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Rio de Janeiro schließt Strände an Silvester

München, 29.12.2020 | 15:40 | soe

Rio de Janeiro opfert seine Silvesterfeierlichkeiten der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Das traditionelle Fest an den Stadtstränden der Copacabana wurde abgesagt, die Küstenabschnitte werden am Silvesterabend gesperrt. Auch die zunächst ersatzweise anberaumte Feier in Rio de Janeiro fällt nun aus.


Panorama von Rio de Janeiro
Die traditionelle Silvesterparty von Rio de Janeiro fällt in diesem Jahr aus, Strände der Stadt werden gesperrt.
Rio de Janeiro will die Copacabana am 31. Dezember 2020 ab 20 Uhr durch Polizeikräfte abriegeln lassen. Hierfür werden die Zufahrten zum Strand gesperrt und der öffentliche Nahverkehr stellenweise eingestellt. Auf einem 30 Kilometer langen Abschnitt der Küstenlinie zwischen Leme und Pontal wird zudem der Autoverkehr am Silvesterabend stillgelegt. Wer dennoch die betroffenen Gebiete betreten will, um seinen Arbeitsplatz oder seine Wohnung zu erreichen, muss am Silvesterabend eine Genehmigung vorzeigen. Mit der Maßnahme wollen die Behörden der Metropole am Zuckerhut eine weitere Steigerung der Infektionszahlen verhindern.
 
Legendäre Silvesterparty an der Copacabana
 
Normalerweise findet an der Copacabana alljährlich die größte Silvesterfeier von Rio de Janeiro statt. Neben dieser wurde in diesem Jahr auch das traditionelle Feuerwerk abgesagt, welches sonst von Flößen im Atlantik in den Himmel steigt. Ursprünglich sollte anstelle dessen eine virtuelle Party stattfinden, bei der Konzerte im Internet übertragen werden. Aus Respekt vor den Opfern der Corona-Pandemie und um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, haben sich die Veranstalter nun jedoch zur gänzlichen Absage entschlossen.
 
Steigende Infektionszahlen in Rio
 
Brasilien ist von der Corona-Pandemie stark betroffen. In Rio de Janeiro hatten sich die Infektionszahlen zwar zwischenzeitlich stabilisiert und mehrere öffentliche Einrichtungen daraufhin wieder geöffnet, zuletzt zeigte die Fallkurve jedoch wieder nach oben. Wie die städtischen Behörden mitteilten, sollen Verstöße gegen das Betretungsverbot der Strände mit Geldstrafen von bis zu rund 2.300 Euro geahndet werden.  

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