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In Rom wird der öffentliche Nahverkehr mit Plastikflaschen bezahlt

München, 24.12.2019 | 08:00 | lvo

Thailand, Rom, Mexiko: Was haben diese drei Reiseziele gemeinsam? Sie alle haben 2019 innovative Konzepte zur Vermeidung oder Recycling von Plastik eingeführt. Damit sorgen sie für weniger Müll und mehr Nachhaltigkeit.


Italien: Rom Trevi-Brunnen Copyright © Volkmann
Den öffentlichen Nahverkehr in Rom können Nutzer mit Plastikflaschen bezahlen. © CHECK24/Volkmann
In Rom kann der öffentliche Nahverkehr seit diesem Jahr mit Plastikflaschen bezahlt werden. Was erst einmal merkwürdig klingt, ist ganz einfach: Wer alte Plastikflaschen an den dafür vorgesehenen Automaten abgibt, bekommt dafür Fahrkarten für den ÖPNV. Diese werden über eine App aufs Handy geladen und können in den römischen U-Bahnen und Bussen eingelöst werden. Für jede Flasche gibt es beim System „+Ricicli +Viaggi“ (Recycle und Reise) 30 Cent, für 30 Flaschen gibt es ein Ticket für eine einfache Fahrt. In Nigeria funktioniert ein ähnliches Projekt. Das Recycle Pay Project in Lagos erlaubt es Eltern beispielsweise, die Schulgebühren ihrer Kinder durch die Abgabe von recycelbaren Plastikflaschen zu finanzieren.

Thailand führt im Jahr 2022 ein Plastikverbot nach EU-Vorbild ein. Die Supermarktkette Rimping in Chiang Mai greift schon früher durch: Seit Frühling 2019 werden die Produkte nicht mehr in Plastik verpackt, sondern in Bananenblätter gewickelt. Auch Mexiko bedient sich an Pflanzen – hier wurde jedoch keine Verpackungsalternative, sondern gleich eine Plastikalternative entdeckt! So haben mexikanische Wissenschaftler Ersatz-Plastik aus dem Saft von Kaktusfeigen hergestellt. Dieses ist verdaulich und biologisch abbaubar: Nach einem Monat im Boden verrottet es, im Wasser zersetzt es sich nach einigen Tagen.

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