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Italien erwägt Lockerungen beim Grünen Pass ab 2022

München, 13.10.2021 | 11:12 | soe

Italien erwägt Lockerungen in der Handhabung des Grünen Passes. Wie Gesundheits-Staatssekretär Andrea Costa ankündigte, will das beliebte Urlaubsland seine Regelungen zu den Anwendungsbereichen des Corona-Zertifikats zum Ende des Jahres neu bewerten und sie ab 2022 möglicherweise reduzieren. Aktuell wird das Dokument, das dem digitalen COVID-Zertifikat der EU gleichgestellt ist, beispielsweise für Restaurants, Museen und öffentliche Verkehrsmittel benötigt.


Italien: Verona
In Italien soll der Anwendungsbereich des Grünen Passes im Dezember 2021 neu festgelegt werden.
Costa äußerte sich in einem Fernsehinterview des Senders Rai Uno optimistisch über die Entwicklung der Corona-Lage in naher Zukunft. Im Dezember soll der aktuell verhängte Ausnahmezustand in Italien erneut geprüft und, sofern die Daten es zulassen, eventuell aufgehoben werden. Im Zuge dessen steht auch die Anwendung des Grünen Passes zur Debatte. Sofern sich die Corona-Situation im Land weiter bessert, kann die Pflicht zum Vorzeigen des Grünen Passes gelockert und möglicherweise in einigen Bereichen des täglichen Lebens ausgesetzt werden.
 
Was ist der Grüne Pass in Italien?
 
Der Grüne Pass ist das italienische Äquivalent zum digitalen COVID-Zertifikat der EU. Er bescheinigt einen vollständigen Corona-Impfschutz, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Testbescheid. Dabei darf es sich um einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test oder einen maximal 48 Stunden alten Antigen-Schnelltest handeln. Das Dokument wird seit dem 6. August für den Zutritt zu verschiedenen öffentlichen Einrichtungen verlangt, beispielsweise für die Innenräume der Gastronomie, Theater und Museen. Am 1. September kam ein Teil der öffentlichen Verkehrsmittel hinzu, darunter Inlandsflüge und überregionale Bahnen sowie Reisebusse.
 
Ab 15. Oktober nur mit Grünem Pass zur Arbeit
 
Ab kommendem Freitag wird der Anwendungsbereich des Grünen Passes noch einmal ausgeweitet. Dann dürfen Personen in Italien nur noch unter Vorlage eines Grünen Passes ihre Arbeitsstätten aufsuchen. Wer keine Impfung, Genesung oder einen negativen Test nachweist, kann suspendiert werden und riskiert nach dem fünften Tag die Freistellung ohne Bezahlung. In Rom kam es nach den Beschlüssen zu Demonstrationen.

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