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Trotzdem fortfahren

Spanien verzichtet auf schärfere Corona-Maßnahmen

Spanien führt keine neuen Corona-Restriktionen ein. Wie mehrere spanische Medien übereinstimmend berichten, hat sich die Zentralregierung in einer Beratung mit den autonomen Gemeinschaften des Landes am 23. November gegen die zuvor erwogenen schärferen Maßnahmen entschieden. Dafür wird jedoch die Corona-Ampel Spaniens umgestaltet und soll künftig die Impfquote stärker berücksichtigen.
In einem Treffen der Gesundheitsminister am Dienstag wurde darüber diskutiert, wie Spanien den erneut ansteigenden Corona-Infektionszahlen begegnen will. Zur Debatte standen beispielsweise eine landesweit geltende Homeoffice-Empfehlung für Arbeitgeber sowie die Einführung einer Sperrstunde für die Gastronomie und das Nachtleben. Einzelne Regionen hatten zuvor bereits regionale Maßnahmen erlassen, eine für ganz Spanien geltende Regelung wurde immer nachdrücklicher gefordert. Diese wird es jedoch vorerst weiterhin nicht geben. Zwar einigten sich die Gesundheitsminister auf eine Neugestaltung der spanischen Corona-Ampel, jedoch ohne deren Risikostufen mit neuen Beschränkungen zu versehen.
 
Neue Indikatoren für Corona-Risikostufen
 
Wie die spanische Tageszeitung El Mundo in ihrer Onlineausgabe vom 23. November berichtet, verkündete Gesundheitsministerin Carolina Darias die von der Kommission für öffentliche Gesundheit genehmigten neuen Ampel-Indikatoren. Demnach soll das Corona-Risiko künftig stärker anhand der aktuellen Durchimpfungsrate gemessen werden und weniger an der bisher als Basis genutzten Ansteckungs-Inzidenz. Begründet wird der Schritt damit, dass Geimpfte im Schnitt seltener schwere Krankheitsverläufe zeigen und deshalb kaum zu einer Überlastung des Gesundheitssystems beitragen. Nach Informationen der Mallorcazeitung werden bei der neuen Risikobewertung neben der in Spanien üblichen 14-Tage-Inzidenz auch die Bettenauslastung der Intensivstationen, die Inzidenz bei den Über-65-Jährigen sowie die Hospitalisierungsrate berücksichtigt. Für ein „niedriges Risiko“ gilt nun der Schwellenwert von 50 bis 100 Neuansteckungen je 100.000 Menschen binnen 14 Tagen, ein „mittleres Risiko“ markiert ein Wert von 100 bis 300 Infektionen. Bei einer 14-Tage-Inzidenz von 300 bis 500 wird das Risiko als „hoch“ angesehen, bei Werten über 500 als „extrem“.
 
Corona-Lage in Spanien
 
Seit Anfang November verzeichnet Spanien wieder eine ansteigende Corona-Infektionskurve. Mit Stand zum 23. November lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 84,7, der in Spanien übliche 14-Tage-Inzidenzwert wurde mit 139 angegeben. Die Impfquote im Land ist jedoch verhältnismäßig hoch: Mehr als 80 Prozent der Spanierinnen und Spanier gelten als vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Wie Gesundheitsministerin Darias betonte, bleibt das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in öffentlichen Innenräumen sowie bei Nichteinhaltung des Mindestabstands auch im Freien obligatorisch.