstag in Berlin den Ausstand bestätigt. Der Streik hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet. Verdi und EVG wollen mit dem gemeinsamen Streik ihre Position im laufenden Tarifkonflikt stärken. Gleichzeitig legen sie damit den gesamten Verkehr in Deutschland lahm. Wer am 27. März in Deutschland reisen will, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Der Streik beginnt in der Nacht vom Sonntag auf den Montag um 0 Uhr und dauert 24 Stunden.
 
Züge stehen still, Tunnel werden gesperrt, Flüge gestrichen
 
Beschäftigte der Bahn, der Flugsicherung, der Autobahngesellschaft sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung treten gemeinsam in den Ausstand. Für den Schienenverkehr bedeutet das: Fernzüge fahren kaum oder gar nicht. In vielen Städten schließen sich die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs dem Streik an. Reisende an den deutschen Flughäfen müssen mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Wer vom Streik betroffen ist, sollte sich mit der Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Aufgrund der Beteiligung des Autobahnpersonals kann es zu Straßen- und Tunnelsperrungen kommen. Auch im Schiffsverkehr muss mit Einschränkungen gerechnet werden.
 
Verdi und EVG machen Druck auf Bund und Kommunen
 
Die von den Gewerkschaften geforderten Tarifanpassungen sind hoch. Verdi verlangt eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent, aber mindestens 500 Euro mehr. Die EVG geht mit der Forderung von 12,5 Prozent Lohn, aber mindestens 650 Euro, noch einen Schritt weiter. Das Gegenangebot der Deutschen Bahn soll laut EVG das Personal brüskiert haben. Der bundesweite Streik in allen Verkehrsbereichen ist ein neuer Höhepunkt der zähen Verhandlungen. 120.000 Beschäftige des öffentlichen Dienstes und 230.000 Bahn-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter nehmen am Streik teil.

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