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Griechenland: 91 Wracks als Tauchziele freigegeben

München, 11.05.2021 | 10:35 | soe

Griechenland macht Tauchurlaub künftig noch spannender: 91 versunkene Wracks von Schiffen und Flugzeugen wurden in dem Urlaubsland offiziell als Tauchziele freigegeben. Wie die Griechenlandzeitung berichtet, liegen die Überreste in unterschiedlichen Wassertiefen und bilden damit sowohl für Taucherfahrene, als auch für Anfänger oder Schnorchler interessante Ziele. Eines der Highlights unter den Wracks ist ein Schwesterschiff der Titanic.


Griechenland: Zakynthos
Griechenland hat 91 versunkene Wracks als Tauchziele freigegeben, zudem wird der Shipwreck Beach ein Naturdenkmal.
Die Gewässer rund um Griechenland haben bereits durch ihre reichhaltige Flora und Fauna für Unterwasserfans viel zu bieten. Nun kommen mehrere Dutzend Unterwasser-Sehenswürdigkeiten hinzu. Das griechische Kulturministerium hat für 91 Flugzeug- und Schiffswracks die Freigabe zur Besichtigung durch Hobbytaucher erteilt. Dabei handelt es sich um die Überreste von zwischen 1868 und 1973 gesunkenen Maschinen, die in unterschiedlichen Wassertiefen liegen.
 
Tauchziele für Anfänger und Fortgeschrittene
 
Erfahrene Taucher finden in rund 130 Metern Tiefe das Wrack der HMHS Britannic vor, einem Schwesterschiff des legendären Ozeandampfers Titanic. Das Schiff teilte im Jahr 1916 das Schicksal seines vier Jahre zuvor durch einen Eisberg gekenterten Gefährten, als es vor der griechischen Insel Kea auf eine Mine lief und sank. Die meisten freigegebenen Wracks stammen jedoch aus dem Zweiten Weltkrieg, so beispielsweise ein Flugzeug der Deutschen Luftwaffe, das vor Kreta in nur acht Metern Tiefe besucht werden kann und damit auch für Schnorchler sichtbar ist. Als Methusalem der Gruppe gilt ein bereits seit 1868 auf dem Meeresgrund liegender Raddampfer mit dem Namen „Patris“, der sich in 55 Metern Tiefe befindet.
 
Wrack auf Zakynthos als Naturdenkmal geschützt
 
Auch wer sich nicht unter die Wasseroberfläche begeben möchte, kann in Griechenland Wracks besichtigen. Das wohl berühmteste unter ihnen liegt am nach ihm benannten Shipwreck Beach auf Zakynthos und soll nun zum Naturdenkmal erklärt werden. Dieser Status würde den Schutz des Wracks sowie des malerischen Strandes vereinfachen. Eine entsprechende Trägergesellschaft, die dem griechischen Tourismusministerium unterstellt sein soll, wird gerade gegründet.

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