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10 Gründe für einen Urlaub auf den Kanaren

Inselguide Kanaren: Emotion III

So schön die Baleareninseln Mallorca und Co. auch sind, in der kalten Jahreszeit wird es auch dort zu frisch für einen Strandurlaub. Spanienfans müssen aber trotzdem nicht verzagen. Schließlich warten westlich der marokkanischen Küste – auf demselben Breitengrad wie die Sahara und Florida – die Kanaren darauf, dem geneigten Urlauber die kalten Füße und die wintergeplagte Seele zu wärmen. Wem Sandalenwetter rund ums Jahr noch nicht Grund genug für eine Reise zu einer der Atlantikinseln ist, der findet hier neun weitere schlagende Argumente.

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Warmes Wetter auch im Winter

Inseln des ewigen Frühlings
Spanien: Kanaren - Gran Canaria - Puerte de Mogon

Kanarenklima ist nicht gleich Kanarenklima, denn jede der Inseln hat ihre kleinen wettertechnischen Eigenheiten. Berge und Winde machen einige Eilande grüner, andere trockner oder windiger. Trotzdem lässt sich allgemein sagen: Das Klima auf den Kanarischen Inseln ist rund ums Jahr angenehm warm. Zwar variieren die Temperaturen auch hier etwas zwischen Sommer und Winter, extreme Ausschläge bleiben aber aus. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen das ganze Jahr im 20-Grad-Bereich und im Winter halten sich die Niederschläge mit höchstens zehn Regentagen pro Monat aus statistischer Sicht in Grenzen. Kurz gesagt: Auch im Winter herrscht hier Badewetter.

Ein genauer Blick auf das Klimadiagramm der jeweiligen Insel lohnt sich trotzdem. So wisst ihr vorab, dass Regen auf Lanzarote ein eher seltenes Phänomen und die Insel dementsprechend karg und trocken ist, während es auf La Palma, La Gomera und El Hierro viel Grün gibt. Auf Gran Canaria regnet es dagegen ebenfalls eher selten, die hohen Berge im Zentrum verleihen dem Klima auf der kreisrunden Insel jedoch etwas Abwechslung. Auf Fuerteventura wiederum ist der Wind schon Teil des Namens und macht das Eiland zum Top-Surfspot der Kanaren. Die Wetterschneise zwischen dem nördlichen und südlichen Teil von Teneriffa macht sich vor allem im Winter bemerkbar, sodass ihr hier Badewetter und sattgrüne Landschaft gleichermaßen genießen könnt.

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Die richtige Insel für jeden Geschmack

Die süße Qual der Wahl
Inselguide Kanaren: La Gomera - Klippe

Welche Insel euch am besten gefällt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie ihr euren Kanaren-Urlaub verbringen möchtet. Teneriffa ist nicht nur flächenmäßig am größten, sondern beheimatet mit dem 3.718 Meter hohen Pico del Teide auch den höchsten Berg Spaniens und ist der Allrounder des Archipels. Die Insel eignet sich für einen reinen Strandurlaub genauso wie für einen Mix aus Baden, Sport und Ausflügen in die Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Gran Canaria gilt auch im Winter als absoluter Sonnenscheingarant und ist deshalb besonders bei Badeurlaubern beliebt. Die Wolkenformationen um den Pico de las Nieves im Zentrum der Insel bieten Abwechslung am sonst nahezu immer blauen Himmel.

Lanzarote wiederum wartet neben Stränden mit hellem und schwarzem Sand mit den vulkanischen Mondlandschaften des Nationalparks Timanfaya und den Werken des Inselkünstlers César Manrique auf, die ihr mal auf einem Kreisverkehr, mal als Haus mitten in einem Lavafeld, mal als avantgardistischen Aussichtspunkt bewundern könnt. Die drei kleineren Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro bieten dagegen mit viel unberührter Landschaft Erholung für Naturliebhaber, Individualisten und Ruhesuchende. Einen ausführlicheren Einblick in die Eigenheiten der einzelnen Kanareninseln gibt es bei unserem Inselvergleich.


Übrigens
Wenn ihr euch nach absoluter Ruhe sehnt, schaut doch mal bei einem Tagesausflug auf La Graciosa vorbei. Sie ist seit dem 6. November 2018 offiziell die achte Kanarische Hauptinsel und noch kaum touristisch erschlossen.
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Kurze Reisezeit, gute Flugverbindungen

Günstige Urlaubslogistik
Spanien: Kanren - Flughafen Lanzarote

Zugegeben – die Flüge auf die Kanaren sind nicht die kürzesten, aber sicher auch nicht die längsten. Egal, ob ab dem deutschen Norden oder mit kleinem Standortvorteil ab Stuttgart oder München, nach vier bis viereinhalb Stunden landen die Flieger auf den Kanaren. Der entscheidende Vorteil sind die vielen Direktflüge zwischen den fünf großen Inseln und diversen deutschen Städten, die sich auch positiv auf die Flugtage, Abflugzeiten und Preise auswirken.

