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Kolosseum bekommt Holzboden in Arena

München, 12.05.2021 | 11:32 | soe

Das Kolosseum in Rom sieht einem bedeutenden Umbau entgegen. Sind derzeit aufgrund des fehlenden Arenabodens die Mauern des Untergeschosses von den Tribünen aus sichtbar, soll nun ein Boden aus Holz errichtet werden. Dieser wird nach Plänen des italienischen Kulturministeriums dem ursprünglichen Holzboden der römischen Antike ähneln und Besuchern des Kolosseums einen noch authentischeren Eindruck vermitteln.


Italien: Rom Kolosseum
Das Kolosseum in Rom soll künftig wieder einen mit Holz verkleideten Arenaboden bekommen.
Geplant ist die Fertigstellung und Freigabe des neuen Holzbodens ab 2023. Dann wird es staunenden Gästen nach dem Willen von Italiens Kulturminister Dario Franceschini noch leichter fallen, sich in die Zeit vor knapp 2.000 Jahren zurückzuversetzen und den ursprünglichen Zustand des Kolosseums vorzustellen. In der römischen Antike besaß das Gebäude ebenfalls einen Boden aus Holz, der zusätzlich mit Sand bedeckt war. Gestützt wurde die Konstruktion durch die Mauern des darunterliegenden Geschosses, in denen beispielsweise die Gladiatoren auf ihren Kampf warteten.
 
Neuer Boden aus Karbon und Holz
 
Der inzwischen weiterentwickelten Technologie wird jedoch durchaus Rechnung getragen: Als Material für den neuen, rund 3.000 Quadratmeter großen Arenaboden wurden Karbonleisten mit einer Verkleidung aus Holz gewählt. Diesen dürfen die Besucher des Amphitheaters dann auch betreten und somit den Blickwinkel der früher dort kämpfenden Menschen in Richtung Tribünen einnehmen. Damit jedoch auch das Untergeschoss weiterhin eingesehen werden kann, soll der neue Boden beweglich gestaltet werden. Die nach Informationen der Tagesschau auf diese Weise sichergestellte Luftzirkulation dient gleichzeitig dem Erhalt der antiken Strukturen.
 
Hoffnung auf Aufschwung nach der Corona-Pandemie
 
Vor dem Beginn der Corona-Pandemie machten rund 7,5 Millionen Gäste im Jahr das Kolosseum zum meistbesuchten Bauwerk Italiens. Im Jahr 2020 brach der Umsatz aus dem Verkauf von Eintrittskarten jedoch um 85 Prozent ein. Künftig soll die Neugestaltung das antike Amphitheater für die zurückkehrenden Touristen noch attraktiver machen. Italien hat angekündigt, ab dem 15. Mai wieder Einreisen aus anderen EU-Staaten ohne Quarantäne zu erlauben.

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