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Foto-Knigge im Urlaub – was darf vor die Linse und was nicht?

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Was wäre der schönste Urlaub ohne die Flut an Erinnerungsbildern, mit deren Hilfe die Reise noch lange im Gedächtnis bleibt? Schließlich möchten ja auch die lieben Daheimgebliebenen Zeugen eurer Abenteuer werden und einen Eindruck davon bekommen, wie ihr die Ferien verbracht habt. Also Handy oder Kamera zücken und immer fröhlich drauflos fotografieren? Lieber nicht! In manchen Kulturen ist es nämlich nicht nur ein unhöflicher Fauxpas, bestimmte Motive ungefragt abzubilden, sondern sogar eine Straftat. Damit ihr euch nicht ungewollt danebenbenehmt und am Ende vielleicht die hübsche Aussicht nur noch durch schwedische Gardinen betrachten könnt, haben wir ein paar wertvolle Tipps zusammengetragen.

01

Vietnam

Bitte nicht bei der Arbeit!
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Beim Urlaub in Vietnam werdet ihr auf ein sehr offenes und freundliches, aber auch stolzes Volk treffen. Die berühmte asiatische Zurückhaltung macht es allerdings nicht immer leicht, das Gegenüber richtig zu verstehen. Nur weil euch eine Person anlächelt, wenn ihr die Kamera zückt, bedeutet das nicht automatisch ein Einverständnis zum Fotografiertwerden – das Lächeln gehört im Umgang miteinander einfach dazu. Achtet daher auf weitere Gesten, die euch eine deutlichere Zustimmung oder Ablehnung signalisieren. Bei einem Wedeln mit der Hand ist zum Beispiel kein Foto erwünscht. Unbedingt vermeiden solltet ihr es, Menschen bei körperlichen Arbeiten abzulichten. Das damit verbundene – möglicherweise verschwitzte und verschmutzte – Erscheinungsbild gilt als beschämend und würde die fotografierte Person ihr Gesicht verlieren lassen.

  • Ungern wird in Vietnam auch das Fotografieren aus dem Flugzeug heraus gesehen.
  • Ein direktes „Nein“ ist in der vietnamesischen Kommunikation unüblich. Spürt ihr, dass euer Gegenüber auf die Bitte um ein Foto ausweichend antwortet, lasst die Finger vom Auslöser.

02

Thailand

Buddha knuddeln verboten
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Die äußerst gastfreundlichen Bewohner des vielseitigen Urlaubsziels Thailand werden eine Bitte um ein Foto nur selten abschlagen, dennoch solltet ihr Personen auch dort unbedingt zuvor fragen. Selbst buddhistische Mönche in ihren traditionellen Gewändern posieren auf Anfrage oftmals bereitwillig mit begeisterten Touristen. Weibliche Reisende sollten allerdings darauf achten, nicht etwa im Überschwang einem der Gläubigen die Hand auf die Schulter zu legen, denn den Mönchen ist jeglicher Körperkontakt mit Frauen strengstens verboten. Auch im Umgang mit religiösen Symbolen wie den allgegenwärtigen Buddha-Statuen ist Feingefühl gefragt. Wenn ihr euch einfach neben einen Buddha stellt und fotografieren lasst, ist das in aller Regel kein Problem, allerdings solltet ihr keinesfalls auf ihm herumklettern oder euch gar auf ihn draufsetzen. Auch scheinbar scherzhafte Posen wie Wangenküsschen werden als beleidigend empfunden und gehören daher zu den No-Gos. Außerdem solltet ihr euch beim Posieren nie vor die Statue stellen und ihr damit den Rücken zukehren.

  • Die Füße gelten in Thailand als unreine Körperteile und sollten deshalb bei einer Sitzposition niemals auf einen Buddha zeigen.
  • Zeigt euch auch beim Thema Königsfamilie sehr respektvoll, denn diese wird in Thailand hoch verehrt – ebenso wie ihre Abbildungen! Respektlose Bemerkungen oder Witze über ein Foto des Regenten sind also nicht empfehlenswert.