Teneriffa hat sogar gleich zwei Flughäfen, wobei die meisten Airlines den Flughafen im touristisch geprägten Süden der Insel anfliegen. Wer sich dagegen für einen Urlaub auf einer der beiden kleineren Inseln La Gomera und El Hierro entscheidet, muss sich noch auf einen kurzen Flug zwischen den Inseln einstellen.

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Für jeden das richtige Dach überm Kopf

Hotelzimmer, Bungalows und mehr
Hotel: Einrichtung - Ausblick

Nicht nur auf den einzelnen Inseln findet jeder Urlauber das richtige Plätzchen für seinen Traumurlaub, dasselbe gilt auch für die Unterkünfte auf den Kanaren. Egal ob ihr auf der Suche nach Last-Minute-Angeboten oder einem Hotel mit Top-Rankings bei anderen Urlaubern seid, die Kanarischen Inseln bieten etwas für jeden Geschmack und Geldbeutel. Für junge Leute und alle, die einen unbeschwerten Bade- und Städteurlaub machen wollen, bietet sich zum Beispiel das Hotel Astoria auf Gran Canaria an. Bei Familien ist das Bungalows HL Miraflor Suites besonders beliebt, bei Surfern, Wasser- und anderen Sportlern das LABRANDA Bahia de Lobos auf Fuerteventura und Golfer werden im Cordial Green Golf auf Gran Canaria ihre Freude haben.

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Spaß für die ganze Familie

Mit Kindern auf die Kanaren
Teneriffa: Ausflugsziel - Loro Parque

Neben der angenehm kurzen Anreisezeit und der großen Auswahl an Direktflügen gibt es noch weitere Vorteile der Kanarischen Inseln, die sie zu einem idealen Urlaubsziel für Familien mit Kindern machen. Sanft abfallende, saubere Strände mit seichtem Wasser lassen vielerorts das Planschen und Sandburgenbauen für die Kleinsten zu einem großen Vergnügen werden. Zudem haben sich viele Hotels auf die Bedürfnisse von Familien spezialisiert und bieten von Kinderbetreuung über eigene Spielplätze und Kinderpools viele Annehmlichkeiten. Nicht zuletzt gibt es auf den Inseln spannende Ausflugsziele und Freizeitparks zu entdecken, die Kinderaugen zum Leuchten bringen. So umflattern im Loro Park auf Teneriffa hunderte bunter Papageien die Besucher, während im Siam Park vor asiatischer Kulisse aufregende Wasserrutschen und weitere Fahrgeschäfte locken.

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Strand mal anders

Pechschwarz statt schneeweiß
Spanien: Kanaren - Lanzarote - El Golfo

Schneeweiß und palmengesäumt ist schön, pechschwarz und von kantigen Felsen und Sukkulenten umgeben aber auch! Wer nicht direkt nach Hawaii fliegen will und wem Island zum Baden dann doch ein bisschen zu kalt ist, dem bieten die Kanaren die optimale Gelegenheit, die Wonnen eines Strandurlaubs auf einer Vulkaninsel zu testen. Denn statt immer nur weiß und feinpudrig gibt es hier teils kilometerlange Strände mit Sand in allen möglichen Farben und Körnungsgraden, mal sanft und flach, mal von malerischen Felsen gesäumt. Und keine Sorge – weiß und weich ist auch dabei, zum Beispiel an der weitläufigen Playa de las Teresitas auf Teneriffa oder der Playa de las Cantras auf Gran Canaria.

Eher goldgelb als weiß, dafür aber umso weitläufiger sind die Strände auf der Halbinsel Jandía auf Fuerteventura. Für Badeurlaub unter Umständen etwas zu windig, dafür aber umso beliebter bei Kite- und Windsurfern sowie Wellenreitern sind die Playa Barca auf Fuerteventura, La Caleta de Famara auf Lanzarote und El Médano auf Teneriffa. Einer der schönsten Strände mit schwarzem Sand heißt schlicht La Playa und befindet sich auf La Gomera.

