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Kuba: Ausgangssperre in Havanna aufgehoben

München, 11.11.2021 | 09:17 | soe

Kuba kehrt Schritt für Schritt in einen weitgehend normalen Alltag zurück. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, wurde die nächtliche Ausgangssperre in der Hauptstadt Havanna aufgehoben, auch der überregionale Reiseverkehr läuft wieder an. Möglich wurden die Lockerungen durch den Fortschritt der Impfkampagne und die daraufhin zurückgehenden Infektionszahlen.


Havanna_Kuba
Kuba kehrt mit Aufhebung der meisten Corona-Beschränkungen schrittweise zu einem normalen Alltag zurück.
Der Gastronomie in Kuba ist es nun wieder erlaubt, neben Speisen zum Mitnehmen und Lieferdiensten ihren Gästen auch die Bewirtung vor Ort anzubieten. Zudem sind Kinos und Theater in Betrieb und auf dem berühmten Malecon-Boulevard in Havanna dürfen sich wieder Menschen versammeln, um den Blick aufs Meer zu genießen. Nach 20 Monaten, in denen mehr oder minder strenge Corona-Beschränkungen galten, bereitet sich der Karibikstaat damit auf den 15. November vor, an welchem die offizielle Wiederöffnung für den internationalen Tourismus stattfinden soll.
 
Touristischer Neustart ab 15. November
 
Bereits ab dem 7. November ist die obligatorische Quarantäne bei der Einreise nach Kuba entfallen. Ab kommendem Montag müssen sich Reisende auch nicht mehr obligatorisch nach der Ankunft auf der Insel einem PCR-Test unterziehen. Für vollständig Geimpfte genügt dann ein entsprechender Nachweis, Personen ohne Impfschutz haben weiterhin einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test vorzulegen. Kinder unter zwölf Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Von allen Einreisenden wird zudem das Ausfüllen einer Gesundheitserklärung gefordert. Da Kuba aus deutscher Sicht nicht als Corona-Hochrisikogebiet gilt, müssen sich Urlauberinnen und Urlauber auch bei der Heimkehr nicht in Quarantäne begeben.
 
Impfkampagne in Kuba erfolgreich
 
Kuba hat drei eigene Corona-Impfstoffe entwickelt, die allen Kubanerinnen und Kubanern ab einem Alter von zwei Jahren zur Verfügung stehen. Mit Stand zum 8. November hatten von den rund elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern des Karibikstaats etwa 7,3 Millionen alle drei vorgesehenen Impfdosen erhalten. Seit Ende September sind die Infektionszahlen des Landes stetig gesunken und liegen zum 11. November noch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 31,6. Da mit Beginn der europäischen Winters auf Kuba die Hauptreisezeit beginnt, hofft der Inselstaat auf einen touristischen Aufschwung und bis zu 100.000 internationale Reisegäste bis zum Ende des Jahres.
 
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