03

Ägypten

Ärger im Anflug
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Längst sind neben Stativen und Selfiesticks auch ferngesteuerte Drohnen im Alltag der Hobbyfotografen angekommen, die hoch oben aus der Luft noch einmal eine ganz neue Perspektive des Urlaubsortes festhalten. Allerdings bergen die kleinen Flugobjekte nicht nur viel Freude beim Filmen und Fotografieren, sondern aus Sicht vieler Behörden auch große Risiken für die Sicherheit des Landes. In Ägypten ist deshalb nicht nur die Nutzung, sondern sogar die Einfuhr von Drohnen ohne Sondergenehmigung (die kaum bis gar nicht erteilt wird) verboten. Es trotzdem zu versuchen und den kleinen Fotoflieger für ein paar Erinnerungen an die tollen Ausflüge im Gepäck zu verstecken, ist keine gute Idee: Je nach Lage des Falles drohen euch hohe Geldstrafen oder sogar bis zu sieben Jahre Haft, wenn ihr bei der Einreise erwischt werdet. In jedem Fall wird das technische Spielzeug erst einmal beschlagnahmt und ihr könnt nicht sicher sein, ob ihr es vor dem Heimflug wieder zurückbekommt.

  • Außer in Ägypten ist die Nutzung von Drohnen unter anderem auch in Marokko und Tunesien verboten.
  • In Indonesien dürft ihr die Multicopter zwar fliegen lassen, allerdings nur innerhalb eurer direkten Sichtweite und nicht höher als 150 Meter. Verstöße kosten bis zu 66.000 Euro Strafe.
  • In Tschechien dürfen Drohnen nicht mehr über Nationalparks in die Luft steigen. Das seit Ende 2018 geltende Flugverbot soll die empfindliche Tierwelt vor Störungen schützen und wird mit bis zu 400 Euro Geldstrafe bei Zuwiderhandlungen durchgesetzt.
  • Auch in Norwegen gibt es bei einigen beliebten Sehenswürdigkeiten ein Drohnenverbot zu beachten, so zum Beispiel im Umkreis des Osloer Schlosses und seit 2018 auch an der Felsformation Preikestolen.

04

Italien

Der eigene Arm muss reichen
Italien: Rom

Der europäische Stiefel strotzt nur so von herrlichen Fotomotiven an den malerischen Küsten, im idyllischen Inland, wie den traumhaften Abruzzen, und vor allem in den kulturreichen Städten. Allein in Rom könnt ihr eigentlich keinen Schritt tun, ohne nicht über eine erinnerungswürdige Aussicht zu stolpern. Wer zum Beispiel bei einem Wochenendtrip in die Ewige Stadt nicht nur besonders viel von dem tollen Panorama, sondern auch das eigene Konterfei mit aufs Bild bringen möchte, muss allerdings den eigenen Arm ordentlich ausstrecken – die Nutzung von Selfiesticks ist nämlich mancherorts verboten. So dürfen die beliebten Teleskopstangen nicht mit in das Kolosseum genommen werden und auch bei der Besichtigung der Vatikanischen Museen müssen die Fotohilfen draußen bleiben. Der Grund für die Verbote liegt zum einen in der Sicherheit der Kunstwerke, zum anderen in der Sorge um die Unversehrtheit der Besucher. Schließlich kann bei der Suche nach der perfekten Perspektive rasch einmal ein Hinterkopf oder eine antike Vase in den Radius des Selfiesticks geraten.


Weitere Orte mit Selfiestick-Verbot
  • Südkorea (aus Angst vor Datenspionage)
  • Das Metropolitan Museum in New York City
  • Die Disney-Vergnügungsparks
  • Das Schloss Versailles
05

