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EU-Kommission schlägt Beschränkung von Impfpässen vor

München, 26.11.2021 | 10:07 | twi

Die Europäische Union plant eine Beschränkung der Gültigkeit von COVID-19-Impfungen auf neun Monate. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge geht dies aus einem Vorschlag der EU-Kommission hervor. Grund dafür sei die nachlassende Wirkung von Impfstoffen nach sechs bis neun Monaten. Bisher sind die Corona-Impfpässe der EU zwölf Monate lang gültig.


Die EU-Kommission plant Maßnahmen zum Klimaschutz.
Die EU plant eine Beschränkung der Impfpässe auf neun Monate.
Geimpfte müssen damit spätestens neun Monate nach ihrer letzten Impfung gegen das Coronavirus eine Auffrischung bekommen, um das Impfzertifikat gültig zu erhalten. Die Regelung soll jedoch erst nach dem Abschluss der ersten Impfserie und damit ab der Auffrischungsimpfung gelten. Bereits erteilte Zertifikate behalten also ihre Gültigkeit. Der Vorschlag der EU-Kommission muss noch vom Europäischen Rat gebilligt werden. Geplant ist jedoch, dass die Regelung als politisch verbindliche Empfehlung am 10. Januar 2022 in Kraft tritt. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung ergeben sich die neun Monate aus den sechs Monaten, nach denen laut Expertinnen und Experten eine Auffrischungsdosis verimpft werden soll, sowie weiteren drei Monaten, die benötigt würden, um nationale Kampagnen für Booster-Impfungen anzupassen.

Neue Reiseregelungen in der EU

Da die bisherigen Reiseregelungen der Europäischen Union aus der Zeit vor der Einführung des COVID-Zertifikats stammen, sollen sie nun an die aktuelle Situation angepasst werden. Für innereuropäische Reisen wird damit anstelle der Infektionslage im Herkunftsland oder am Reiseziel ein gültiges Corona-Zertifikat der EU entscheidend sein, in welchem aktuelle Impf- und Genesungsnachweise sowie Negativtests hinterlegt sind. Die Einteilung der Regionen in der EU in ein Farbschema wird jedoch beibehalten. Grüne Gebiete, in denen die Impfquote hoch und die Infektionsrate niedrig sind, sollen von den Regelungen ausgenommen werden. Reisende aus diesen Bereichen sollen sich ohne Beschränkungen innerhalb Europas bewegen können. Wer aus dunkelroten Gebieten mit einer hohen Inzidenz und niedriger Impfquote kommt und nicht geimpft ist, muss neben einer Test- mit einer Quarantänepflicht rechnen.

Anerkennung von mehr Impfstoffen

Im Zuge dessen ändern sich auch die Regelungen für die Einreise aus Drittländern. Die sogenannte Weiße Liste, auf der Staaten stehen, aus denen Reisende ohne Impfung und nur mit einem Negativtest in die EU einreisen dürfen, soll zum 1. März 2022 komplett entfallen. Somit dürfen nur noch Personen einreisen, die geimpft oder genesen sind. Das bedeutet jedoch auch, dass sich die Einreise für Touristinnen und Touristen, die einen vollständigen Impfschutz gegen COVID-19 besitzen oder von der Krankheit genesen sind, erheblich erleichtern wird und nicht mehr vom Infektionsgeschehen in ihrem Heimatland abhängt. In diesem Zusammenhang sollen auch weitere Impfstoffe von der Europäischen Union anerkannt werden. Dies soll für alle Vakzine gelten, die von der WHO zugelassen wurden. Zusätzlich zu einer Immunisierung mit einem solchen Impfstoff, der beispielsweise in Indien oder China entwickelt wurde, wird jedoch ein zusätzlicher negativer PCR-Test erforderlich sein.

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