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Reise-Ampel: Gemeinsame Corona-Karte nimmt Form an

München, 07.10.2020 | 08:32 | soe

Die EU-Staaten arbeiten an einer gemeinsamen Corona-Karte. Sie soll nach einheitlichen Kriterien die Infektionslage der einzelnen Länder darstellen und so dem bisherigen Flickenteppich Einhalt gebieten, wie das Touristikportal FVW berichtet. Auf diese Weise erkennen Bürger durch Farbcodes, welche Regionen wie stark von der Corona-Pandemie betroffen sind.


Auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel werden die Beteiligten auch über die Einführung von Eurobonds diskutieren.
Die EU-Staaten wollen eine gemeinsame Corona-Karte erstellen, welche die Einstufung der Risikogebiete vereinheitlicht.
Bislang erfolgt die Einstufung der Corona-Risikogebiete in jedem Land nach eigenen Indikatoren und Schwellenwerten. Um hierbei mehr Einheitlichkeit zu schaffen, sollen sich die Mitgliedstaaten der EU künftig an den gleichen Faktoren orientieren. Die so entstehende gemeinsame Corona-Karte macht zum Beispiel für Reisende leichter erkennbar, in welchen Regionen die Infektionslage zu Einschränkungen führt. Per Ampel-System werden verschiedene Farben anzeigen, wo die Fallzahlen hoch und wo sie niedrig sind. Erstellt wird die geplante Karte von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC, sie soll einmal pro Woche aktualisiert werden.
 
Die neue Karte soll auch die corona-bedingten Einreisevorgaben zwischen den EU-Staaten regeln. So ist vorgesehen, dass Personen aus „grün“ eingestuften Regionen keinen Einreiseverboten mehr unterliegen. Gebiete sollen diese bestmögliche Einstufung erhalten, wenn sie binnen 14 Tagen weniger als 25 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner verzeichnen und weniger als vier Prozent der vorgenommenen Tests positiv ausfallen. Wann genau die Karte eingeführt wird, steht bislang noch nicht fest.

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