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Portugal: Ausgangssperre in 45 Gemeinden

München, 05.07.2021 | 12:14 | soe

Portugal hat in 45 Gemeinden erneut eine nächtliche Ausgangssperre erlassen. Unter diesen besonders vom jüngsten Anstieg der Corona-Fallzahlen betroffenen Regionen sind auch der Großraum um die Metropole Lissabon sowie neun Kommunen an der bei Urlaubern beliebten Algarve. Seit dem 2. Juli dürfen die Menschen ihre Häuser zwischen 23 und 5 Uhr nicht mehr verlassen, dies gilt explizit auch für Geimpfte.


Portugal: Algarve
Portugal hat in 45 Gemeinden am 2. Juli wieder eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt.
Der Beschluss des Ministerrats wurde am 1. Juli angekündigt und trat bereits einen Tag später in Kraft. Wie Staatsministerin Mariana Vieira da Silva auf der Pressekonferenz betonte, gelten die Beschränkungen für Ungeimpfte, Geimpfte und Genesene gleichermaßen. Damit gibt es auch für die Inhaber eines digitalen COVID-Passes der EU keine Ausnahmen. Zusätzlich zur Ausgangssperre wurden mehrere neue Beschränkungen erlassen. Neben der Hauptstadt Lissabon gelten diese auch in den Touristen-Hotspots Albufeira, Faro und Olhão an der Algarve, zudem unter anderem in Cascais und Porto.
 
Neue Corona-Auflagen in Portugal
 
In 19 der 45 Regionen, die mit „sehr hohem Risiko“ gekennzeichnet sind, treten die Auflagen in verschärfter Form in Kraft. Wo immer es möglich ist, muss dort im Homeoffice gearbeitet werden. Unter der Woche dürfen gastronomische Betriebe nur bis 22:30 Uhr öffnen, dabei sind Tische in den Innenbereichen mit höchstens vier und auf den Freisitzen mit maximal sechs Gästen zu besetzen. An Wochenenden müssen Cafés und Restaurants bereits ab 15:30 Uhr den Betrieb einstellen. Auch für den Einzelhandel gelten Auflagen bezüglich der Öffnungszeiten. Geschäfte müssen an Wochentagen um 21 Uhr schließen, an Wochenenden um 15:30 Uhr. Nur Lebensmittelläden dürfen an Wochenenden bis 19 Uhr öffnen.
 
Junge Menschen besonders betroffen
 
Die wiedereingeführte Ausgangssperre zielt insbesondere auf die jüngere Bevölkerung ab, welche sich durch die Sperrstunde nicht mehr zu abendlichen Zusammenkünften und Partys treffen soll. Derzeit breitet sich das Coronavirus in Portugal vorrangig unter jungen Menschen aus, da die Älteren bereits mehrheitlich über einen Impfschutz verfügen. Dabei soll nach offiziellen Angaben auch die neue Delta-Mutationsvariante eine große Rolle spielen. Sie gilt als wesentlich ansteckender und infiziert auch Menschen, die bereits eine Erstimpfung erhalten haben.

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