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Thailand: Touristengebühr wird auf Juni verschoben

München, 14.02.2022 | 08:57 | soe

Thailand-Touristen und -Touristinnen müssen doch später als angekündigt mit einer leichten Erhöhung der Urlaubskosten rechnen. Das südostasiatische Land wird die eigentlich ab dem 1. April geplante Einreisegebühr für Urlauberinnen und Urlauber ein weiteres Mal verschieben, wie unter anderem die Bangkok Post berichtet. Grund sind die bisher noch nicht geklärten Zahlungsbedingungen, welche beispielsweise den Fluggesellschaften Kopfzerbrechen bereiten. Der neue Starttermin ist im Juni 2022.


Thailand Pphuket Kamala Beach
Thailand wird die Einführung der Einreisegebühr für Urlauber und Urlauberinnen auf Juni verschieben.
Update vom 15. Februar 2022, 11 Uhr

Tourismusminister Phipat Ratchakitprakarn hat am 14. Februar mitgeteilt, dass als neuer Termin zum Start der Einreisegebühr für Touristen und Touristinnen der Juni 2022 festgelegt wurde. Bis dahin sollen alle Details der Erhebung in Zusammenarbeit mit den beteiligten Regierungsstellen geklärt werden. Zunächst ist geplant, die Gebühr von 300 Baht nur von Flugreisenden zu fordern, Optionen für See- und Landreisende werden noch geprüft.

Originalmeldung vom 14. Februar 2022, 8:57 Uhr


Um mindestens zwei Monate soll sich nach Informationen der Bangkok Post der Starttermin der neuen thailändischen Touristengebühr verzögern. Dieser war zuletzt für April 2022 anberaumt worden, zuvor hatte es jedoch schon mehrfach Verschiebungen gegeben. Als Grund für die aktuelle Verzögerung werden organisatorische Schwierigkeiten genannt. So sollen Flugreisende die veranschlagten 300 Baht (etwa 8,13 Euro) durch einen Aufschlag auf ihren Ticketpreis entrichten, die Fluggesellschaften benötigen nach eigenen Angaben allerdings mindestens drei Monate Vorlaufzeit zur Einrichtung der entsprechenden Systeme. Zudem hat das Tourismusministerium bislang noch keine Erhebungsmethode der Gebühr für Reisende auf dem Landweg festgelegt.
 
Gebühr soll in Versicherung und Tourismusprojekte fließen
 
Thailands Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn erklärte, der Nationale Ausschuss für Tourismuspolitik habe am 14. Februar die Gründung eines Tourismusfonds, in den die Einnahmen aus der neuen Gebühr fließen sollen, befürwortet. Diesem Vorgehen muss nun noch das Kabinett zustimmen, bevor die finale Einführung und deren Details binnen 90 Tagen im thailändischen Amtsblatt veröffentlicht werden. Rund ein Fünftel der Tourismusgebühr soll für eine Versicherung für ausländische Reisegäste verwendet werden, um diese beispielsweise bei Unfällen im Land abzusichern. Die Hälfte der Einnahmen ist für die Förderung nachhaltiger Tourismusprojekte in Thailand vorgesehen.
 
Kritik an Einführungszeitpunkt
 
Die Einführung der Gebühr stößt innerhalb Thailands nicht nur auf positive Reaktionen. Erstmalig waren die Pläne der Einreiseabgabe schon vor mehreren Jahren diskutiert worden, seither verzögerte sich die Umsetzung allerdings immer wieder. Zuletzt verhinderte die Corona-Pandemie den Start der Touristengebühr im Jahr 2020. Auch aktuell halten viele Tourismusunternehmen in Thailand die Erhebung der Abgabe für das falsche Signal, da sich das stark auf den Tourismus angewiesene Land nach den corona-bedingten Restriktionen gerade erst wieder für den internationalen Tourismus öffnet.

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