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Peru erhöht erlaubte Besucherzahl für Machu Picchu

Peru erlaubt seit dem 17. Juli wieder mehr Besucher und Besucherinnen pro Tag in der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu. Bis zu 4.044 Menschen dürfen sich von nun an täglich die Sehenswürdigkeit in den Anden anschauen, bislang waren es nur 3.044. Die Lockerung soll allerdings zunächst nur bis zum Dezember 2022 gelten und den durch die Pandemie schwächelnden Tourismus der Region wieder ankurbeln.
Die peruanische Regierung gab die Entscheidung in der offiziellen Tageszeitung El Peruano bekannt. Vor der Pandemie kamen bis zu 5.800 Touristen und Touristinnen pro Tag in die antike Stätte, im Jahr 2020 empfahl die UNESCO allerdings eine Reduzierung der Kapazitäten. Die Organisation riet dem südamerikanischen Land, nur noch höchstens 2.244 Menschen täglich in der Zitadelle zuzulassen, um die empfindliche Bausubstanz der jahrhundertealten Stadt zu schützen. Peru entschied sich jedoch für einen Mittelweg und deckelte die Besucherzahl zunächst auf 3.044.
 
Balance zwischen Tourismus und Kulturschutz
 
Bis Ende des Jahres 2022 wird die Kapazität nun allerdings wieder um 1.000 Besucher und Besucherinnen pro Tag erhöht. Der Grund dafür liegt in wirtschaftlichen Interessen des Landes, wie Tourismus- und Außenhandelsminister Roberto Sánchez erklärt. Laut seiner Aussage habe der Tourismus die Fähigkeit, in kurzer Zeit Devisen zu generieren. Mit der Anziehungskraft, die Machu Picchu auf internationale Urlauber und Urlauberinnen hat, wird die gesamte Tourismuskette angekurbelt und die Wirtschaft des Landes auf regionaler und nationaler Ebene gefördert. Nichtsdestotrotz solle dem Schutz des Wahrzeichens Rechnung getragen werden. Die UNESCO wird über die vorübergehende Erhöhung der Besucherzahl informiert, zudem wollen die Behörden die Entwicklung beobachten und der Organisation alle zwei Monate Bericht erstatten.
 
Über Machu Picchu
 
Die Inkastadt Machu Picchu wurde auf einem Bergrücken im 15. Jahrhundert erbaut und liegt 75 Kilometer von Cusco, damals Hauptstadt des Inka-Reichs, entfernt. Seit 1983 führt die UNESCO die Zitadelle gemeinsam mit dem sie umgebenden Schutzgebiet als Weltkulturerbe, sie gilt als eine der größten touristischen Sehenswürdigkeiten Südamerikas. Ab 2019 wurden Besucher und Besucherinnen nur noch zwischen 6 und 14 Uhr auf das Gelände eingelassen, die maximale Aufenthaltsdauer beträgt zwischen vier und sieben Stunden.