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Die Landschaft

Mondlandschaften, Dünen, grüne Wälder
Spanien: Kanaren - Lanzarote Timanfaya

Auch abseits der Strände wartet der Archipel mit landschaftlicher Vielfalt auf und macht die Kanaren zum Paradies für alle, die gern in der Natur wandern, laufen, Rad fahren oder auf Dromedaren reiten möchten. Letzteres kann man zum Beispiel auf Lanzarote bei einer Tour durch den Nationalpark Timanfaya. Hier befindet sich bis heute das Epizentrum der vulkanischen Aktivität auf der Insel, die zu etwa drei Vierteln mit Lava bedeckt ist – ausgespien aus mindestens 300 Kratern von etwa 100 Vulkanen. Die unter dem Boden brodelnde Hitze in den Feuerbergen wird unter anderem zum Kochen verwendet und demonstriert eindrucksvoll die Kraft der Naturgewalten.

Auch auf Teneriffa und Gran Canaria prägen die Krater des Teide und des Pico de las Nieves die Landschaft. Dank ihrer Höhe von 3.718 und 1.949 Metern sind die Gipfel teilweise sogar schneebedeckt. Zu den bergigen Vulkanlandschaften gesellen sich vor allem auf La Gomera, La Palma und im Norden Teneriffas üppig grüne Wälder und eindrucksvolle Dünenlandschaften von Maspalomas auf Gran Canaria bis Corralejo auf Fuerteventura.

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Surfen, Kiten, Wellenreiten

Das Hawaii Europas
Spanien: Kanren - Strand Lanzarote

Der absolute Top-Spot für alle Sportarten, die Meer, Wind und Wellen kombinieren, ist Fuerteventura. Besonders die Strände im Norden bieten Wellenreitern, Windsurfern und Kiteboardern optimale Bedingungen. Der Süden der Insel lässt sich allerdings mitnichten lumpen – seit mehr als 30 Jahren werden die Wettkämpfe für den World Cup im Windsurfen und inzwischen auch im Kiteboarding an den Stränden von Costa Calma ausgetragen. Es muss aber nicht immer Fuerteventura sein, auch Lanzarote, Teneriffa und Gran Canaria sind bekannt für ihre vielen exzellenten Surf-Spots, weshalb Wassersportler die Kanaren gern auch als "Hawaii Europas" bezeichnen.

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Auch ohne Wellen und Wind aktiv

Wandern, Radfahren, Tauchen
Spanien: Kanaren - Wanderung

Aktivurlauber, die sich lieber unter Wasser oder im Trockenen bewegen, kommen auf den kanarischen Inseln ebenfalls voll auf ihre Kosten. Allein die Hotels bieten häufig ein breites Sportangebot von Fitness über Tennis bis Golf. Wer sich besonders gerne in der Natur bewegt, wird die Kanaren sowieso lieben. Taucher finden bei ganzjährig angenehmen Wassertemperaturen und guten Sichtweiten sowie mit bizarren Lavaformationen, Schiffswracks und artenreichen Gewässern auf jeder der Inseln ihr Urlaubsglück unter Wasser. Wanderer werden besonders Teneriffa, Gran Canaria und La Palma lieben. Genauso wie Radfahrer, die allerdings auch auf den etwas flacheren Straßen von Lanzarote und Fuerteventura auf ihre Kosten kommen. Und La Gomera und El Hierro sind sowieso optimal für alle, die unberührte Landschaften dem großen Urlaubsgetümmel vorziehen.

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Genießen wie die Einheimischen

Schrumpelkartoffeln, Mojos und fangfrischer Fisch
Spanien: Kanaren - Lanzarote Essen

Mit viel Salz schrumpelig gekochte, butterweiche Kartoffeln, frisch gefangener und gebratener Fisch, dazu verschiedene frische Soßen – mal mit Knoblauch und sattgrün vor lauter Kräutern, mal feurig rot dank Peperonis und Paprikapulver. Dazu ein Glas kühler, samtig gelber, auf Lavagestein gewachsener Weißwein. Wem jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, der ist auf den Kanaren genau richtig. Aber auch, wer kein expliziter Gourmet ist, wird an den so einfachen wie leckeren papas arrugadas mit den für die Kanaren so typischen Soßen mojo verde oder mojo rojo seine Freude haben. Für den kleinen Snack zwischendurch empfehlen sich die kanarischen Bananen. Sie sind etwas kleiner als das handelsübliche Modell in Mitteleuropa, dafür aber besonders aromatisch.

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Über den Autor

Julia Wöhrle

„Mich brennt's in meinem Reiseschuh“ habe ich schon als Kind bei den mir unliebsamen Wanderurlauben in den Alpen geträllert. Inzwischen entscheide ich selbst, wo die Reise hingeht: Mal nach Island, mal nach Belize, aber dann war es doch immer wieder Spanien und ganz besonders oft und gerne Sevilla. Meine Begeisterung für fremde Länder, Menschen, Sitten und Gerichte fließt immer auch in meine Blogartikel ein.