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Virologe Kekulé erwartet keine Eingriffe mehr in Reisefreiheit

München, 02.11.2021 | 12:51 | soe

Nach Einschätzung des Virologen Alexander Kekulé wird die deutsche Politik keine weiteren Eingriffe in die Reisefreiheit ihrer Bürger mehr vornehmen. Diese Aussage traf der Mediziner auf der Jahrestagung des Deutschen Reiseverbandes. Zudem betrachtet er Fernreisen als verantwortbar, mahnt jedoch weiterhin zu Hygienemaßnahmen beim Fliegen.


Ein Stapel Koffer im Vordergrund ein startendes Flugzeug im Hintergrund
Auf der Jahrestagung 2021 des Deutschen Reiseverbandes blickte die Branche wieder optimistisch in die Zukunft.
Wie das Touristikportal Reise vor9 berichtet, glaubt Professor Alexander Kekulé nicht, dass die neue Bundesregierung die Reisefreiheit der Deutschen weiter beschränken wird. Auf der Jahrestagung des Deutschen Reiseverbandes äußerte sich der Virologe zudem positiv gegenüber Fernreisen: Diese seien unter Einhaltung geeigneter Hygienekonzepte im Zielgebiet vertretbar, die Reiseveranstalter müssten aus seiner Sicht für das sichere Reisegefühl der Urlauber sorgen. Kekulé plädierte in diesem Zusammenhang allerdings für das Tragen einer Maske nach FFP2-Standard in Flugzeugen, auch für Geimpfte. Die vom internationalen Dachverband der Fluggesellschaften IATA vorgeschlagene 2G-Regelung ohne Maskenpflicht auf Flugreisen hält er hingegen für den falschen Weg.
 
Internationale Bestimmungen entscheidend
 
Die Reisefreiheit für deutsche Touristen hängt allerdings nicht nur von den Bestimmungen hierzulande, sondern auch von den Regelungen der Urlaubsländer ab. Aus Sicht von Kekulé wird es daher künftig vermehrt bilaterale Abkommen geben, die den Staatsangehörigen beider Länder gegenseitig das Einreisen gewähren. Nach diesem Modell können aktuell bereits Reisen zwischen Deutschland und Singapur stattfinden, auch Thailand erlaubt seit dem 1. November wieder touristische Einreisen aus der Bundesrepublik und 45 weiteren Staaten.
 
Reisebranche blickt optimistisch ins Jahr 2022
 
Im Rahmen der DRV-Jahrestagung, die in diesem Jahr in Griechenland stattfand, zeigten sich die Branchenvertreter mit Blick auf das nächste Jahr optimistisch. Zwar sei ein Erreichen der Umsätze auf Vorkrisenniveau für die meisten Reiseveranstalter noch nicht abzusehen und auch das kommende Jahr werde noch schwierig, für das Sommerreisegeschäft 2022 wird jedoch bereits jetzt eine steigende Nachfrage verzeichnet. Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes, sprach anlässlich dieser Entwicklung von einem „heller werdenden Licht am Ende des Tunnels“.

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