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Niederlande verbieten Nachtleben und verschärfen Maßnahmen

München, 12.07.2021 | 14:46 | soe

Die Niederlande haben zum 10. Juli wieder schärfere Corona-Maßnahmen verhängt. Diese treffen insbesondere das Freizeit- und Nachtleben, so gilt für gastronomische Betriebe wieder eine Sperrstunde und Nachtclubs sowie Diskotheken müssen gänzlich schließen. In dem Land waren die Infektionszahlen zuletzt wieder stark angestiegen, was unter anderem auf Partys und ähnliche Veranstaltungen zurückgeführt wird.


Niederlande
Die Niederlande haben zum 10. Juli wieder schärfere Corona-Maßnahmen erlassen und Nachtclubs geschlossen.
Der jüngste Anstieg der Inzidenzwerte in den Niederlanden hat die Regierung dazu bewogen, die Corona-Regeln im Land erneut zu verschärfen. Einrichtungen des Nachtlebens wie Tanzclubs und Diskos müssen den Betrieb wieder komplett einstellen, auch Veranstaltungen wie Musikfestivals ohne Sitzplätze sind vorerst gestrichen. Nach Informationen der Tagesschau dürfen Events im Sport- und Kulturbereich indes weiterhin stattfinden, hierbei gelten jedoch Abstandsgebote.
 
Sperrstunde ab Mitternacht
 
Darüber hinaus ist am vergangenen Wochenende erneut eine Sperrstunde für die Gastronomie in Kraft getreten. Restaurants, Cafés und Bars müssen fortan spätestens um Mitternacht schließen und dürfen frühestens um 6 Uhr wieder öffnen. Weder Musikern noch anderen Unterhaltungskünstlern sind Live-Auftritte in gastronomischen Betrieben gestattet. Zwischen den Tischen muss weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
 
Steigende Inzidenzwerte nach Partys
 
Erst vor zwei Wochen hatten die Behörden in den Niederlanden fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben und unter anderem das Feiern in Clubs und Diskotheken wieder erlaubt. Vor allem bei diesen Veranstaltungen kam es laut offiziellen Angaben jedoch in der Folge zu den meisten Neuinfektionen. Zwar wird für den Zugang in der Regel der Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test gefordert, dabei sollen laut Medienberichten jedoch häufig gefälschte Dokumente vorgelegt worden sein. Die neuen Maßnahmen sollen ein weiteres Ansteigen der Infektionszahlen verhindern und die Niederlande laut ihrem Ministerpräsidenten Mark Rutte davor bewahren, international wieder zum Corona-Risikogebiet erklärt zu werden.

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