Frankreich

Geschützte Lichtkunst am Eiffelturm
Frankreich: Paris - Romantik

Wohl kaum ein Besucher wird die weltberühmte Stadt der Liebe wieder verlassen, ohne mindestens einen Schnappschuss des Pariser Wahrzeichens auf der Speicherkarte zu sichern. Der Eiffelturm am Ufer der Seine ist Protagonist oder Requisit unzähliger Urlaubsbilder und verrät jedem Betrachter sofort, in welcher Metropole Frankreichs der Fotograf unterwegs war. Besonders schön anzusehen ist das Bauwerk bei Nacht, wenn es in einem goldenen Licht erstrahlt. Doch wusstet ihr, dass ihr den Eiffelturm ausgerechnet dann nicht fotografieren dürft? Zwar ist sein Erbauer Gustave Eiffel schon seit über 95 Jahren tot und das Urheberrecht damit erloschen, die aufwändige Lichtinstallation stammt jedoch von dem Künstler Pierre Bideau. Da dieser noch sehr lebendig ist, dürfen Fotos des beleuchteten Turms nicht ohne Genehmigung aufgenommen werden. Allerdings toleriert die Betreibergesellschaft SETE private Aufnahmen ohne kommerzielle Nutzung, wenn ihr sie mit dem Copyright „© Tour Eiffel – illuminations Pierre Bideau“ verseht.

  • Der beste Platz, um für Instagram ein Selfie mit oder ein Foto vom Eiffelturm zu machen, ist das Palais du Trocadéro. Die dortige Aussichtsplattform bietet einen wundervollen Blick auf Paris und das berühmte Bauwerk.
  • Der Eiffelturm ist an 365 Tagen im Jahr für Besucher geöffnet. Wer sich die langen Warteschlangen ersparen möchte, kann sich ein Eintrittsticket mit bevorzugtem Zugang schon im Voraus online kaufen.
  • So sehr die Pariser ihren Eiffelturm heute lieben, so unwillkommen war er den Stadtbewohnern während seiner Bauphase von 1887 bis 1889. Selbst berühmte Künstler wie Guy de Maupassant konnten sich für die als „Schande von Paris“ beschimpfte Stahlkonstruktion nicht erwärmen. Einmal eröffnet, legte sich der Unmut in der Bevölkerung aber rasch und so war auch bald vom ursprünglich geplanten Abriss nach 20 Jahren keine Rede mehr.
06

Philippinen

Angst ums kindliche Seelenheil
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„Ooooooch, ist das niedlich!“ – über dieses Kompliment zu ihrem schlafenden Baby freut sich wohl jede Mutter der Welt, auch auf den Philippinen. Entzückt bestaunt werden dürfen die Kleinen dort durchaus, aber bitte zückt bloß nicht den Fotoapparat! Im verbreiteten Volksglauben existiert nämlich die Angst, dass die Kamera die Seele des schlafenden Kindes stehlen könnte. Auch schwangere Frauen sollten keinesfalls ungefragt auf euren Urlaubsfotos landen, laut einem alten philippinischen Aberglauben könnte das Ungeborene sonst sterben. Derlei Befürchtungen werden euch auf dem Land wahrscheinlich gehäufter begegnen als in den moderneren Großstädten, dennoch ist es empfehlenswert, aus Rücksicht auf die Traditionen überall Vorsicht walten zu lassen. Auch hier gilt: Lieber zunächst freundlich um Erlaubnis bitten, als einfach ungefragt drauflos zu fotografieren.

  • Abgesehen vom Konterfei ihrer schlafenden Kinder zeigen sich Philippiner ganz und gar nicht fotoscheu und posieren auf Anfrage meist gerne für Erinnerungsbilder. Es kann euch durchaus passieren, dass der Angesprochene noch weitere Familienmitglieder herbeiruft, damit sie mit aufs Foto kommen.
  • Während des Essens oder bei der Körperpflege solltet ihr auf den Philippinen niemanden fotografieren.
  • Einige Händler sehen es nicht gern, wenn Bilder von ihren Waren gemacht werden. Sie fürchten, Räuber könnten diese auskundschaften.
07

Indien

Gegen Gebühr dem Tiger auf der Spur
Indien: Taj Mahal

Indien verlockt schon allein durch seine opulente Farbenpracht zu einem Meer an Erinnerungsfotos, doch auch dort gibt es den einen oder anderen Stolperstein zu umschiffen. So dürfen beispielsweise manche archäologischen Sehenswürdigkeiten nicht ohne behördliche Genehmigung fotografiert werden. Erhältlich sind diese bei einer eigenen Abteilung des Kulturministeriums. Zudem erheben einige Nationalparks eine Gebühr für Fotoaufnahmen, die sich aber besonders dort lohnt, wo die Chance einer Sichtung der berühmten indischen Tiger besteht. Von den rund 100 Parks, die zusammen etwa 40.000 Quadratkilometer Fläche umfassen, sind beispielsweise der Pench Nationalpark, der Kanha Nationalpark und der Bandhavgarh Nationalpark für ihre wildlebenden Bengalischen Tiger bekannt. Der Kanha Nationalpark inspirierte übrigens Rudyard Kipling zum Verfassen seines berühmten Werkes „Das Dschungelbuch“!


