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Thailand: Einreisegebühr für Touristen ab April 2022

München, 13.01.2022 | 08:27 | soe

Thailand will die bereits angekündigte Einreisegebühr für Touristen und Touristinnen zum April 2022 einführen. Sie soll nach aktuellem Informationsstand 300 Baht betragen, was umgerechnet knapp 8 Euro entspricht. Die thailändische Regierung plant, die so eingenommenen Mittel zur Entwicklung nachhaltiger Tourismusattraktionen und für eine Unfallversicherung für ausländische Gäste zu verwenden.


Thailand: Koh Phi Phi
Thailand plant die Einführung der angekündigten Einreisegebühr für Urlauberinnen und Urlauber ab April 2022.
Die Pläne für eine verpflichtende Einreisegebühr für Urlauber und Urlauberinnen gibt es in Thailand bereits seit mehreren Jahren, zuletzt sollte sie im Jahr 2021 eingeführt werden. Durch die Corona-Pandemie und die Uneinigkeit über die Art und Weise der Erhebung kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen des Startdatums. Ab kommendem April soll die Gebühr nun final eingeführt werden, dann müssen ausländische Touristen und Touristinnen einen Betrag von 300 Baht entrichten. Damit fällt die Abgabe niedriger aus als die zwischenzeitlich angesetzten 500 Baht, welche noch im letzten Oktober veranschlagt worden waren. Nach Aussage von Regierungssprecher Thanakorn Wangboonkangchana wird die Einreisegebühr in Flugtickets eingepreist.
 
Gelder für Nachhaltigkeit und Versicherungsschutz
 
Genutzt werden sollen die finanziellen Mittel aus der Gebührenerhebung unter anderem für die Modernisierung der touristischen Infrastruktur. Dabei wird nach Plänen des Premierministers Prayut Chan-o-cha vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke eine große Rolle spielen. Darüber hinaus fließt auch ein Teil der Gelder in die medizinische Betreuung von Ausländern und Ausländerinnen. Benötigen diese aufgrund eines Unfalls Behandlungen und verfügen selbst über keinen ausreichenden Versicherungsschutz, soll ein aus den Einreisegebühren finanzierter Fonds einspringen.
 
Gemischte Reaktionen im Land
 
Das Festhalten der Regierung an der Einreisegebühr stößt in Thailand auf ein gemischtes Echo. Vor allem die Tourismusunternehmen fürchten eine zusätzliche Verzögerung in der Erholung des Reiseverkehrs, welcher durch die Corona-Pandemie schwer angeschlagen ist. Erst Anfang Dezember 2021 hatte der südostasiatische Staat die quarantänefreie Einreise im Rahmen des „Test & Go“-Modells aussetzen müssen, da auf diese Weise unerkannt Fälle der Omikron-Mutation ins Land gelangt waren. Nach einem Bericht der Bangkok Post wünscht sich der Verband thailändischer Reisebüros eine Verschiebung der Gebühr auf einen Zeitpunkt, an dem der Tourismus im Land wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht habe. Ob die Regierung einen erneuten Aufschub in Erwägung zieht, ist aktuell noch nicht bekannt. In einem Statement im vergangenen Oktober rechnete der Gouverneur der thailändischen Tourismusvereinigung TAT, Yuthasak Supasorn, nicht mit einer abschreckenden Wirkung der geringen Einreisegebühr. Vielmehr seien Urlauber und Urlauberinnen nach seiner Ansicht sicher gern bereit, in eine höhere Qualität des thailändischen Reiseverkehrs zu investieren.

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