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Trotzdem fortfahren

Schweizer Skigebiete wollen Strom sparen

In der Schweiz bereiten sich die Skigebiete auf einen möglicherweise harten Winter vor. Sollte die Energiekrise wie befürchtet eintreten und die Behörden Verbrauchsbeschränkungen erlassen, sei es den Bergbahnen laut ihrem Verband möglich, bis zu einem Fünftel an Strom einzusparen. Dafür sollen unter anderen die Geschwindigkeit der Lifte reduziert und die Anzahl der Gondeln verkleinert werden.
Bislang hat die Schweizer Regierung noch keine Anweisungen angekündigt, die entsprechende Energiesparmaßnahmen zur Pflicht machen würden. Es gibt lediglich eine Kampagne, welche Privatleute und Industrie zu einer freiwilligen Einsparung von fünf Prozent ihres Energieverbrauchs aufruft. Nur wenn dieses Ziel nicht erreicht wird oder schlussendlich nicht ausreicht, sind weitere Maßnahmen wie beispielsweise die Abschaltung von Schaufensterbeleuchtungen vorgesehen. Wie die Tagesschau Berno Stoffel, Geschäftsführer des Verbandes Bergbahnen Schweiz, zitiert, würden die Bergbahnen jedoch als zentraler Teil der Winterfreizeitbeschäftigung in der Schweiz angesehen.
 
Kaltes Wasser und langsame Lifte
 
Nichtsdestotrotz überlegen sich die Branchenvertreter bereits jetzt Optionen für den Härtefall im kommenden Winter. So sei es möglich, die Betriebszeiten der Lifte einzuschränken, außerdem könne ihre Fahrgeschwindigkeit reduziert werden. Auch eine geringere Anzahl an Gondeln würde zu weniger Stromverbrauch führen. Weitere Sparmöglichkeiten liegen bei beleuchteten Werbetafeln, nächtlichem Liftbetrieb und beheizten Dachrinnen. Auch die Skifahrenden müssen sich möglicherweise etwas im gewohnten Komfort einschränken und beispielsweise auf den Toilettenanlagen mit kaltem Wasser vorliebnehmen.
 
Ähnliche Überlegungen in Österreich
 
Auch im Nachbarland Österreich denken die Seilbahnbetreibenden voraus. Dort sind Einsparungen bei der Ausbringung von Kunstschnee auf den Pisten im Gespräch, zudem eine Beschränkung des Nachtbetriebs und möglicherweise die Verteuerung der Lifttickets. Branchensprecher Franz Hörl betont jedoch, dass die österreichischen Seilbahnen mit 1,3 Prozent nur einen Bruchteil zum Stromverbrauch im Land beitrügen und auch nur sehr wenig Gas benötigen.