Hinweis
Indische Großstädte haben oft mit Smog und Luftverschmutzung zu kämpfen, was auch auf euren Fotos für einen unschönen „Schleier“ sorgen kann. Nutzt daher am besten die frühen Morgenstunden für Schnappschüsse, wenn die Luft noch klarer ist und auch das Licht viel weicher fällt als mitten am Tag.
08

Bolivien

Behutsamkeit bei indigenen Einwohnern
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Das südamerikanische Land hat landschaftlich und kulturell eine riesige Vielfalt zu bieten, deren Schönheit Urlauber natürlich auch gern auf Erinnerungsbildern festhalten möchten. Während weder der tropische Regenwald noch die schneebedeckten Berggipfel der Anden etwas dagegen haben dürften, der Star eurer Schnappschüsse zu sein, gilt dies nicht immer für die Einwohner Boliviens. Noch immer leben viele indigene Bevölkerungsgruppen in dem Staat, die besonders in ländlichen Gebieten ihre ursprüngliche Kultur und Gebräuche pflegen. In manchen Stämmen fürchten besonders die Frauen, dass eine Fotografie ihrer Seele Schaden zufügt, weshalb Besucher stets rücksichtsvoll mit der Kamera umgehen sollten.


Tipp
Geradezu surreale Fotomotive findet ihr im Südwesten Boliviens in der Salar de Uyuni. Dabei handelt es sich um die mit über 10.000 Quadratkilometern Fläche größte Salzpfanne der Erde, in der ihr euch wie in einem Gemälde von Salvador Dalí fühlen werdet.
09

Saudi-Arabien

Keine Personen oder Privateigentum
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Wer den arabischen Kulturkreis besucht, sollte sich generell zuvor mit den dortigen Gepflogenheiten beschäftigen, die sich von den europäischen teils sehr unterscheiden. Das Fotografieren bildet da keine Ausnahme: Privateigentum und ganz besonders Personen dürfen nämlich nicht mit aufs Bild. Der Grund dafür liegt in der strengen Auslegung des Islam, die jegliche Abbildung von Lebewesen als Sünde betrachtet. Privateigentum können übrigens auch Gebäude sein, wie zum Beispiel ein königlicher Palast. Immerhin öffentliche Plätze wie Einkaufszentren und berühmte Bauwerke dürfen ohne extra Erlaubnis fotografiert werden, sofern dies keine Hinweisschilder untersagen. Aber auch diese Freiheit haben Touristen in Saudi-Arabien erst seit 2006, zuvor waren in dem konservativen Königreich Schnappschüsse in der Öffentlichkeit generell verboten.


Übrigens
Auch wenn die Vereinigten Arabischen Emirate und Dubai im Allgemeinen als offener gelten als Saudi-Arabien, gibt es dort ähnliche Einschränkungen fürs Fotografieren. Herrscherpaläste, Regierungsgebäude und Personen, die nicht um Erlaubnis gebeten wurden, sind absolut tabu.
10

Guatemala

Keine Kinder vor der Linse
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Während auch hierzulande das Fotografieren fremder Kinder als äußerst unhöflich empfunden wird, ist es in Guatemala aus einem sehr ernsten Grund tunlichst zu unterlassen. In dem zentralamerikanischen Staat ist nämlich mancherorts die Gefahr von Kindesentführungen, mit denen Lösegeld von den Eltern erpresst werden soll, sehr groß. Dementsprechend vorsichtig sind die Familien und können sehr ungehalten reagieren, wenn ihr Nachwuchs ungefragt Motiv eines Touristenfotos wird. Richtet eure Kamera lieber auf eines der zahlreichen Highlights der guatemaltekischen Natur, beispielsweise auf einen aktiven Vulkan. Derer hat das Land nämlich gleich mehrere zu bieten und einige können sogar bei einer faszinierenden Wanderung bestiegen werden.


Tipp
Eine weitere sehr fotogene Sehenswürdigkeit ist die Ruinenstadt Tikal der antiken Maya-Kultur. Sie liegt mitten im Urwald und bietet besonders in den frühen Morgenstunden, wenn rundherum der Dschungel erwacht, eine unvergessliche Kulisse.
Weltweiter Wegweiser
  • Militärische Anlagen, Grenzposten und Polizeistationen sollten generell nicht fotografiert werden. Die schon als Sehenswürdigkeit geltende Davidwache auf der Hamburger Reeperbahn bildet vielleicht die berühmte Ausnahme von der Regel, normalerweise sind diese Einrichtungen aber keine Touristenattraktionen, sondern sensible Institutionen des Staates. In vielen Ländern droht euch bei einem Schnappschuss dieser Gebäude nicht nur ein Rüffel, sondern sogar eine Geld- oder Gefängnisstrafe.
  • Auch wenn der Einheimische in traditioneller Kleidung ein faszinierendes Fotomotiv abgibt – sofern er nicht explizit für euch posiert, drückt nicht ungefragt auf den Auslöser. Es ist ein Zeichen des Respekts, die Fotografierten zuvor um Erlaubnis zu bitten. Dafür müsst ihr nicht einmal eine gemeinsame Sprache sprechen, ein freundliches Lächeln mit fragendem Zeigen auf die Kamera genügt oft schon für die Verständigung.
  • Vorsicht bei religiösen Stätten! Wenn diese aktiv genutzt werden und gerade ein Gebet oder eine Zeremonie im Gange ist, sollte die Kamera immer in der Tasche bleiben. Aber auch der spirituelle Ort selbst kann für die Einheimischen eine sehr sensible Angelegenheit sein, dessen fotografische Abbildung religiöse Gefühle verletzt.
  • Mit knuffigem Koala im Arm, rittlings auf dem Rücken eines Elefanten oder gar schmusend mit einem (angeblich) wilden Tiger verewigt ihr euch vielleicht auf einem netten Urlaubsfoto, dessen tierische Accessoires führen aber meistens kein schönes Leben. Wildtiere werden in der Regel medikamentös ruhiggestellt, damit sie den Touristen nicht gefährlich werden, oder durch Misshandlungen seelisch gebrochen. Auch den vermeintlich kuscheligen oder harmlosen Tierarten macht es bestimmt keinen Spaß, im Minutentakt von täglich hunderten Händen berührt zu werden. Und seien wir mal ehrlich – originell und außergewöhnlich sind die aufgezählten Fotomotive schon lange nicht mehr.
  • In vielen Ländern gilt rechtlich die sogenannte Panoramafreiheit. Sie schränkt das Urheberrecht so weit ein, dass das Fotografieren eigentlich davon geschützter Werke im öffentlichen Raum erlaubt ist. Bestimmte Gebäude, Kunstwerke oder Statuen in der Öffentlichkeit dürfen deshalb abgebildet werden, ohne dass ihr den Künstler oder Architekten vorher um Erlaubnis bitten müsst. Aber Vorsicht – in beliebten Urlaubsländern wie Frankreich, Italien und Griechenland gibt es keine Panoramafreiheit! Auch in den übrigen Staaten müssen dennoch weitere Gesetze wie zum Beispiel das Hausrecht oder das Recht am eigenen Bild beachtet werden.

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Über den Autor

Susan Oehler

Zwar saß ich erst mit Mitte 20 zum ersten Mal in einem Flugzeug, habe seitdem aber fleißig aufgeholt. Dabei sind spannende Städtetrips meine große Leidenschaft: Von London über Madrid bis Lissabon durfte ich schon viele tolle Metropolen erkunden. Außerdem begeistern mich tropische Strände und Inseln ebenso wie abwechslungsreiche Landschaften, in denen die Natur das Sagen hat. Hier bei CHECK24 verrate ich euch als Online-Redakteurin gern meine besten Tipps zum Schauen, Staunen und Entdecken an den schönsten Orten der Welt sowie weitere Infos rund um die Themen Flug, Reisen, Mietwagen und Hotel.